Illegale EinreisenSchweiz verstärkt Grenzschutz im Tessin
Nach Frankreich und Österreich reagiert nun auch die Schweiz auf die zunehmenden Migrationsströme.
Darum gehts
Der Bund reagiert auf die zunehmenden Flüchtlingsströme.
Er schickt zusätzliche Mitarbeitende aus der Deutschschweiz an die Grenze ins Tessin.
Vor allem Menschen aus Afghanistan steuern über die Balkanroute auf die Schweiz zu.
Wegen der angespannten Situation auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa und der Balkanroute werden in Mitteleuropa in den nächsten Wochen Tausende Flüchtlinge erwartet – auch in der Schweiz. Nun hat der Bund reagiert und schickt laut «SonntagsZeitung» mehr Personal an die Grenze ins Tessin.
Aufgrund der aktuellen Lage habe man entschieden, den Zoll Süd «mit zusätzlichen Mitarbeitenden aus der Deutschschweiz moderat zu verstärken», teilte gemäss der Zeitung das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit mit.
Bund lehnt freiwillige Aufnahme ab
Vor allem Menschen aus Afghanistan würden über die Balkanroute auf die Schweiz zusteuern. Gestrandete Afrikaner auf Lampedusa seien hingegen weniger an der Schweiz interessiert. Das könne sich aber ändern, wenn sich herumspreche, dass die Einreise in die Schweiz einfacher sei als in andere europäische Länder, schreibt die «SonntagsZeitung».
Am Freitag bat die EU-Kommission Bern offiziell, freiwillig Flüchtlinge aus Lampedusa aufzunehmen, wie das Staatssekretariat für Migration der Zeitung gegenüber bestätigte. Der Bundesrat sei dazu aber nicht bereit. Ein Grund könnte der Streit zwischen der Schweiz und Italien wegen des Abkommens von Dublin sein.