Frischer Wind im Kanton Uri
In Uri sind sechs von sieben Regierungsräten gewählt worden: Je zwei Verteter der CVP und der FDP, einer von der SP und ein Parteiloser. Zwei Bisherige wurden abgewählt.
Das Urner Stimmvolk hat am Sonntag überraschend klare Zeichen gesetzt. Zum einen wählte es im ersten Wahlgang gleich sechs Mitglieder; ein siebter Kandidat verpasste das absolute Mehr um 3 Stimmen. Zudem sorgte es mit vier neuen Mitgliedern für frischen Wind in der Exekutive. Die SVP bleibt allerdings draussen.
Zwei Bisherige mussten allerdings über die Klinge springen. Peter Mattli (FDP) erzielte das schlechteste Resultat aller Kandidaten. Er war seit 1987 Mitglied der Exekutive - zu lang, befanden die Stimmberechtigten.
Dem CVP-Vertreter Oskar Epp dagegen wurde die massive Kostenüberschreitung bei der Sanierung der Bristenstrasse zum Verhängnis. Er wurde dafür nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch von seinen Kollegen im Regierungsrat massiv gerüffelt. Selbst von den CVP-Delegierten war er nur mit einem äusserst knappen Resultat nominiert worden.
Josef Arnold (bisher) und Heidi Z'graggen (neu) von der CVP erzielten die besten Resultate aller Kandidaten. Der bisherige CVP- Regierungsrat Isidor Baumann hatte Pech und verpasste das absolute Mehr haarscharf.
Bei der FDP schafften der offiziellen Kandidat Josef Dittli und der wild kandidierende Stefan Fryberg den Sprung in die Regierung. Mit dem drittbesten Resultat wurde der parteilose Markus Stadler wiedergewählt. Glücklich schätzen darf sich auch die SP. Nachdem der parteilose Stadler sie vor vier Jahren aus der Regierung drängte, kann sie mit Markus Züst jetzt wieder Einsitz nehmen. (sda)