
Weinkenner-ABC: 15 wichtige Weinbegriffe, mit denen du angeben kannst.
Bild: Justin Aikin on UnsplashWein ABCMit diesen 15 Weinbegriffen kannst du gut angeben
Was bedeutet Avinieren, was ist ein Blockbuster und was meint man, wenn man von verschlossenen Tropfen spricht? Wir klären auf.
Avinieren

Seife ist der grösste Feind des Weines. Darum sollte man das Glas immer ein bisschen mit Wein ausschwenken.
Terry Vlisidis on UnsplashDarunter versteht man das Schwenken einer kleinen Menge Wein im Glas oder der Karaffe. Der Sinn dahinter ist, Gerüche oder Seifenreste vom Glas abzuwaschen, die den Geschmack beeinflussen könnten.
Blockbuster

Eine Flasche Ornellaia könnte man durchaus als Blockbuster bezeichnen. Sie wäre aber auch was für Etikettentrinker.
Ornellaia.comKinos haben derzeit eh geschlossen, darum ist dieser Begriff nicht in der Filmwelt anzusiedeln. Im Wein-Kontext spricht man von einem Blockbuster, wenn der Tropfen eine echte Bombe ist, also von Alkohol, Farbe, Tannin und Dichte nur so strotzt.
Böckser
Riecht er unangenehm nach faulen Eiern, Knoblauch oder gekochtem Kohl, hat der Wein einen Böckser und sollte zurückgegeben werden.
Depot

Dekantieren des Weines hilft, das Depot in der Flasche zu behalten. Ausserdem führt man dem guten Tropfen dabei Sauerstoff zu.
Theme Photos on UnsplashWeinrückstände setzen sich im Laufe des Reifeprozesses als Depot am Boden der Flasche ab und sind ganz normal. Sie sollten jedoch dort bleiben, weil sie oft bitter und sandig schmecken.
Etikettentrinker

Château Mouton Rothschild ist den meisten Wein-Fans ein Begriff.
Mövenpick WeinDiese, etwas abschätzig gemeinte, Bezeichnung benutzt man für Menschen, die nur Weine von bekannten Winzerinnen und Regionen trinken – also mehr auf die Marke, als auf das Produkt schauen.
Firne
Beschreibt einen Weingeschmack, dem man das Alter deutlich anmerkt.
Jeroboam

Hier sehen wir eine normale 7,5 Deziliter Flasche Wein auf einem Bett. Diese Grösse nennt man schlicht und einfach Bouteille.
Elle Kennedy on UnsplashIst eine 5-Liter-Flasche Wein. Besonders Bordeaux reift gerne in dieser Flaschengrösse, weil er wegen des Volumens darin besonders gut altern kann. Aber Vorsicht! Bei Champagner fasst eine Jeroboam nur drei Liter.
Kirchenfenster
Schwenkt man Wein im Glas, läuft er in dickflüssigen Bögen am Glasrand ab. Je weiter die Bögen sind, desto weniger Alkohol hat der Wein. Je spitzer, desto höher der Alkoholgehalt.
Lieblich
Bezeichnet einen süsslichen Wein. Die Menge an Zucker ist dabei klar geregelt. Er muss mindestens 18 Gramm und höchsten 45 Gramm Restzucker pro Liter aufweisen.
Nervig

Ist ein Weisswein nervig, muss das nicht zwingend störend sein.
Big Dodzy on UnsplashDiesen Begriff benutzen Weinkennerinnen und Weinkenner, wenn sie von jungen, lebhaften und säurebetonten Weissweinen sprechen.
Sortenrein
Bedeutet schlicht und einfach: Dieser Wein besteht aus nur einer einzigen Traubensorte. Werden verschiedene Rebsorten miteinander gemischt, also der Wein verschnitten, spricht man von Cuvée, Assemblage oder Blend.
Terroir

Ohne Terroir wachsen keine Reben – ohne Reben gibt es keinen Wein.
Sven Wilhelm on UnsplashDiesen Begriff kannst du auspacken, wenn du ein bisschen angeben willst und den Boden, in dem die Reben wachsen, beschreiben möchtest. Terroir beschreibt aber nicht nur die Bodenbeschaffenheit (kalkig, schiefer- oder eisenhaltig), sondern schliesst auch klimatische, geografische und kulturelle Faktoren in die Beschreibung ein. Vereinfacht gesagt werden unter Terroir alle natürlichen Faktoren zusammengefasst, die Einfluss auf den Wein haben.
Toasten

Der Holzgeschmack von Eichenfässern ist im Wein sehr willkommen. Damit er aber nicht zu intensiv wird, toastet man die Fässer.
Marvin L on UnsplashGetoastet werden Eichenfässer, damit das Holz nicht zu viel Geschmack an den Wein abgibt. Je länger man das Fass über Feuer toastet, desto schwächer schmeckt der Wein nach Holz.
Verschlossen

Will sich der Wein dir nicht öffnen, hilft nur eines – warten und lagern.
Oscar Nord on UnsplashWie bei Menschen, ist auch ein verschlossener Wein schwer zugänglich und gibt seine Aromen nicht richtig oder nur sehr zögerlich preis. Meist handelt es sich dabei um junge Weine und darum hilft auch gutes Zureden nichts – sondern nur (jahrelanges) warten.
Vertikale Verkostung
Um zu merken, wie sich ein identischer Wein über die Jahre und mit den verschiedenen Jahrgängen verändert, musst du ihn vertikal, spricht von verschiedenen Jahrgängen, verkosten.