Zwingen BLMann (62) kocht betrunken – 119’000 Franken Schaden
Im Juni 2021 löste ein damals 62-jähriger Mann in einer Liegenschaft einen Vollbrand aus, während er stark alkoholisiert in seiner Küche kochte. Am Gebäude entstand massiver Sachschaden. Jetzt wurde er verurteilt.
Darum gehts
Die Staatsanwaltschaft Baselland verurteilte im Januar einen heute 63-jährigen Mann wegen fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst. Als er Ende Juni 2021 stark alkoholisiert bei sich zu Hause Öl in einer Pfanne erhitzte, fing die Küche, wie später das ganze Gebäude, Feuer. Einige Anwohner konnten sich selbst aus dem Gebäude retten. Der damals 62-Jährige sowie seine Nachbarin und deren Katzen mussten von der Feuerwehr gerettet werden. Beim Brand kam niemand zu Schaden.
Laut damaliger Meldung der Polizei Basel-Landschaft ging am Sonntagnachmittag Ende Juni gegen 15.40 Uhr bei der Einsatzzentrale die Meldung ein, dass es in einer Liegenschaft an der Laufenstrasse in Zwingen zu einem Brandausbruch kam. «Beim Eintreffen der Ereignisdienste am Brandort drang bereits starker Rauch aus der Liegenschaft», so die Polizei. Dabei habe der Brand von der Feuerwehr im ersten Stock lokalisiert, eingedämmt und schlussendlich gelöscht werden können.
Öl bei maximaler Stufe erhitzt
Später stellte sich heraus, dass der Mann betrunken Öl bei maximaler Stufe in einer Pfanne erhitzte. Daraufhin habe die ganze Küche angefangen zu brennen, das Feuer griff andere Räume an. Auch das Restaurant im Erdgeschoss und insgesamt sechs Wohnungen seien evakuiert worden. Am Gebäude entstand ein Schaden von 100’000 Franken. Dazu kommt ein Schaden von 8800 Franken bei der Nachbarin hinzu.
«Die Gefahr wäre für den Mann vorhersehbar und vermeidbar gewesen», steht im nun rechtskräftigen Strafbefehl der Baselbieter Staatsanwaltschaft. Diese verurteilte den Mann nun zu einer bedingten Geldstrafe von 2800 Franken. Die üppigen Schadenersatzforderungen der Versicherungen wurden auf den Zivilweg verwiesen.