AtomwaffentestsSchrecklich-schöne Bilder
Bis 1963 testeten die USA hunderte Atombomben. Fotografen hielten die Explosionen auf Film fest und schufen damit einzigartige Zeugnisse vom Höhepunkt des Kalten Kriegs.
In den 1950er- und 1960er-Jahren lieferten sich die USA und die Sowjetunion einen beispiellosen Wettlauf um die atomare Vorherrschaft. Bis zum Verbot oberirdischer Atomtests im Jahr 1963 zündeten allein die USA über 200 Atomwaffen in der Atmosphäre. Mit dabei war stets ein Spezialteam der Armee und hielt die Explosionen auf Film fest. Um die Politik zu immer höheren Militärbudgets für das Wettrüsten zu bewegen, waren eindrucksvolle Bilder gefragt.
«Diese Männer haben Grossartiges geleistet und eine Zeit in Bildern festgehalten, die einzigartig war und sich hoffentlich niemals wiederholen wird», zitiert «Spiegel Online» den US-Dokumentarfilmer Peter Kuran. Der 54-Jährige hat die Geschichte der «atomaren Filmemacher» aufgearbeitet, um ihre Arbeit für die Nachwelt zu sichern.
Der Job dieser Spezialeinheit war gefährlich und streng geheim. Die tollkühnen Männer filmten und fotografierten die amerikanischen Nukleartests in der Wüste Nevadas und im Südpazifik und mussten sich den Explosionsherden bis auf wenige Kilometer nähern. Viele von ihnen starben später an Krebs. Die meisten ihrer Aufnahmen gelangten nie an die Öffentlichkeit. Erst Mitte der Neunzigerjahre wurden erste Bilder und Filme auf Betreiben Kurans freigegeben.
US-Atomwaffentest 1953 in Nevada:
US-Atomwaffentest 1962 über dem Kiritimati-Atoll im Pazifik:
Auch die Sowjetunion war nicht untätig. Test der Zar-Bombe 1961:
Szene aus dem Film «Dr. Strangelove» von Stanley Kubrick: