Frauenfeld«Internet fiel aus»: Cyberangriff auf Kantonsschule Frauenfeld
Die Kantonsschule Frauenfeld war am Freitag Opfer eines Cyberangriffes – kurz vor den Abschlussprüfungen. Der Grund für die Attacke ist noch unklar.
Darum gehts
Am Freitag ist das ganze Internet der Kantonsschule Frauenfeld abgestürzt.
Die Schulleitung spricht von einem sogenannten «Ransomware»-Angriff.
Der Grund für die Cyberattacke ist noch unbekannt.
Am Freitagabend fiel an der Kantonsschule Frauenfeld plötzlich das Internet aus. Chantal Roth, Schulrektorin, bestätigt auf Anfrage: Es handelte sich um einen sogenannten «Ransomware»-Angriff.
Bei einer solchen Attacke geht es den Kriminellen darum, mittels einer Schadsoftware Daten ihres Opfers zu verschlüsseln, um im Anschluss für die Freigabe der geklauten Informationen Lösegeld zu fordern.
Gemäss der «Thurgauer Zeitung» war hauptsächlich ein Teil der schuleigenen unterrichtsbezogenen IT-Infrastruktur von der Ransomware-Attacke betroffen, nicht aber die IT im Verwaltungsbereich.
«Wir hatten alles unter Kontrolle»
«In meinen fünf Jahren an dieser Schule ist das der erste Cyberangriff», so die Schulrektorin. Die verantwortlichen Fachpersonen hätten die Situation allerdings stets unter Kontrolle gehabt.
«Man hat das Problem sofort bemerkt und dann unverzüglich darauf reagiert.» Innerhalb einer Stunde seien im ganzen Haus Anschläge gemacht worden, welche die Schulangehörigen auf das Problem aufmerksam gemacht hätten. «So wussten alle Beteiligten, was zu tun sei.»
«Die Abschlussprüfungen werden so oder so stattfinden»
Trotz der Cyberattacke habe der Unterricht an der Kantonsschule Frauenfeld über das Wochenende fortgesetzt werden können. Seit Montag funktioniere auch das WLAN im Schulhaus wieder.
Dies ist auch wichtig in Bezug auf die bald anstehenden Abschlussprüfungen an der Kantonsschule Frauenfeld. Doch um jeglichen Zweifel aus dem Weg zu räumen, sagt Roth: «Die Abschlussprüfungen werden so oder so stattfinden.» Die Prüfungen seien nämlich nicht vom Ransomware-Angriff tangiert worden.
Thurgauer Cybercrime-Einheit ermittelt
Der Grund für die Cyberattacke ist unbekannt und Bestandteil der noch laufenden Ermittlungen durch die Kantonspolizei Thurgau.
Laut Miguel Lopez, Mediensprecher der Kapo Thurgau, arbeite die Cybercrime-Einheit an diesem Fall. Dieses Sonderteam werde nur bei besonders intensiven Ermittlungen im Bereich Cyberkriminalität hinzugezogen.

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