«Alle Kinder fanden Erdbeeren – nur ich nicht»

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Farbenblindheit«Alle Kinder fanden Erdbeeren – nur ich nicht»

Die Welt in bunter Pracht? Nicht für alle: Manche Menschen sehen nur bestimmte Farben, andere gar nur Grautöne. Zwei Betroffene berichten.

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Farbenblindheit und Rot-Grün-Sehschwäche: Cornelia Wyss (42), dreifache Mutter aus Winterthur, und Christian Holzer, Redaktor bei 20 Minuten, berichten im Video. (Video: S. Brazerol/H. Müller)

Cornelia Wyss (42) leidet an der seltenen Erbkrankheit Achromatopsie und sieht die Welt seit ihrer Geburt ohne Farben. Dabei liegt eine Funktionsstörung der Zapfen auf der Netzhaut vor, die für das Farbensehen am Tag zuständig sind. 1 bis 3 Personen unter 100'000 sind betroffen. Die Hauptsymptome sind Farbenblindheit, geringe Sehschärfe (rund 10 Prozent) und Überempfindlichkeit auf Licht. Im Video erzählt die dreifache Mutter aus Winterthur, wie sie Sonnenuntergänge sieht und welche Sprüche sie nerven.

Christian Holzer (33) arbeitet als Redaktor für 20 Minuten und gehört zu den knapp zehn Prozent der männlichen Bevölkerung mit einer Rot-Grün-Sehschwäche. Frauen sind mit rund 0,8 Prozent der Bevölkerung deutlich seltener betroffen, da die Sehschwäche genetisch X-chromosomal bedingt ist. Dabei wird der für die Lichtumwandlung verantwortliche Proteinanteil (Opsin) ungenügend gebildet. Die Farben Rot und Grün werden schlechter bis gar nicht unterschieden. Hilfe braucht der Berner nur beim Kleiderkauf.

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