Holzklappen gegen Saatkrähen
Saatkrähen nerven zur Brutzeit auch in Basel mit Lärm und Dreck die Anwohnerschaft. Nun will die Stadtgärtnerei die Vögel mit Holzklappen von kritischen Orten vertreiben.
Die Methode mit den Holzklappen stammt aus Norddeutschland und werde dort erfolgreich angewandt, teilte das Basler Baudepartement am Freitag mit. Nun montiert die Stadtgärtnerei versuchsweise an drei neuralgischen Orten insgesamt ein Dutzen Holzklappen.
Die Holzklappen können von den Passanten betätigt werden. Sie sollen die geschützten Saatkrähen auf Bäume vertreiben, auf denen sie nicht stören. Bewährt sich die norddeutsche Methode in Basel, will die Stadtgärtnerei an exponierten Standorten weitere Klappen montieren.
Neue Methoden im Kampf gegen Saatkrähen werden auch in Bern erprobt. In den letzten Wochen waren Laserpointer und Scheinwerfer eingesetzt worden. Auf das rote Punktlicht der Laser reagierten die Rabenvögel nicht, wohl jedoch auf den schmalen Lichtkegel aus einem Scheinwerfer.
Mit dem Licht sollen die Saatkrähen vom Nestbau abgehalten werden. 2002 und 2004 waren die Krähennester in Bern erfolglos mit Plexiglas verbaut worden. Als geschützte Vogelart dürfen Saatkrähen nicht bejagt und die Gelege nicht ausgenommen werden. Die schwarzen Vögel mit dem braunen Schnabel leben gewöhnlich in Kolonien von mehreren Dutzend auf Platenen.
(sda)