HCD - ZSC 4:3Aktualisiert 01. April 2025, 22:36Davos siegt nach dramatischer Aufholjagd vom ZSC
In Spiel zwei der Playoff-Halbfinalserie gewinnt der HC Davos gegen die ZSC Lions nach einem turbulenten Schlussdrittel mit 4:3.

Jubel nach unnötigen Zittern: Der HCD gewinnt Spiel 2 gegen den ZSC.
freshfocusDie Szenen des Spiels
Was für eine Drama im letzten Drittel zwischen dem HCD und dem ZSC. Die Lions kämpften sich vom 0:3 zum 3:3 und sorgten für grosse Nervosität beim Heimteam. Die Davoser standen unter Schock und schienen das Spiel am Ende noch zu verlieren. Doch dann kam der Auftritt von Simon Knak, der mit seinem goldenen Tor 66 Sekunden vor Schluss die Arena in einen Ausnahmezustand versetzte.
Die Schlüsselfigur
Hut ab vor Andres Ambühl. Der 41-jährige Bündner strotzte trotz seines biblischen Hockeyalters vor Energie und rackerte wie ein Rookie. Seinen fleissigen Auftritt belohnte Ambühl mit dem zwischenzeitlichen 3:0 für den HCD. Der Oldtimer machte damit klar, dass er seinen Abschied vom Profisport diese Saison so lang wie möglich hinauszögern will.
Die bessere Mannschaft
Start nach Mass für den HCD im ersten Drittel. Nachdem die Davoser die erste Strafe gegen den ZSC ungenutzt liessen, schlug das Heimteam durch einen sehenswerten Doppelpass im zweiten Überzahlspiel durch Nussbaumer und Zadina zu. Davos drückte auch nach der ersten Pause und legte durch Parrée zum 2:0 nach, ehe Ambühl den Vorsprung auf 3:0 ausbauten.
Die Lions wirkten zahnlos, zeigten aber kurz vor der zweiten Drittelpause durch Malgin mit dem 1:3 eine Reaktion. Die Zürcher erwachten und schafften durch Henry den Anschlusstreffer. Lammikko erwischte den HCD zehn Minuten vor dem Ende mit dem Ausgleich.
Das Tribünengezwitscher
Willy Riedi war der aktivste Spieler der ZSC Lions und mit seinem harten Spielstil die grosse Reizfigur bei den gegnerischen Fans. Für Zunder sorgte der wuchtige Stürmer – 99 Kilogramm verteilt auf 1,90 Meter – als er gleich im ersten Drittel in einem Zweikampf mit Egli den Ellbogen ausstreckte und diesen fies im Gesicht traf. Dafür gabs Pfiffe und eine Zwei-Minuten-Strafe, die zum Ärger der heimischen Zuschauer im ersten Powerplay ohne Folgen blieb.

Lausanne-Stürmer Ken Jäger erlöst seine Farben gegen Gottéron spät.
Urs Lindt/freshfocusDas andere Spiel
Die Begegnung zwischen Fribourg-Gottéron und dem HC Lausanne war alles andere als ein Genuss für Hockey-Gourmets. Die Fans mussten sich bis zum letzten Drittel gedulden, ehe Jäger sechs Minuten vor der Sirene den einzigen Treffer der Partie erzielte und so für den Ausgleich in dieser Romand-Halbfinal-Serie sorgte.
So geht es weiter
Am Donnerstag geht es weiter mit den Playoff-Halbfinals. Für Spannung in Zürich und Lausanne ist gesorgt – beide Serien sind mit 1:1 ausgeglichen.
Deine Meinung zählt
Das wars von uns
Vielen Dank, dass ihr heute mit dabei wart! Bereits am Donnerstag geht es weiter.
Andres Ambühl im Interview
«Es war das erwartete enge Spiel, ich bin aber froh, haben wir heute den Sack zugemacht. Momentan geht es einfach darum zu gewinnen. Wir werden das Spiel sicher nochmals anschauen. Es ist schön ein Tor zu schiessen, aber es ist wichtig, dass die Mannschaft gewinnt. Wir können sicher die ersten 40 Minuten mitnehmen.» via MySports
Yannick Zehnder im Interview
«Ich glaube, wir haben ein super letztes Drittel gezeigt. Es ist extrem bitter, sie haben heute einfach ein Tor mehr geschossen. Wir wollten diszipliniert spielen. Davos ist etwas härter gekommen als wir gedacht haben, haben mehr Checks fertig gemacht. Jetzt müssen wir uns erholen und morgen wieder angreifen.» via MySports
Das wars! Der HCD gleicht die Halbfinalserie dank eines Tores in letzter Minute gegen den ZSC aus.
