Gotthard-StrassentunnelEigentlich müsste die zweite Röhre weiter weg vom Tunnel sein
Im September gab es während einer Woche beim Gotthard-Tunnel kein Durchkommen mehr. Alle News dazu findest du hier im Ticker.
Deine Meinung zählt
Die zweite Röhre liegt zu nah am bestehenden Tunnel
Drei Wochen nachdem der Gotthard-Strassentunnel wegen eines Deckenrisses und Steinschlag gesperrt werden musste, kommen weitere Hinweise zur Ursache ans Licht. Bislang war immer von Spannungsumlagerungen im Berg die Rede. Die Ursache für diese? «Eine davon sind Ausbruchsarbeiten im Berg (Anm. d. Red.: für die zweite Röhre). Die Frage, welche nun mit externen Fachpersonen geklärt wird, ist, wie weit die Spannungsumlagerungen, welche zum Riss der Zwischendeckenplatte geführt haben, auf die Ausbruchsarbeiten zurückzuführen sind», sagt Thomas Rohrbach vom Bundesamt für Strassen zur «SonntagsZeitung».

Gemäss der Zeitung könnte der Abstand zwischen der bestehenden und der neuen Röhre entscheidend sein. Denn um solche Spannungen zu vermeiden, müsste der neue Tunnel in einem Abstand von 70 Metern zum bestehenden gebaut werden, aber das ist auf der Gotthard-Nordseite aus Platzgründen nicht möglich. Deshalb ist die neue Röhre an der Unfallstelle nur halb so weit entfernt, wie sie sein sollte.
Das abschliessende Ergebnis zur Untersuchung der Ursache dürfte in den nächsten zehn Tagen zu erwarten sein. (roy)
Gotthard-Tunnel öffnet heute vor 19 Uhr
Das Bundesamt für Strassen (Astra) konnte den Gotthard-Strassentunnel leicht früher als erwartet wieder für den Verkehr öffnen. «Die Bau- und Reinigungsarbeiten im Tunnel sowie die Tests der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung (u. a. Beleuchtung, Lüftung) nahmen weniger Zeit als geplant in Anspruch», heisst es in einem Communiqué. Noch vor 19 Uhr soll der Verkehr wieder durch den Gotthard-Strassentunnel fliessen. (trx)
Entscheid über Eröffnung fällt am Freitag
Wie das Bundesamt für Strassen in seiner Mitteilung schreibt, soll am Freitag bestimmt werden, ab wann der Gotthard-Tunnel wieder geöffnet werden könne. Seitdem am Sonntagabend ein 25 Meter langer Riss in der Decke entdeckt wurde, seien die Fachleute rund um die Uhr mit Reparaturarbeiten beschäftigt.
Derzeit laufe der Einbau der Stahlkonstruktion als Ersatz der zurückgebauten Deckenplatte, in der der Riss aufgetreten war. Danach seien noch Tests der Betriebs- und Sicherheitsanlagen fällig.
Wann der Tunnel für den Verkehr wieder freigegeben wird, werden die Fachleute im Verlauf von morgen bestimmen. Das Bundesamt für Strassen (Astra) wird den genauen Zeitpunkt der Tunneleröffnung so rasch wie möglich kommunizieren.
Ursache für Rissbildung geklärt
Mittlerweile ist die Ursache für die Rissbildung in der Zwischendecke abgeklärt: «Spannungsumlagerungen im Gebirge haben lokal zu Druckveränderungen geführt und den Tunnel im betroffenen Abschnitt belastet. Dies hat zu Verschiebungen bzw. zum Riss in der Zwischendecke geführt. Den baulichen Zustand des Tunnels kann das Astra als Ursache ausschliessen», schreibt das Bundesamt in einer Medienmitteilung.
Spannungsumlagerungen im Gebirge können Bauwerke wie Tunnel stark belasten. Bereits 1985 kam es im Gotthard-Strassentunnel zu einem ähnlichen Schaden an einer Zwischendeckenplatte. Der Schaden war damals, fünf Jahre nach Eröffnung des Tunnels, ebenfalls auf Spannungsumlagerungen zurückzuführen.
Für Spannungsumlagerungen gibt es mehrere denkbare Möglichkeiten: Bewegungen und Bauarbeiten im Berg oder auch tektonische Einflüsse. Im Rahmen der Abklärungen steht das Astra unter anderem auch mit dem Schweizerischen Erdbebendienst der ETH Zürich im Austausch. Der Dienst hat am Sonntagnachmittag um ca. 16.10 Uhr ein seismisches Signal aufgezeichnet.Ob dieses Signal im Zusammenhang mit dem Ereignis im Tunnel steht, ist aktuell in Abklärung.
Bis diese Abklärungen abgeschlossen sind, bleiben die Vortriebsarbeiten im Berg in unmittelbarer Nähe zum Schadenereignis eingestellt. (jar)
Abklärung der Ursachen
Als Ursache für die Schäden gehe das Astra am Dienstag von Spannungsumlagerungen im Gebirge aus. Hierfür gebe es mehrere denkbare Möglichkeiten: Bewegungen im Berg, tektonische Einflüsse oder auch Bauarbeiten im Berg. Die Ursache(n) oder eine Kombination davon könne das Astra zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abschliessend benennen.
Klar sei aber auch, dass dem Berg mit den baulichen Massnahmen für die zweite Röhre «einiges zugemutet wird». «Für den Bau der zweiten Röhre fanden und finden umfangreiche Ausbruchsarbeiten statt. Zum einen baut das Astra Zugangsstollen, aber auch Kavernen für Baustelleninstallationen», heisst es weiter. Beispielsweise werde aus Umweltschutzgründen praktisch die ganze Betonaufbereitung (inkl. Recyclinganlage) im Berg drinnen erfolgen. Diese Ausbruchsarbeiten würden teilweise konventionell (keine Tunnelbohrmaschinen) erfolgen. Aufgrund der Härte des Gesteins komme auch Sprengvortrieb zum Einsatz. Für die Sprengungen gelten strenge Grenzwerte, deren Einhaltung auch permanent überwacht werden. (job)
Defekte Zwischendecke entfernt
Am Montagnachmittag haben die Bauarbeiten zur Wiedereröffnung des Gotthard-Strassentunnels begonnen. Nach Sicherungsarbeiten am Nachmittag konnte die defekte Zwischendecke in der Nacht abgebrochen werden. Ziel sei es, den Tunnel Ende dieser Woche zu öffnen, so das Bundesamt für Strassen Astra.
In der Nacht konnte dann die defekte Zwischendecke zurückgebaut werden. Rund um den Schadensort schützten Gummimatten von Förderbänden sowie eine Kiesdecke (Ausbruchmaterial) auf der Strasse den bestehenden Strassenbelag. Diese Arbeiten konnten heute Morgen abgeschlossen werden.
«Aktuell laufen Sicherungsarbeiten an den bestehenden Deckenelementen. Demnächst beginnen auch die Bauarbeiten für den Ersatz der defekten Zwischendecke. Eingebaut wird eine Stahlkonstruktion mit gleicher Querschnittsfläche. Die einzelnen Stahlelemente sind bereits in Produktion. Mit dieser Konstruktion kann die Funktionalität des Abluftkanals bei Inbetriebnahme des Tunnels gewährleistet werden. Über den Abluftkanal wird im Brandfall der Rauch aus dem Fahrbahnraum abgesogen», teilt das Astra weiter mit.
Die Arbeiten seien aktuell auf Kurs. Das Astra gehe weiterhin davon aus, dass der Gotthard-Strassentunnel noch in dieser Woche wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. (job)
Abbrucharbeiten beginnen diese Nacht
Wie das Astra am Montagabend mitteilte, arbeite man mit Hochdruck an der Schadensbehebung, um den Tunnel möglichst bald wieder öffnen zu können. Die Zwischendecke werde auf 25 Meter abgebrochen und ersetzt. «Die Sicherungsarbeiten haben bereits am Nachmittag begonnen. Abbrucharbeiten werden diese Nacht beginnen. Ziel ist es, den Tunnel Ende dieser Woche zu öffnen», heisst es in der Mitteilung.

