Donald Trump nominiert Truth-Social-Chef für Geheimdienstbeirat

Publiziert

Neues TeamTrump nominiert Truth-Social-Chef für Geheimdienstbeirat

Der designierte US-Präsident fährt fort, sein Team für seine Präsidentschaft zusammenzustellen.

Trumps langjähriger Verbündeter Devin Nunes soll den Vorsitz des Geheimdienstbeirats im Weissen Haus übernehmen. (Archivbild)
Richard Grenell wird auch im nächsten Trump-Team wieder dabei sein.
1 / 2

Trumps langjähriger Verbündeter Devin Nunes soll den Vorsitz des Geheimdienstbeirats im Weissen Haus übernehmen. (Archivbild)

Getty Images via AFP/Kevin Dietsch

Darum gehts

  • Der designierte US-Präsident überrascht weiter mit seinen Personalentscheiden.

  • Trump will seinen Verbündeten und Truth-Social-Chef Devin Nunes zum Vorsitzenden des Geheimdienstbeirats in Weissen Haus machen.

  • Ausserdem hat Trump den früheren US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, zu einem Sondergesandten ernannt.

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat am Samstag seinen langjährigen Verbündeten Devin Nunes für den Vorsitz des Geheimdienstbeirats im Weissen Haus nominiert. Nunes, ein ehemaliger Kongressabgeordneter der Republikaner, leitet die Trump Media and Technology Group (TMTG), das Unternehmen hinter dem von Trump gegründeten Online-Netzwerk Truth Social. Den ehemaligen US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, ernannte Trump zu einem Sondergesandten.

Zu Beginn von Trumps erster Amtszeit hatte Nunes den Geheimdienstausschuss im Repräsentantenhaus geleitet. Als Ausschussvorsitzender war Nunes 2018 an den Ermittlungen zu möglichen Kontakten zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 beteiligt gewesen. In einem Memo lastete Nunes der US-Bundespolizei damals unsaubere Methoden bei den Russland-Ermittlungen an.

Nunes werde seine «Erfahrung» als Ausschussvorsitzender und bei der Aufdeckung des «Russland-Schwindels» nutzen, «um mir unabhängige Einschätzungen der Effektivität und Korrektheit der Aktivitäten der US-Geheimdienste zu liefern», schrieb Trump am Samstag auf Truth Social. Das Online-Netzwerk soll Nunes nach Angaben Trumps auch als Vorsitzender des Geheimdienstbeirats weiter leiten.

Trump macht Ex-Botschafter Grenell zum Sondergesandten

Der für seine Kritik an Deutschland bekannte frühere US-Botschafter Grenell soll Trumps Gesandter für besondere Missionen werden. «Ric wird an einigen der heissesten Orte der Welt arbeiten, darunter Venezuela und Nordkorea», schrieb Trump auf Truth Social. Grenell war zwischenzeitlich auch als Aussenminister im Gespräch gewesen, für den Posten nominierte Trump aber schon Mitte November den Senator Marco Rubio.

Grenell hatte in Trumps erster Amtszeit als US-Botschafter in Berlin für viel Unmut gesorgt, als er die deutsche Regierung mehrfach öffentlich über Aussenpolitik belehrte. Der 58-Jährige, der ebenfalls als loyaler Trump-Unterstützer gilt, war im September bei einem Treffen Trumps mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski in New York dabei.

Folgst du schon 20 Minuten auf Whatsapp?

Eine Newsübersicht am Morgen und zum Feierabend, überraschende Storys und Breaking News: Abonniere den Whatsapp-Kanal von 20 Minuten und du bekommst regelmässige Updates mit unseren besten Storys direkt auf dein Handy.

Deine Meinung zählt

0 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen