20 Minuten hilft Läden im Lockdown«Von einem Tag auf den anderen fielen alle meine Einkünfte weg»
Viele Unternehmerinnen und Unternehmer müssen jetzt auf Onlinehandel umstellen. Doch gerade für kleine Firmen ist das schwierig, weil kaum jemand überhaupt die Website kennt. 20 Minuten möchte das ändern und Betrieben in der Krise unterstützen.
Darum gehts
Wegen der Ladenschliessung sind viele Kleinunternehmerinnen und -unternehmer in der Bredouille.
In der Bildstrecke erzählen sie, wie schwierig es ist, den Handel ins Internet zu verlagern.
Not macht aber auch erfinderisch.
Geschlossene Läden, Reisebüros und Werkstätten: Für manche Unternehmer bleibt im Moment nur der Sprung ins Internet. Das erweist sich in vielen Fällen jedoch schwieriger, als man meinen könnte. Vielen Betroffenen fehlt das digitale Know-how, um einen Onlineshop aufzubauen. In anderen Fällen ist es schlicht zu teuer, die Website zu bewerben. «Das kostet ein Schweinegeld», sagt etwa Unternehmerin Gaby Nehme.
Zur Unterstützung der Kleinunternehmerinnen und -unternehmer stellt 20 Minuten einige der Betriebe vor. In der Bildstrecke oben erzählen die Betroffenen von ihrer Situation – einen Link zum jeweiligen Onlineshop findest du ebenfalls dort.
Wie die verschiedenen Geschichten zeigen, macht Not auch erfinderisch: So führt Nina Kuratle, deren Wollfachgeschäft geschlossen bleibt, neuerdings Strick-Livestreams durch. Dort beantwortet sie Fragen und gibt Tipps. Und Reisebüro-Chef Beat Künzler hat kurzum ein kleines Bändchen entwickelt, das das Tragen von Masken angenehmer machen soll. Das verkauft er jetzt online und hofft, so über die Runden zu kommen.
Schliessung soll Ausbreitung des Coronavirus verhindern
Am 18. Januar ist eine neue Massnahmeregelung zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus in Kraft getreten. Auf Weisung des Bundes müssen Geschäfte, die keine Produkte des täglichen Bedarfs anbieten, mindestens bis Ende Februar geschlossen bleiben. Die Händler und Apotheken, die weiterhin geöffnet haben, müssen derzeit andere Produkte, die nicht zum täglichen Bedarf gehören, aus dem Sortiment nehmen. Nicht betroffen von der Zwangsschliessung sind hingegen bestimmte Dienstleistungsunternehmen wie Coiffeursalons und Banken. Reisebüros dürfen zwar ebenfalls geöffnet haben, allerdings fehlt es diesen Betrieben im Moment oft an Kundschaft.
Wie sieht es bei dir aus? Bist du Inhaber von einem Laden oder einer Boutique mit einer Handvoll Mitarbeiter und setzt nun ganz auf deinen Webshop? Dort fehlt aber die Kundschaft? Erzähle uns kurz von deiner prekären Situation und sende uns ein Bild von dir in deinem geschlossenen Geschäft (inklusive Name und Handynummer für allfällige Rückfragen) sowie die Adresse deines Webshops. Fülle dazu das Formular aus:
Hast du oder jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?
Hier findest du Hilfe:
BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00
BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92
Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona
Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige
Hotline bei Angststörungen und Panik, Tel. 0848 801 109
Pro Juventute, Tel. 147
Dargebotene Hand, Tel. 143