Easy RideIn der SBB-App gibts nun das automatische Billett
Die SBB schaltet die Funktion Easy Ride frei. Pendler müssen so nur noch auf ihrem Handy ein- und auschecken, die Abrechnung erfolgt automatisch.
Die SBB führt das automatische Ticketing in ihrer App ein. Ab sofort können Kunden in der App SBB Mobile die Funktion «Easy Ride» nutzen. Bisher war diese erst in der Preview-App der SBB freigeschaltet. Ein im Oktober 2018 gestarteter Markttest mit 15'000 Personen habe gezeigt, dass die Funktion gut ankomme, wie die SBB mitteilte.
Sie erlaubt es, beim Antritt einer Reise auf dem Handy einzuchecken und am Schluss an jedem beliebigen Ort wieder auszuchecken. Die Funktion erkennt die gefahrene Strecke mithilfe von GPS-Daten und Bewegunssensoren des Smartphones. Auch Umsteigevorgänge werden erkannt. Danach löst die App automatisch das günstigste Billett. Wäre die Fahrt etwa teurer als eine Tageskarte, wird automatisch eine solche gelöst. Vergisst ein Nutzer, nach einer Fahrt auszuchecken, erinnert ihn die App automatisch daran.
Funktioniert für iPhone und Android
Mit der Funktion will die SBB den «GA-Komfort» für alle einführen. Um Easy Ride nutzen zu können, müssen Reisende über ein Swiss-Pass-Login verfügen und in der App ein Zahlungsmittel wie eine Kreditkarte hinterlegen. Die Technologie der Funktion kommt vom Berner Anbieter Fairtiq. Die Funktion ist sowohl in den Android- als auch in den iPhone-Apps aufgeschaltet.
Im Sommer entschied die ÖV-Branche, dass die Check-in-Tickets wegen der erfreulichen Resultate der Markttests per 2020 in den Regelbetrieb aufgenommen werden. Neben der SBB setzen bereits heute mehrere Betriebe darauf.
«Anonymes Reisen bleibt möglich»
Seit April 2018 ist die Funktion etwa in der App des Zürcher Verkehrsverbundes aktiv. Dieser nutzt allerdings wie auch Bernmobil die Technologie des Anbieters lezzgo, einer Tochtergesellschaft der Berner Bahn BLS. Im August wurden allein über die ZVV-App bereits über 1500 Check-in-Tickets täglich gelöst.
Die SBB teilt mit, sie setze auch in Zukunft auf die digitalen Kanäle, aber auch in die persönliche Beratung. Obwohl die digitalen Verkaufskanäle immer beliebter würden, werde auch in Zukunft ein anonymes Reisen ohne Erfassung möglich sein.