McCain-KampagneParis Hilton schlägt zurück
Mit einer Videobotschaft rächt sich Paris Hilton am Präsidentschaftskandidaten John McCain, der das Bild der Hotelerbin ungefragt für seine Kampagne verwendete.
Eines muss man Paris Hilton lassen: Sie ist für jeden Spass zu haben. So auch für einen Fun-Clip der Website Funnyordie.com, der die Wahlkampagne von John McCain auf die Schippe nimmt.
Ausgangslage ist ein Fernsehspot, in welchem der republikanische Präsidentschaftskandidat seinen demokratischen Konkurrenten Barack Obama mit Britney Spears und, eben, Paris Hilton vergleicht und andeutet, dass Promis von diesem Kaliber nicht fähig seien, die Nation zu führen.
Das ewige Party-Girl reagiert in Pumps und einem goldenen Badekleid auf die Attacke. Sie sei durchaus in der Lage, «Amerika zu führen», versicherte Hilton, die sich lasziv auf einer Pool-Liege räkelt.
«Hey America, I'm Paris Hilton and I'm a celebrity, too», grüsst sie die Zuschauer. Allerdings verspreche sie nicht den Wechsel «wie dieser andere Typ». Mit überzeugter Stimme fügte sie hinzu: «Ich bin einfach nur heiss.»
Jetzt aber habe sie «dieser faltige, weisshaarige Typ» in seinen Wahlkampf eingebracht, sagt Hilton. Das bedeute ja wohl, dass sie nun im Rennen um das Weisse Haus dabei sei, wofür sie McCain durchaus dankbar sei. «Ich will, dass Amerika weiss, dass ich durchaus bereit bin zu führen.» Zum Beweis ihrer Fähigkeiten spricht sie gleich über die Energiepolitik und schlägt eine Hybrid-Lösung aus den beiden Programmen von McCain und Obama vor.
Zum Schluss verabschiedet sich Paris mit dem Grund, dass sie jetzt ihren Vize-Präsidenten aussuchen gehen müsse. Sie denke dabei an Rihanna. Und übrigens wolle sie das Weisse Haus Pink streichen, wenn das okay sei.
McCains Wahlkampfsprecher Tucker Bounds äusserte sich wohlwollend über den Vorstoss des Glamour-Girls. «Paris Hilton ist vielleicht nicht eine so grosse Berühmtheit wie Barack Obama, aber sie hat offenbar das bessere Programm für die Energiepolitik.»
Paris Hiltons Mutter war weniger amüsiert über die ganze Sache. Der Fernsehspot von McCain sei reine Geldverschwendung «in einer Zeit, in der Millionen Leute ihre Häuser und ihre Jobs verlieren». Dabei gehören die Eltern sonst durchaus zu den Unterstützern von McCain. Beide haben dem Republikaner in diesem Jahr eine Wahlkampfspende von 4.600 Dollar überwiesen.
Die Ausgangslage: McCains TV-Spot mit Britney Spears und Paris Hilton. (Quelle: YouTube) (dapd)