Selenski-Berater«Ukraine-Flüchtlinge sollen heimkehren»
Im Interview sagt Serhi Leschtschenko, dass er den Verlust einer ganzen Generation für sein Land befürchtet.
Darum gehts
Serhi Leschtschenko, Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski, befürchtet der Verlust einer ganzen Generation von jungen Menschen.
Er will, dass die ukrainischen Geflüchteten zurückkommen und sagt das Land sei wirtschaftlich am wachsen.
In der Schweiz leben 66'000 Ukrainerinnen und Ukrainer.
Der Auftritt des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski erhielt viel Aufmerksamkeit am WEF. Einer, der ebenfalls am Weltwirtschaftsforum teilnahm, ist Serhi Leschtschenko, der zum Beratungsteam des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski gehört.
Im Interview mit der «SonntagsZeitung» forderte dieser die Gastländer von ukrainischen Flüchtlingen dazu auf, diese nicht mehr zu unterstützen. Es sei dringend nötig, dass sie heimkehren. Damit meint Leschtschenko nicht nur wehrfähige Männer, sondern auch Frauen und Kinder.
Er fürchte, dass sein Land eine ganze Generation an jungen Menschen verliert. Dass sich die jungen Ukrainer in den Gastländern integrieren und zur Schule gehen, beunruhigt ihn. So werde die Wahrscheinlichkeit, dass sie zurückkommen, immer geringer.
«Das Argument, es sei nicht sicher, ist Unsinn»
Wenn es nach der Einschätzung von Leschtschenko geht, lässt die Sicherheitslage in der Ukraine eine Rückkehr zu: «Das Argument, es sei nicht sicher, ist Unsinn», so der Berater Selenskis.
Diese Aussagen wurde von der Schweizer Politik mit Überraschung aufgenommen. Trotz Verständnis vonseiten der SP, Grüne und FDP für die Aussagen Leschtschenkos solle der Schutzstatus für Ukrainer nur in Abstimmung mit anderen Ländern beendet werden.
Die SVP fühlt sich durch Leschtschenko bestätigt, schreibt die «SonntagsZeitung». Laut Fraktionschef Thomas Aeschi seien 80 Prozent «einigermassen sicher». Von den 66'000 ukrainischen Flüchtlingen, die laut der Finanzministerin Karin Keller-Sutter jährlich über eine Milliarde Franken kosten, haben gemäss den neuesten Zahlen des Bundes nur 21 Prozent eine Arbeit.
Keine News mehr verpassen
Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.