GrossbritannienTanker kollidiert mit Frachtschiff – Verletzte an Land gebracht
Vor der britischen Küste sind am Montagmittag zwei Schiffe miteinander kollidiert. Eine Rettungsaktion ist im Gange.
In der Nordsee kam es zur Kollision zwischen einem Frachtschiff und einem Öltanker.
Darum gehts
Kurz vor 10 Uhr sind in der Nordsee zwei Schiffe kollidiert.
Es handelt sich um ein Öltanker und um ein Frachtschiff.
Derzeit läuft eine grosse Rettungsaktion.
Ein Öltanker und ein Frachtschiff sind am Montag vor der britischen Ostküste kollidiert, wie unter anderem BBC berichtet. Das Unglück hat sich in der Nähe von East Yorkshire ereignet. Derzeit läuft eine grosse Rettungsaktion, beteiligt sind Rettungsboote wie auch Schiffe der Feuerwehr. Gemäss den öffentlichen MarineTraffic-Daten sind die unter US-Flagge fahrende «Stena Immaculate» sowie die unter griechischer Flagge fahrende «MV Solong» involviert.
Die Kollision hat mindestens 32 Verletzte gefordert, die nach Grimsby (Nordostengland) an Land gebracht wurden, wie der Direktor des Hafens von Grimsby, Martyn Boyers, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte. Die Verletzten seien «an Bord von drei Booten» an Land gebracht worden, und «die Krankenwagen stehen Schlange», sagte er. Die britische Küstenwache erklärte derweil, es sei «wahrscheinlich», dass das Unglück Verschmutzung des Meeres zur Folge habe.
Autopilot im Fokus
Boyers teilte gegenüber Sky News mit, der Autopilot könnte die Kollision verursacht haben. Das Tracking zeige, dass die «Solong» direkt auf den offenbar ankernden Tanker zugesteuert sei. «Eines lag vor Anker, das andere hatte einen Kurs gesetzt. Autopiloten steuern geradeaus, sie weichen nicht aus. Wenn niemand auf der Brücke ist, fährt das Schiff einfach weiter», so der Direktor des Hafens von Grimsby.
Zum Schiffsunglück kam es rund 15 Kilometer vor der Küste von East Yorkshire.
20min/catIm Einsatz stehen ein Rettungshelikopter, ein Flugzeug der Küstenwache, Rettungsboote aus mehreren Regionen und Schiffe aus der Umgebung mit Löschkapazitäten.
Frachtschiff kollidiert mit Öltanker: Das ist zum Hergang bekannt
Laut der britischen Küstenwache ging ein Notruf gegen 9.48 Uhr ein. Trackingdaten zufolge war die «Stena Immaculate» aus dem griechischen Hafen Agioi Theodoroi gekommen und lag vor Hull vor Anker. Die «Solong» war aus dem schottischen Hafen Grangemouth nach Rotterdam in den Niederlanden unterwegs.
Der BBC sagten zwei unabhängige Quellen mit Kenntnis des Unfallgeschehens, der Öltanker habe Feuer gefangen. In einem Funkspruch, der in den sozialen Medien kursiert, heisst es, «Stena Immaculate» habe Kerosin geladen. Zudem habe die Royal National Lifeboat Institution mitgeteilt, dass mehrere Personen nach der Kollision von Bord gegangen seien. Ihr Verbleib ist derzeit unklar.
Greenpeace: Anlass zu grosser Sorge
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace in Grossbritannien teilte mit, man beobachte die Berichte genau. «Sowohl die hohe Geschwindigkeit als auch die Videos von den Folgen geben Anlass zu grosser Sorge», sagte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Es sei aber noch zu früh, das Ausmass von Schäden für die Umwelt zu bestimmen, so der Sprecher weiter. Die Grössenordnung von Auswirkungen hingen von mehreren Faktoren ab, darunter des Typs und der Menge an Öl, die der Tanker geladen habe, dem Treibstoff in beiden Schiffen und wie viel davon ins Wasser gelangt sei.
Wie sich ein Austritt von Öl auswirke, hänge auch stark von den Wetterbedingungen ab. «Im Falle einer Ölpest oder eines Verlusts von Gefahrgut aus dem betroffenen Containerschiff wird auch die Schnelligkeit der Reaktion entscheidend sein, um Auswirkungen zu begrenzen», sagte der Greenpeace-Sprecher.
Folgst du schon 20 Minuten auf Whatsapp?
Eine Newsübersicht am Morgen und zum Feierabend, überraschende Storys und Breaking News: Abonniere den Whatsapp-Kanal von 20 Minuten und du bekommst regelmässige Updates mit unseren besten Storys direkt auf dein Handy.