Als Ursache für die Schäden geht Astra von «Spannungsumlagerungen im Gebirge» aus. Diese hätten zu lokalen Druckveränderungen geführt und den Tunnel im betroffenen Abschnitt belastet. Dies hat den Riss der Zwischendecke und dieser wiederum die Abplatzungen verursacht. Der Zustand am Schadensort habe sich seit Sonntag nicht verändert.

Öffnung bereits Ende Woche
Bundesrat Albert Rösti gibt gegenüber SRF an, dass er davon ausgeht, dass der Tunnel bis Ende Woche wieder offen sein wird. Das Astra setze alles daran.
Tessiner Tourismus besorgt
Die Sperrung des Gotthardtunnels ist für den Tessiner Tourismus keine gute Nachricht. «Bei einem Tag sehen wir grundsätzlich kein Problem. Bei einer Sperrung über mehrere Wochen wären wir aber mehr als besorgt», sagt Sprecher Jurij Meile.
Denn September und Oktober seien für den Tessiner Tourismus wichtige Herbstmonate: «Es stehen einige Grossevents an, da spielt der Tagestourismus eine wichtige Rolle. Wie für den Bahnverkehr so gilt auch für den Strassenverkehr, dass das Tessin weiterhin gut erreichbar ist.» Pendlerinnen und Pendler dürften eher weniger von der jüngsten Sperrung betroffen sein: «Viele fahren mit dem Zug und nicht mit dem Auto», so Meile.

«Wir dachten, es sei schlimmer»
Sybille und Julia haben die Ferien in Ascona verbracht und befinden sich nun auf dem Rückweg. «Die Fahrt über war bisher in Ordnung. Wir dachten, es sei schlimmer», sagt Sybille (40) aus Luzern. Zudem hätten sie so die Gelegenheit, die schöne Aussicht und Landschaft zu geniessen: «Für uns, die Ferien und Zeit haben, passt das gut. Für Personen, die im Stress sind und arbeiten müssen, stelle ich mir die Gotthard-Passfahrt mühsam vor.»