Volles Risikio
Hrubec wird durch einen sechsten Feldspieler ersetzt.
4 : 3
Das gibt es doch nicht! Der HCD führt eine Minute vor Schluss! Stransky erobert in der Ecke den Puck von Kukan und legt ab auf Knak. Dieser legt sich den Puck lässig auf die Backhand und trifft. Ist es der Siegtreffer?
Beinahe der Shorthander
Stransky holt an der blauen Linie den Puck und zieht los, es fehlt ihm aber etwas die Energie um gegen Lehtonen anzukommen, der zurückgeeilt ist.
Ambühl muss wegen eines Haltens auf die Strafbank. Dieser kann das nicht verstehen und hat Glück, dass er nicht eine weitere wegen unsportlichen Verhaltens kassiert.
Pech für den ZSC
Die Zürcher beklagen einen Verletzten. Topscorer Fröden hält sich die Schulter. Es geht aber weiter.
HCD hat neuen Mut
Die Strafe hat dem HCD aber gut getan. Dank des Überzahlspiels kommen die Davoser zu guten Gelegenheiten und spielen auch bei Fünf-gegen-Fünf mit mehr Überzeugung.
Langer Shift
Die gleichen vier Zürcher stehen während fast 2 Minuten auf dem Eis. Stransky hat die goldene Möglichkeit auf den neuerlichen Führungstreffer, doch der ZSC kämpft leidenschaftlich und ist nun wieder komplett.
Die erste Strafe seit langem. Patrick Geering muss wegen eines Hakens in die Kühlbox. Die Gelegenheit für den HCD wieder in Front zu gehen.
3 : 3
Juho Lammiko erwischt Aeschlimann zwischen den Schonern! Das Tor dürfte aber nicht zählen, weil Lammiko durch einen Stockschlag erst an die Scheibe gekommen ist. Trotzdem müsste der HCD das besser verteidigen. Die Zürcher nehmen den Ausgleich aber gerne an.
0 : 1
Tor in Fribourg!!! Ken Jäger erzielt den ersten Treffer – 1:0 für Lausanne.
Es fliegen die Fetzen
Nach einem gefährlichen Ablenker kommt es zu einem heimtückischen Stockschlag des HCD-Haudegens Lemieux an Zehnder. Der Zürcher geht zu Boden und windet sich vor Schmerzen. Kein Schiedsrichter hat das Foul gesehen, sonst hätte es eine Zwei-Minuten-Strafe gegeben.
Spannung ist da
Plötzlich wirkt der HCD gar nicht mehr so sicher. Die Lions haben das Zepter etwas an sich gerissen. Die Bünder wären gut beraten selbst wieder aktiver zu werden.
3 : 2
Es ist wieder spannend in Davos! Henry trifft! Aus dem nichts taucht Joel Henry von Kukan lanciert vor Aeschlimann auf und trifft. Es ist das erste Tor überhaupt für den GCK-Junior für den ZSC.
ZSC drückt
Die Zürcher sind etwas aktiver in das Schlussdrittel gestartet. Und plötzlich taucht da Zehnder alleine vor Aeschlimann auf, dieser reagiert aber optimal.
Stockfehler beim ZSC
Gleich zwei Mal passiert es, dass die ZSC-Akteure sich die Chance auf einen Gegenstoss mit einem Stockfehler gleich selbst nehmen. Sollte es hier noch etwas werden, müssen die Zürcher präziser werden.
Das dritte Drittel hat begonnen, wieder mit einem Bully-Gewinn für Davos.
Drittelsfazit
Die Davoser erwischen auch im Mitteldrittel den besseren Start. Nach einem fürchterlichen Pass von Grant sagt Julian Parrée danke und trifft zum 2:0. Auch in der Folge profitieren die Davoser von Fehlern und so trifft auch der 41-jährige Ambühl zum 3:0. Doch auch der HCD verteilt Geschenke. Malgin nimmt dieses an und macht so die Partie nochmals spannend.
Und dann ist Pause in Davos.
3 : 1
Die ZSC Lions können durch Malgin kurz vor der Pause reagieren. Nach einem Fehler in der Hintermannschaft der Davoser können die Zürcher einen Puck abfangen. Malgin steht frei vor dem Tor und erwischt Aeschlimann zwischen den Hosenträgern.
Aeschlimman zur Stelle
Im direkten Gegenzug ist es dann Marti, der einmal mehr am glänzend agierenden Aeschlimann scheitert. Das wäre die Chance auf den Ausgleich gewesen.