Nationalrätin Bea Heim: Herzstillstand mitten in der Debatte

Aktualisiert

Nationalrätin Bea Heim: Herzstillstand mitten in der Debatte

Nationalrätin Bea Heim ist mitten in einer Nationalratsdebatte zusammengebrochen. Die 60-Jährige wurde in der Wandelhalle von Ratskollegen mit Herzmassage gerettet und dann sofort ins Berner Inselspital gebracht.

Die Abgeordnete scheint den Vorfall gut überstanden zu haben, wie Ratspräsident Claude Janiak am Freitag zu Beginn der Sitzung mitteilte. Unter dem Beifall des Rates bedankte er sich bei den Kollegen, den Weibeln und allen andern, die spontan reagiert und für rasche ärztliche Hilfe gesorgt hatten.

Um die Zusammengebrochene hatten sich sofort die Ärzte Franco Cavalli, Paul Günter und Felix Gutzwiller gekümmert. Anschliessend nahmen sich die herbeigerufenen Rettungssanitäter der Parlamentarierin an, die nach Auskunft ihrer Solothurner CVP- Kollegin Elvira Bader das Bewusstsein wieder erlangt hatte. Danach wurde Bea Heim mit der Ambulanz ins Spital gebracht.

Der Zusammenbruch der 60-jährigen Politikerin erfolgte kurz vor 19.00 Uhr am Ende einer Marathonsitzung über das neue Bundesgesetz für die Bundespensionskasse Publica. Nach vorerst nicht bestätigten Angaben hatte sie einen Herzstillstand erlitten. Genauere Angaben über ihren Gesundheitszustand lagen zunächst aber nicht vor. Heim hatte sich bis zum Zusammenbruch aktiv an der Debatte beteiligt. Sie wurde nach dem Zusammenbruch zunächst nothilfemässig vor dem Nationalratssaal betreut und nach wenigen Minuten von der Sanitätspolizei ins Berner Inselspital gefahren. Die Vizepräsidentin des Nationalrats, Christine Egerszegi (FDP/AG), unterbrach darauf die Sitzung und verschob die Schlussabstimmung über das Publica-Gesetz auf (morgen) Freitag.

Heim absolviert ihre erste Legislatur in der Grossen Kammer. Sie wurde im Dezember 2003 in den Nationalrat gewählt und sass zwischen 1989 und 2004 während 15 Jahren im Kantonsparlament von Solothurn. Sie ist von Beruf Rhythmik- und Heilpädagogin und hatte sich bisher im Nationalrat vor allem für die Rechte der Patienten stark gemacht. Sie ist verheiratet und Mutter einer Tochter und zweier Söhne. (dapd)

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