#allesdichtmachenPetition fordert Boykott der Initianten von #allesdichtmachen
Eine Petition auf change.org fordert ARD und ZDF dazu auf, den Initianten der Social-Media-Aktion #allesdichtmachen keine Sendezeit mehr zu geben. Diese verletzten die Würde der Pandemietoten.

Darum gehts
Schauspielerinnen und Schauspieler haben in Deutschland gegen die Corona-Massnahmen protestiert.
Die Social-Media-Aktion lief unter dem Hashtag #allesdichtmachen
Nun fordert eine Petition, dass die Initianten keine Sendezeit bei ARD und ZDF mehr kriegen.
Dutzende Schauspielerinnen und Schauspieler haben unter dem Hashtag #allesdichtmachen auf Social Media gegen die scharfen Corona-Massnahmen in Deutschland protestiert. Nun geraten die Rundfunkanstalten ARD und ZDF, die den Protagonisten Sendezeit geben, unter Druck. Eine Petition auf change.org fordert: «#allesdichtmachen? Nicht mit meinem Rundfunkbeitrag!».
Spaltung der Gesellschaft
Die Petition ist vom Blog POlitoGO.de, den Jürgen Lessat betreibt. Er bezeichnet sich auf Twitter als «Freier Journalist» und kritisiert #allesdichtmachen scharf. Die Schauspielerinnen und Schauspieler würden «dummes Zeug» erzählen, die Würde der Pandemietoten verletzen und zur Spaltung der Gesellschaft beitragen.
An der Social-Media-Aktion nahmen unter anderem Jan Josef Liefers, Nadja Uhl, Wotan Wilke Möhring, Ulrich Tukur, Heike Makatsch, Meret Becker und Volker Bruch teil. Makatsch zog ihr Video gegen die Corona-Massnahmen allerdings bereits zurück.
Weniger als 150 Unterschrfiten
Auf Social Media stösst die Petition auch auf Kritik. Zum Beispiel von Nutzer @Lahor_Jakrlin, der sich auf Twitter als «Gutmensch» und «Publizist» betitelt. Er beschreibt #allesdichtmachen als «die beste staatskritische Aktion der Kulturtätigen seit Jahren» und ärgert sich über die «Böhmermann-Gestapo». Die Forderung nach einem Berufsverbot erinnere ihn an das dritte Reich und die DDR.
Die Petition, die seit 23. April online ist, stösst allerdings bloss auf geringes Interesse. Bis jetzt haben sie nicht mal 150 Menschen unterzeichnet. 20 Minuten bat ARD und ZDF um eine Stellungnahme. ARD schreibt, dass die beteiligten Künstlerinnen und Künstler auf ihrer eigenen Plattformen für sich sprechen. Allen stehe das Recht zu, ihre Meinung frei zu äussern. Eine Antwort von ZDF steht noch aus.
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Hier findest du Hilfe:
BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00
BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92
Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona
Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen
Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige
Hotline bei Angststörungen und Panik, Tel. 0848 801 109
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143
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