«Freak Offs»Drogen und Gewalt: So liefen Diddys Sexpartys ab
Schockierende Details gehen aus der Anklageschriften gegen P. Diddy hervor: Sexpartys, Gewalt und Drogen. Er soll Opfer zu Akten mit Prostituierten gezwungen haben.
Darum gehts
P. Diddy wurde in New York wegen Sexhandels und organisierter Kriminalität angeklagt.
Der Musiker organisierte sogenannte «Freak Offs», bei denen Opfer unter Zwang an Sex-Akten beteiligt wurden.
Diddy und sein Team setzten Drogen ein, um die Opfer gefügig zu machen.
Rapper P. Diddy (54) sitzt seit Dienstag in New York in Untersuchungshaft. Er wurde wegen Sexhandels und organisierter Kriminalität angeklagt. Die Gerichtsdokumente geben einen Einblick in seine schrecklichen Taten.
Mehrere Frauen, darunter auch Diddys Ex Cassie, werfen dem Musiker vor, sie unter Drogen zum Sex gezwungen oder überredet zu haben. Die Anklageschrift verrät Details über seine Sexpartys, die er «Freak Offs» nannte. «Combs und andere Mitglieder von Combs Enterprise nutzten ihre Macht und ihren Einfluss, um weibliche Opfer einzuschüchtern, zu bedrohen und in Combs Umfeld zu locken – oft unter dem Vorwand einer romantischen Beziehung», steht darin.
Ein Video belegt, dass Diddy gegenüber Cassie handgreiflich wurde.
Was passierte an den «Freak Offs»?
Unter Zwang, Gewalt und der Drohung von Gewalt habe der Rapper die Opfer dazu gebracht, «sich in ausgedehnten Sex-Akten mit männlichen Prostituierten zu beteiligen». Er selbst war dabei anwesend: «Die ‹Freak Offs› waren durchdachte und produzierte Sex-Performances, die Combs arrangierte, leitete, aufnahm und während denen er masturbierte», so die Anklageschrift. Die Videos speicherte er für seine Verwendung ab, «manchmal ohne die Opfer darüber zu informieren».
Für die «Freak Offs» liessen Diddy und sein Team Sexarbeiter um die Welt «transportieren». «Die ‹Freak Offs› fanden regelmässig statt, dauerten teilweise tagelang und involvierten oft mehrere Sexarbeiter», steht im Gerichtsdokument. Um die Opfer «gehorsam und gefügig» zu machen, verabreichte der Amerikaner ihnen verschiedene Drogen. «Nach den ‹Freak Offs› wurden Combs und den Opfern meist intravenös Flüssigkeiten verabreicht, damit sie sich von der körperlichen Anstrengung und der Drogenkonsumation erholen konnten.»
P. Diddy bleibt in Untersuchungshaft
Der Musiker handelte nicht allein. Mitglieder von Combs Enterprise, hochrangige Vorgesetzte, Sicherheitspersonal, Assistenten und andere Mitarbeitende buchten unter anderem Hotelzimmer und besorgten das nötige Material. Dazu gehörten neben den Drogen auch Dinge wie Baby-Öl, Gleitgel, zusätzliche Duvets und Licht.
Nach seiner Festnahme in einem Hotel in Manhattan kommt Diddy vorerst nicht auf freien Fuss. Die Verteidiger des Musikmoguls hatten eine Kaution von 50 Millionen Dollar und Hausarrest beantragt. Doch die Geschworenen lehnten ab. Der Grund laut Magistratsrichterin Robyn F. Tarnofsky: Combs bilde eine Gefahr für die Öffentlichkeit und insbesondere für potenzielle Zeugen gegen ihn.
Dagegen könne der Angeklagte beim Bezirksgericht zwar noch Berufung einlegen – es sei jedoch unwahrscheinlich, dass dieses die Entscheidung der Richterin aufheben werde, heisst es in der Meldung des Branchenmagazins «Deadline».
Verfolgst du die Causa Diddy?
Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?
Hier findest du Hilfe:
Polizei nach Kanton
Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz
Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche
Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein
Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer
LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133
Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13
Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Beratungsstellen für gewaltausübende Personen
Hast du oder hat jemand, den du kennst, ein Trauma erlitten?
Hier findest du Hilfe:
Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858
Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer SRK, Tel. 058 400 47 77
Angehörige.ch, Beratung und Anlaufstellen
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143
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