Geheimdienstkreise: Ukraine macht mit US-Infos Jagd auf russische Generäle

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GeheimdienstkreiseUkraine macht mit US-Infos Jagd auf russische Generäle

Laut einem Bericht, der der «New York Times» vorliegt, sollen die USA die «mobilen Hauptquartiere der russischen Armee» ausfindig gemacht und die Informationen mit den ukrainischen Streitkräften geteilt haben. 

US-Geheimdienstinformationen sollen zur Tötung mehrerer russischer Generäle verholfen haben.
Mithilfe der Informationen sollen die Standorte der «mobilen Hauptquartiere der russischen Armee» ausfindig gemacht worden sein.
Pentagon-Sprecher John Kirby bestätigte allgemein, dass die USA der Ukraine Informationen lieferten, «die sie braucht, um sich verteidigen zu können».
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US-Geheimdienstinformationen sollen zur Tötung mehrerer russischer Generäle verholfen haben.

via REUTERS

Darum gehts

Die von den USA an die ukrainische Armee gelieferten Geheimdienstinformationen haben einem US-Medienbericht zufolge zur Tötung mehrerer russischer Generäle beigetragen. Die «New York Times» berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Geheimdienstkreise, dass die USA insbesondere die Standorte der «mobilen Hauptquartiere der russischen Armee» ausfindig machen und die Informationen mit den ukrainischen Streitkräften teilen. So konnten die Ukrainer die Kommandostände demnach mit Artillerie angreifen.

Die ukrainische Armee stützt sich bei ihren erfolgreichen Angriffen auf russische Generäle einem Bericht der «New York Times» zufolge teilweise auf Informationen aus den USA. Die Zeitung berief sich dabei auf Angaben nicht genannter ranghoher US-Militärs. Die ukrainische Armee nimmt für sich in Anspruch, seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar zwölf russische Generäle durch gezielten Beschuss getötet zu haben.

«USA liefern Ukraine Informationen zur Verteidigung»

Demnach versorgten die USA die Ukrainer mit Angaben über Bewegungen russischer Stäbe, die ukrainische Armee ergänze dies mit Ergebnissen ihrer eigenen Aufklärung. Pentagon-Sprecher John Kirby bestätigte allgemein, dass die USA der Ukraine Informationen lieferten, «die sie braucht, um sich verteidigen zu können». Zu Details äussere man sich aber nicht.

Moskau hat sich zum angeblichen Verlust der Generäle nicht geäussert. Der Tod solch ranghoher Offiziere gilt als ungewöhnlich. Allerdings mussten sich bei den Schwierigkeiten des russischen Vormarsches in den ersten Wochen des Krieges viele Generäle selbst an die Front begeben und setzten sich damit der Gefahr aus, getroffen zu werden.

Hat Gerassimow die Front besucht?

Die US-Quellen dementierten der «New York Times» zufolge aber, Infos über einen Frontbesuch des russischen Generalstabschefs Waleri Gerassimow weitergegeben zu haben. Die ukrainische Armee hatte nach eigenen Angaben vergangene Woche in einem russischen Stab nahe der Stadt Isjum mehrere ranghohe Offiziere getötet. Gerassimow war nach US-Angaben aber schon vorher wieder aus der Ostukraine abgereist.  

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(AFP/sys)

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