Bern«Ich habe mich sehr geekelt, als ich das gesehen habe»
An der Heiliggeistkirche in Bern tummeln sich im Dunkeln die Kakerlaken. Die Kirche hat bereits reagiert.
Über 100 Kakerlaken klettern an der Heiliggeistkirche beim Bahnhof Bern herum, schätzt News-Scout Marcel T.
20min/News-ScoutDarum gehts
Ein Video der grusligen Art zeigt Kakerlakenbefall an der Heiliggeistkirche in Bern.
Dabei handelt es sich um orientalische Kakerlaken, sind sich mehrere Kammerjäger einig.
Die Tiere sollen nun professionell entfernt werden.
Hunderte Kakerlaken klettern in der Nacht an der Fassade der Heiliggeistkirche in Bern herum. Das zeigen Videoaufnahmen von News-Scout Marcel T.*, der die Aufnahmen am Montagabend gemacht hat. «Ich habe mich schon sehr geekelt, als ich das gesehen habe», sagt der Berner zu 20 Minuten. Er hatte von einem Kollegen gehört, dass die Kakerlaken an der Kirche jeweils am Abend rauskommen – und es zuerst gar nicht geglaubt.
«Sieht man in der Schweiz nie»
«Es ist unangenehm, besonders, weil man das so in der Schweiz nie sieht, und dann noch direkt in der Innenstadt beim Bahnhof», sagt Marcel T. Er schätzt, dass am Montagabend sicher über 100 Tiere an der Fassade gewesen sind.
20 Minuten hat zahlreiche Kammerjäger aus der ganzen Schweiz angefragt. Das Verdikt ist klar: Es ist ein massiver Befall von orientalischen Schaben. Dabei handelt es sich um eine Kakerlakenart, die in der Schweiz besonders häufig in der Kanalisation vorkommt, wie Jean-Martin Fierz, Biologe und Leiter Qualität der Desinfecta AG, sagt.
Hattest du schon einmal Kakerlakenbefall zu Hause?
«Das warme Wetter begünstigt die Aktivität»
Von der Kanalisation aus können die Schaben durch Abwasserrohre oder andere Öffnungen in Gebäude eindringen. Was sie an der Kirchenfassade suchen, ist unklar. «Das warme Wetter begünstigt natürlich die Aktivität von Insekten», sagt Fierz. «Futter werden sie in der Kirche kaum finden. Es kann sein, dass sie durch Bauarbeiten oder Hochwasser aus der Kanalisation hochgescheucht werden.»
Dieser Meinung ist auch Eligius Gruetter von SF Insectcontrol. «Es gibt aber keine Anzeichen dafür, dass die Populationen der orientalischen Schaben in den letzten Jahren zugenommen hätten», sagt er.
Ein Kakerlakenbefall von dieser Grösse ist durch Laien nicht einzudämmen, da sind sich alle Kammerjäger einig. Die Empfehlung: Beseitigung durch eine Fachperson, die dann auch herausfinden kann, woher die Schaben kommen und weitergehende Massnahmen empfehlen kann.
Kirche hat Kammerjäger beauftragt
Die Kirche selber hat bereits entsprechend reagiert, wie Sigristin Tamara Baumann auf Anfrage von 20 Minuten sagt. «Das Thema ist uns bekannt», sagt sie. «Wir haben eine Firma beauftragt, sich der Thematik anzunehmen. Eine erste Bekämpfung wurde durchgeführt, weitere Schritte werden folgen.»
«Wir gehen davon aus, dass die Umbauten im Bahnhof Bern die Ursache sind», so Baumann weiter. «Die ganze Region um den Bahnhof ist betroffen.» Nun soll eine mehrstufige Bekämpfung der Kakerlaken über mehrere Monate folgen.
*Name geändert

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