Zeuge behauptet, Arian gesehen zu haben

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Vermisster BubPolizei suchte nach neuem Hinweis Fluss nach Arian (6) ab

Die Polizei hat nach einem neuen Hinweis ohne Erfolg erneut den Fluss Oste abgesucht. Zuvor meldete ein Musiker, der in der Gegend übernachtete, wo Arian zuletzt unterwegs war, dass er den Sechsjährigen gesehen habe.

Arian Arnold (6) verschwand in der Nacht auf den 23. April 2024 aus dem Elternhaus bei Bremervörde in Niedersachsen.
Am Dienstag suchte die Polizei erneut den Fluss Oste ab, allerdings ohne Erfolg.
Zuvor meldete der Musiker Davide Martello, Arian gesehen zu haben. Martello zeltete demnach am 2. Mai in der Gegend.
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Arian Arnold (6) verschwand in der Nacht auf den 23. April 2024 aus dem Elternhaus bei Bremervörde in Niedersachsen.

Polizei

Darum gehts

  • Arian Arnold (6) ist am 22. April aus dem Haus seiner Eltern im Bremervörder Ortsteil Elm verschwunden.

  • Aufgrund seiner Autismusstörung reagiert der Sechsjährige nicht auf Ansprache, was die Suche erschwert.

  • Nun meldet ein Mann auf Social Media, dass er den Buben am 2. Mai wohlauf gesehen habe.

Die deutsche Polizei hat auf der Suche nach dem seit fast drei Wochen vermissten Arian (6) erneut den Fluss Oste abgesucht. Die neueste Suche habe sich auf eine Schwebefähre in Osten-Hemmoor konzentriert, erklärten die Beamten am Mittwoch in Rotenburg an der Wümme. Dazu habe ein Polizeihubschrauber den gesamten Fluss abgeflogen.

Auslöser war demnach der Hinweis einer Frau aus Süddeutschland, die auf den Bildern einer Webcam an der Schwebefähre einen im Wasser treibenden Gegenstand bemerkt und am Dienstag die Polizei verständigt hatte. Die Suche förderte aber keine neuen Hinweise zutage.

Musiker will Arian gesehen haben

Am selben Tag machte der Musiker Davide Martello publik, dass er sich sicher ist, den sechsjährigen Arian Arnold aus Bremervörde in Niedersachsen vor einigen Tagen gesehen zu haben. Der vermisste Bub sei wohlauf, meint Martello in einem Instagram-Beitrag. Doch bevor er dem autistischen Kind helfen konnte, sei es weggerannt. Er sei «ziemlich schnell, wie eine leise Bergziege», schreibt der angebliche Augenzeuge.

Davide Martello erzählt auf Insta von seiner Begegnung. Er ist überzeugt, Arian gesehen zu haben.

Davide Martello erzählt auf Insta von seiner Begegnung. Er ist überzeugt, Arian gesehen zu haben.

In einem längeren Post beschreibt Martello die Begegnung vor vier Tagen folgendermassen: «Ich wurde um kurz vor fünf Uhr von Raben oder Krähen geweckt, während ich in meinem Dachzelt geschlafen habe und da habe ich Arian gesehen. Er stand neben meinem Dachzelt auf dem Rastplatz zwischen Bremervörde und Bevern, als würde er nach etwas Essbaren suchen.» Bevor der Mann heruntergestiegen war, sei der vermisste Bub bereits wieder weg. «Es war er zu 100 Prozent», meint der Pianist. «Der ist sowas von menschenscheu. Ich habe das Gefühl, dass der Junge überhaupt kein Bock auf Menschen hat», fügt er hinzu.

Polizei durchsucht Gebiet mit Spürhunden

Martello informierte die Polizei. «Man sollte in den frühen Morgenstunden Ausschau nach ihm halten», meint der Zeuge. Der Post ist eine beruhigende Nachricht für Arians Eltern: «Er sah jetzt nicht irgendwie fertig aus», schreibt der Mann an einer Stelle. Dann weiter: «Ich denke, dass er von alleine wieder nach Hause kommt, sobald er von dieser wunderschönen Natur genug hat.»

Die Behörden nahmen Martellos Anzeige erst am Montag ernst: Spezialkräfte der Polizei mit Spürhunden sollen die Gegend durchsucht haben. Der Musiker schreibt erneut auf Instagram: «Das Ergebnis ist negativ. Ich bin völlig fertig! Wen habe ich denn dann gesehen? War es ein Traum? Ich bin völlig am Ende!»

Für seinen Posts erntet er nun Kritik. «Das Schlimme daran eher ist, dass Sie alles noch viel verrückter gemacht haben als nötig. (...) Das ist schon pietätlos!», meint eine Nutzerin. «Das war ja zu erwarten. Ich frage mich echt, wie man solche Lügen erzählen kann? Wie kann man das der Familie antun?» Andere Follower und Followerinnen unterstützen ihn: «Vielleicht war er einfach zu kurz an dieser Stelle und die Hunde viel zu spät eingesetzt? Du hast alles getan, was möglich ist und so viel Kraft und Energie im Background hineingesteckt. Sie hätten dir gleich glauben sollen, wo die Spur noch frisch war.»

Mit Material der AFP

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Hier findest du Hilfe:

Autismus Schweiz, Verein für Angehörige, Betroffene und Fachleute

Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858

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