AarauKapo Aargau will Gästefans bei Risikospielen per Video überwachen
Laut der Kantonspolizei Aargau soll die Massnahme dafür sorgen, Gewalt zu stoppen und beweissichernde Grundlagen für die Strafverfolgungsbehörden zu schaffen.
Das ist passiert
Pyros, Ausschreitungen und Prügeleien: Immer wieder kommt es im Zusammenhang mit Fussballspielen des FC Aarau zu wüsten Szenen. Erst vor einigen Tagen kam es vor der Bistro Bar in Baden sogar zu einer Massenschlägerei. Laut diversen Medienberichten handelt es sich bei den Hooligans um Anhänger des FC Aarau. Ein 35-Jähriger wies nach der Prügelei laut der Kapo Aargau «massive Verletzungen im Gesicht» auf.
Das sagt die Polizei dazu
Wie die Kantonspolizei Aargau am Donnerstag mitteilt, bestehen bei Ordnungsdiensteinsätzen im Zusammenhang mit Hochrisikospielen des FC Aarau Sicherheitsrisiken. Schwere Straftaten wie Körperverletzungen, Raufhandel, Angriffe, Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Beamte oder Widerhandlungen gegen das Sprengstoffgesetz seien keine Ausnahme. «Diese Einsätze binden polizeiliche Ressourcen, welche damit an anderen Orten fehlen», so die Kapo Aargau.
So will die Polizei reagieren
Die Kapo hat nun das Sicherheitskonzept für Spiele des FC Aarau überprüft und nun beschlossen, mittels Video die An- und Abmarschroute der Gästefans zu überwachen. Die Massnahme soll dazu dienen, Gewalt zu stoppen, für öffentliche Ruhe und Ordnung zu sorgen und beweissichernde Grundlagen für die Strafverfolgungsbehörden zu schaffen.
Zehn Kameras sollen stationär montiert und im Zeitraum des An- und Abmarsches aufgeschaltet werden. Diese Aufnahmen würden einerseits der Verhinderung von Straftaten dienen und können andererseits zu Beweiszwecken hinzugezogen werden. In einem ersten Schritt werde eine Testkamera montiert. Die Ausführung erfolgt in den nächsten Wochen. Die datenschutzrechtlichen Abklärungen sind laut der Kapo Aargau vorgenommen worden.
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