Luzerner Paar hat in vier Monaten nur 17 Liter Müll produziert

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@lesswasteluzernLuzerner Paar hat in vier Monaten nur 17 Liter Müll produziert

Corinne und Manuel aus Luzern hatten sich im September 2020 ein Ziel gesetzt. Bis Ende Jahr wollte das Paar aus Luzern nicht mehr als 17 Liter Müll produzieren.

Maximal 17 Liter Abfall in vier Monaten, dieses Ziel setzte sich das Paar aus Luzern spontan auf einer Velotour.
Bereits vor dem Projekt legten die beiden viel Wert auf ihren Konsum. Corinne ernährt sich ausschliesslich vegan, Manuel vegetarisch.
Während des Projekts setzten die beiden vor allem auf Unverpackt-Läden und recycelten alles so gut wie möglich.
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Maximal 17 Liter Abfall in vier Monaten, dieses Ziel setzte sich das Paar aus Luzern spontan auf einer Velotour.

instagram.com/lesswasteluzern

Darum gehts

  • Corinne und Manuel haben sich zum Ziel gesetzt, innert vier Monaten maximal 17 Liter Güsel zu produzieren.

  • Das Paar aus Luzern informiert seine Instagram-Community während der Challenge immer über den aktuellen Stand.

  • Nach vier Monaten ziehen die beiden Bilanz.

Während einer Velotour ist einem Paar aus Luzern die Idee zu einem «17 Liter-Projekt» gekommen, wie es auf ihrer Instagram-Seite schreibt. So wollten die beiden herausfinden, wie stark sie ihren Haushaltsabfall reduzieren können. Bisher hätten sie monatlich rund zwei bis drei Abfallsäcke dieser Grösse gefüllt, also ein Abfallvolumen von bis zu 51 Liter im Monat oder 612 Liter im Jahr verursacht.

Das Paar aus Luzern gibt an, bereits vor dem Projekt umweltbewusst gelebt zu haben. «Wir hatten immer ein Augenmerk auf unseren Konsum und leben sehr bewusst. Mit der Challenge wollten wir uns selber herausfordern», so Corinne. Ziel sei es nicht, gar keinen Müll mehr zu produzieren, sie wollen lediglich so viel Müll wie möglich einsparen, also «less waste».

Projekt forderte Kreativität

Die beiden posteten auf Insta seit dem Start im September 2020 Fotos, etwa von ihrem ersten Güsel, einem Taschentuch. Text dazu: «Ohoh. Ganz Gewohnheitstier, schnäuzte ich meine Nase und bemerkte erst danach, dass ich eben meinen ersten Abfall produziert habe.» Dabei hätten sie als Alternative bereits zuvor Stoffnastüechli aus Bettanzügen genäht. Beide wollten danach vermehrt auf diese Alternative setzen. Auch alltägliche Gegenstände wie ein Notizheft forderten Alternativen. Denn oft sind Hefte in Plastik verschweisst, was zu zusätzlichem Müll führt.

Nach der ersten Woche das erste Fazit: «Rauchen verursacht Müll, genauso wie Kontaktlinsen. Wir haben Spass an unserem Projekt und entdecken viel Neues», ist auf der Insta-Page zu lesen.

Fortan setzten die Luzerner auf Unverpackt-Läden und den Wochenmarkt, um an Lebensmittel zu kommen. Bereits nach der zweiten Woche kehrte «etwas Routine in unseren Lesswaste-Alltag», so Manuel.

Während des Projekts war von den beiden viel Kreativität gefragt. Beispielsweise stiessen sie auf wiederverwendbare Wattestäbchen, machten Deo Roll-Ons selbst und brachten ihre eigenen Gefässe mit in die örtliche Gelateria und Take-Away-Imbisse.

Challenge erfolgreich gemeistert

Und? Hats geklappt? «Wir haben unser Ziel erreicht», verkündeten sie stolz. Für das Paar sei klar, dass sie im aktuellen Jahr so weiter machen wollen wie bisher. «Wir sind gespannt, wie lange uns der neue Abfallsack reichen wird», so Corinne. Und: das Paar sieht weiteres Potential, Müll einzusparen.

Auch den finanziellen Aspekt und den Zeitaufwand beleuchteten die beiden auf ihrer Instagram-Page. «Unverpackt einkaufen inklusive Fairtrade & Bio-Labels ist nicht teurer als verpackt einkaufen», heisst es dazu. Mit dem monatlichen Haushaltsbudget von 700 Franken sei das Paar auch weiterhin ausgekommen. Zwar seien einige Artikel teurer als in herkömmlichen Supermärkten. Da jedoch unter anderem durch die Planung Spontaneinkäufe weggefallen waren und die beiden auch keine teuren Convenience-Produkte mehr einkauften – was laut ihnen auch vor dem Projekt kaum der Fall war - blieben sie unter dem Strich trotzdem in ihrem Budget.

Durch das Wegfallen der Einkäufe unter der Woche sei auch die Zeitersparnis gross. Um den Wocheneinkauf am Samstag zu tätigen, mussten sie dafür etwas mehr Zeit einplanen. Um den Wochenmarkt und ihre bevorzugten Unverpackt-Läden aufzusuchen, investierte das Paar rund eine bis zwei Stunden wöchentlich. «Das heisst, unter dem Strich haben wir gefühlt mehr Zeit», so die beiden. Klassische Supermärkte seien im Laufe das Projekts ziemlich uninteressant geworden.

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