Fotografen zeigen Blick auf die Nation in Corona-Zeiten

Aktualisiert

FotografieSchweizer Fotografen zeigen ihren Blick auf die Nation in Zeiten von Corona

Mit «Photo-Corona» hat die «Photo-Schweiz» – die grösste Werkschau für Fotografie in der Schweiz – die Pandemie-Krise fotografisch dokumentiert. 30 Fotografen zeigen ihre Sicht auf die Schweiz in Zeiten der Pandemie

«An Bahnhöfen in der Schweiz, hier in St. Gallen, immer während der gleichen Zeit, fotografierte ich Orte, an denen sich normalerweise genau das Gegenteil abspielt, von dem was auf dem Bild passiert. Stress, Hektik und Zeitdruck», sagt Fotograf Thomas Biasotto
«Fast kein Mensch, keine Hektik, kein Zeitdruck, kein Hilfe ich verpasse den Zug, nichts», sagt Thomas Biasotto.
Ein Fenster wurde während der Corona-Pandemie beschädigt und von der Polizei abgedeckt.
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«An Bahnhöfen in der Schweiz, hier in St. Gallen, immer während der gleichen Zeit, fotografierte ich Orte, an denen sich normalerweise genau das Gegenteil abspielt, von dem was auf dem Bild passiert. Stress, Hektik und Zeitdruck», sagt Fotograf Thomas Biasotto

photo-schweiz.ch/Thomas Biasotto

Darum gehts

  • 30 Fotografen der «Photo-Schweiz» haben die Corona-Krise fotografisch festgehalten
  • Die Teilnahme stand Profis wie Amateuren offen
  • Entstanden ist ein Zeitdokument, das subjektive Eindrücke von visuellen Meinungsmachern dokumentiert
  • Die Kuratorin hat das Projekt «Coronation» veröffentlicht

Mit 30‘000 Besuchern gehört die «Photo-Schweiz» zu den wichtigsten europäischen Werkschauen für Fotografie. Mit über 300 nationalen und teils internationalen Fotografen verschafft die Werkschau Jahr für Jahr einen repräsentativ aktuellen Überblick über das fotografische Schaffen in der Schweiz. Die «Photo-Schweiz» hat 30 einheimische Fotografen eingeladen, ihren Blick auf die Schweiz in Zeiten der Pandemie zu zeigen. Darunter gehören auch der in der Ostschweiz geboren und aufgewachsene Thomas Biasotto und Dominic Nahr, der in Heiden AR geboren wurde. «Die Corona Pandemie ist ein Ereignis von historischer Tragweite, das eine ganze Generation prägt. Umso wichtiger ist deren Dokumentation», so Michel Pernet, Produzent der «Photo-Schweiz».

Zehn Arbeiten von renommierten Fotografen wurden von «Photo-Schweiz» vor selektioniert, weitere 20 Fotografen hatten die Möglichkeit, via Bewerbung teilzunehmen. Die Teilnahme stand Profis wie Amateuren offen. Die eingereichten Arbeiten wurden von Aurélia Marine, Fotografin, Kreativdirektorin und Filmemacherin, verwaltet: «Entstanden ist ein Zeitdokument, das subjektive Eindrücke von visuellen Meinungsmachern dokumentiert, die selbst existentiell von der Krise betroffen sind.» Das Projekt «Photo-Corona» sei eine individuelle, fotografische Verarbeitung der globalen Pandemie.

Als Vergleichsmassstab hat die Kuratorin – entgegen den Gepflogenheiten – selbst eine Arbeit beigesteuert, die von Produzent Michel Pernet verwaltet wurde. Ihr Projekt «Coronation» versinnbildlicht die Nation unter Corona, aber auch den Peak und die Krönung der gesellschaftlichen Herausforderungen. «Ich habe die Isolation wie auch physische und metaphysische Distanzen auf ihre eigene Art erforscht. Gleichzeitig fühlte ich den Puls der neuen Welt», kommentiert die Zugerin ihr persönliches Zeitzeugnis. Aus der digitalen «Photo-Corona» soll langfristig ein Kunst-Buch entstehen.

Über die «Photo-Schweiz»

Seit der ersten Ausgabe der «Photo-Schweiz» im Jahr 2005 hat sich die Werkschau in den fünfzehn Jahren ihres Bestehens zu der mit Abstand grössten und bedeutendsten Werkschau für Fotografie in der Schweiz entwickelt. Heute gilt sie als eine der renommiertesten Fotoveranstaltungen in Europa. Jeweils über 300 Fotografinnen und Fotografen zeigen jährlich auf rund 7‘000 Quadratmetern in den Räumlichkeiten des Stage-One und der Halle 622 in Zürich-Oerlikon ihre aktuellen Bilder des vergangenen Jahres. Die «Photo-Schweiz» zählte 2019 rund 30’000 Besucher.

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