«Zum Glück sind keine Menschen zu Schaden gekommen»
«Der Gotthard bewegt uns sehr, es ist das zweite Ereignis innerhalb kürzester Zeit. Wir sind im Berggebiet, da kann immer etwas passieren. Zum Glück sind keine Menschen zu Schaden gekommen», sagte Bundesrat Albert Rösti am Montag am Rande eine Medienkonferenz zur Energiepolitik. Er sei am Sonntag um 22 Uhr informiert worden: «Die Spezialisten setzen alles daran, den Schaden so schnell wie möglich zu beheben.»
«Wir geniessen die Landschaft»
«Wir trinken einen Kaffee und geniessen die Landschaft», sagt ein Reisender. Er sei unterwegs nach Locarno. «Wir haben Zeit und es ist eine schöne Abwechslung, mal über den Pass zu fahren.»
Sören aus Münster wollte mit seinem Wohnmobil eigentlich durch den Gotthard-Tunnel nach Locarno fahren. Die Umleitung über den Pass nimmt er gelassen.
20 Minuten«Reisende zeigen Verständnis»
Laut unseren 20-Minuten-Reportern Fiona Gaudenzi und Mikko Stamm hat es relativ viel Verkehr, aber keinen Stau auf dem Gotthardpass: «Viele Reisende halten an und geniessen die Landschaft. Bisher war niemand genervt oder verärgert. Die meisten Leute zeigen mega viel Verständnis», erzählt Mikko.

Ein Tourist, der am Sonntagnachmittag in Richtung Luzern unterwegs war, berichtet auf Social Media: «Wir hatten schon mehr als die Hälfte der Strecke hinter uns, als der Tunnel von beiden Seiten her geschlossen wurde. Alle Autos mussten umkehren. Unser Bus konnte nicht umkehren, und wir mussten den gesamten Weg rückwärts fahren.» Sie seien sicher aus dem Tunnel gekommen.
«Für mein Geschäft ist die Umleitung gut»
Am Montagvormittag fahren einige Reisende über die Gotthard-Passstrasse. Ein Mann, der einen Essensstand betreibt und unter anderem Würste und Käse verkauft, sagt: «Es hat deutlich mehr Verkehr als sonst an einem Montag. Ich finde die Umleitung aber nicht schlimm. Für mein Geschäft ist das gut.»
Eine Schulklasse aus Rothenburg LU befindet sich für ein Klassenlager auf dem Weg ins Tessin: «Wegen der Sperrung müssen wir über den Pass. Das bedeutet zwar ein wenig mehr Reisezeit, aber mega schlimm ist es nicht. Jetzt können wir die Berge noch ein wenig geniessen», sagt die Leiterin (24).
Eine Solothurnerin (32), die ebenfalls unterwegs ins Tessin ist, sieht es ebenfalls locker: «Viele Reisende haben die schöne Landschaft hier noch nie gesehen. Jetzt können sie die schöne Umgebung endlich geniessen.»

Mit Wartezeiten zu rechnen
Reisenden in den Süden wird empfohlen, über die San-Bernardino-Route oder Gotthard-Passstrasse zu fahren. Es dürfte allerdings mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen und mit Wartezeiten zu rechnen sein. Gemäss TCS werden Anfang Woche keine grösseren Verkehrsprobleme erwartet, da die grosse Sommerferienzeit vorbei ist. Reisende in den Süden sollten sich rechtzeitig über die aktuelle Situation informieren und entsprechend die Route planen.
25 Meter langer Riss
Eine erste Bestandsaufnahme zeigt laut Astra einen Riss in der Zwischendecke auf einer Länge von 25 Metern. Das genaue Schadensmass und die Ursache seien noch unklar. Die Astra-Verantwortlichen arbeiten «mit Hochdruck an der Eruierung sowie an der Schadensbehebung». Die Dauer der Sperrung sei noch nicht bekannt.
Betonteile fielen auf Fahrbahn
Am Sonntagnachmittag kurz nach 16 Uhr musste der Gotthard-Strassentunnel aufgrund eines technischen Defekts an der Zwischendecke gesperrt werden. Nahe des Tunnelportals Nord lösten sich laut Astra-Mitteilung Betonteile und fielen auf die Fahrbahn. Bei der Kantonspolizei gingen entsprechende Meldungen ein, worauf der Tunnel umgehend in beide Fahrtrichtungen gesperrt wurde. Verletzt wurde niemand.
Gotthardtunnel gesperrt
Der Gotthard-Strassentunnel bleibt bis auf weiteres für den Verkehr gesperrt, wie das Bundesamt für Strassen Astra in der Nacht auf Montag mitteilte. Grund dafür ist ein Schaden an der Tunneldecke. Was dazu geführt hat sowie die genaue Schadensumme sind noch unbekannt. Die Astra-Verantwortlichen arbeiten mit Hochdruck an der Eruierung sowie an der Schadensbehebung.
