GesundheitsfinanzierungSpitäler, Krankenkassen und Bund jubeln – Efas wird angenommen
Sieg für Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider: Die Schweizer Stimmberechtigten haben die Vorlage zur einheitlichen Finanzierung Efas angenommen.
Efas: Darum gehts
Die Schweiz hat am Sonntag über vier Vorlagen abgestimmt – darunter über die einheitliche Finanzierung von Gesundheitsdienstleistungen (Efas).
Die Schweizer Stimmberechtigten stimmten Efas mit 53,3 Prozent zu.
Dass das Rennen eher eng werden würde, war schon in den Abstimmungsumfragen im Vorfeld ersichtlich.
Ja zu Efas: Trotz Komplexität haben die Schweizer Stimmberechtigten die Vorlage zur einheitlichen Finanzierung ambulanter und stationärer Leistungen mit 53,3 Prozent angenommen.
Das sorgt bei Bund und Parlament, aber auch bei Gesundheitsakteuren wie Spitälern, Pflegeheimen und Krankenkassen für Freude.
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So freuen sich die Befürworter der Efas
Der Sieg sorgt bei FDP-Nationalrätin Bettina Balmer für «riesige» Freude: «Es ist wirklich schön, dass im Gesundheitswesen doch noch Reformen möglich sind», sagt sie.
FDP-Nationalrätin Bettina Balmer vom Ja-Lager der Gesundheitsreform Efas ist erfreut über das Abstimmungsresultat.
20 Minuten«Ich denke, die Bevölkerung hat doch noch ein gewisses Vertrauen und sieht ein, dass es wichtig ist, dass man Reformen machen kann», sagt Balmer weiter. Mit dieser Reform seien jedoch noch nicht alle Probleme gelöst, gesteht sie.
So enttäuscht sind die Gegner
«Wir sind froh, dass diese Debatte zumindest stattfinden konnte», sagt SP-Ständerat und Gewerkschaftschef Pierre-Yves Maillard. Er kämpfte gegen die Efas-Vorlage – und ist «natürlich enttäuscht» über das Resultat. «Wir haben wahrscheinlich 47 Prozent der Stimmbevölkerung, die ihre klar Skepsis ausgedrückt haben – das ist eine Basis, um die Eingliederung der Pflege im System in Frage zu stellen», so Maillard.
Gewerkschaftschef Pierre-Yves Maillard (SP) kämpfte gegen die Efas-Vorlage.
20 MinutenMan werde «sehr hart» über diese Bedingungen diskutieren. «Wenn sie nicht eingehalten werden, werden wir fordern, dass diese Eingliederung der Pflege nicht kommt. Dann können wir vielleicht das Schlimmste vermeiden», so der Gewerkschaftschef.
Das sagt Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider zum Ja
Die Efas-Gesundheitsreform fand als einzige Vorlage eine Ja-Mehrheit in der Bevölkerung. Dies sei ein «signifikanter Schritt» für das Gesundheitswesen, sagt Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider am Sonntag Abend vor den Medien. Efas stelle die hohe Qualität des Gesundheitssystems sicher, verbessere die Effizienz und verhindere unnötige Kosten.

«Die Reform bremst den Anstieg der Prämien», verspricht Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider.
20min/Matthias SpicherDie Gesundheitsministerin versichert jedoch: «Ich höre die Befürchtungen jener, die gegen die Reform stimmten.» Baume-Schneider ist jedoch überzeugt, dass «die Reform den Anstieg der Prämien bremst». Umgesetzt werde sie schrittweise, zuerst bei den Spitälern, dann bei der Langzeitpflege.
Worum ging es bei Efas?
Du bist unsicher, worum es bei der Vorlage zur einheitlichen Finanzierung (Efas) ging? Adriel erklärt es dir!
20 Minuten/Adriel MonostoriFolgst du schon 20 Minuten auf Whatsapp?
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