Trotz ElektrozaunM25 tötet Esel von WWF-Bärenfreund
Der WWF hat sich aktiv für den Schutz der Bären in der Schweiz eingesetzt. Doch jetzt hat der Bündner Bär M25 Tiere eines Mitglieds des WWF-Herdenschutz-Projekts gerissen.
Elektrozäune, Herdenschutzhunde und Hirte sollten laut einer Mitteilung des WWF für die Sicherheit von Tieren auf der Weide sorgen. Die Tierschützer setzen sich aktiv für den Schutz der Bären in der Schweiz ein und raten entsprechend zu Massnahmen, damit Schafherden sicher sind. Erst im Juni wurde der Bündner Regierung eine Petition mit 22'509 Unterschriften übergeben, die den Bären M25 vor einem Abschuss bewahren soll. Doch offenbar geht die Rechnung des WWF nicht ganz auf.
In der Nacht auf den 2. August hat der dreijährige M25 drei Esel auf einer Alpweide angegriffen, zwei von ihnen wurden dabei getötet. Die Esel gehören Daniele Raselli, einem Bärenfreund und Mitglied des WWF-Herdenschutz-Projekts. Laut «Blick» war die Herde durch drei Elektroleitungen geschützt, nach Empfehlung des WWF.
«Es hat den Richtigen getroffen»
M25 liess sich dadurch jedoch nicht abhalten. Er kroch unter dem Zaun durch und griff die Esel an. Für andere Bauern, die wegen eines Bären bereits Verluste zu beklagen haben, ist das eine Bestätigung. «Die Tierschützer des WWF haben so viel Wind gemacht um den Schutz des Bären. Jetzt hat er einen der ihren angegriffen. Das zeigt, dass die empfohlenen Zäune nicht funktionieren», sagt eine Wirtin aus Poschiavo GR.
Auch Diego Cortesi verlor durch M13 zahlreiche Schafe. «Diesmal hat es den Richtigen getroffen. Auch wenn es wehtut», sagt er zur Zeitung. Raselli selbst wollte zum Vorfall keine Stellung nehmen. Cortesi wünscht sich, dass die Sache neuen Antrieb erhält. Bereits vor Monaten forderten Schafzüchter einen Abschuss des Bären. «Ich hoffe, dass der Fall dem WWF die Augen öffnet.»