Ayurvedische Ernährung - Diese 7 Vorteile hat die ayurvedische Küche

Genuss und Gesundheit gehen in der ayurvedischen Küche Hand in Hand.

Genuss und Gesundheit gehen in der ayurvedischen Küche Hand in Hand.

Unsplash/Chelsea shapouri
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Sinnlich und feinSieben Gründe, warum du öfter ayurvedisch kochen solltest

Wer denkt, ayurvedische Küche sei ein angestrengtes und spirituelles Hippie-Ding, liegt falsch. Sie hat Vorteile für alle Menschen, weiss Ernährungsberaterin Isabelle Stüssi.

Die traditionelle indische Heilkunst Ayurveda (auf Deutsch Wissen vom Leben) setzt sich ganzheitlich mit dem menschlichen Körper auseinander. Das zeigt sich auch in der ayurvedischen Ernährungslehre, die sich damit beschäftigt, wie sich Essen sich auf unser Wohlbefinden auswirkt und wie wir mit Ernährung direkten Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen können.

Dabei ist ayurvedische Ernährung überhaupt nicht dogmatisch und verbietet weder Fleisch noch Fisch (der Konsum sollte einfach achtsam geschehen), schmeckt fein und bietet praktische Lebenshilfen, die wir in der Hektik des Alltags manchmal vergessen. Zum Beispiel: Nicht im Stehen essen, nur bei Hunger essen, sich nicht überessen. Völlig logisch eigentlich. Ernährungsberaterin Isabelle Stüssi hat uns noch weitere sieben Vorteile von ayurvedischer Ernährung verraten.

1. Sie ist sinnlich und gesund

«Ayurvedische Küche ist sinnlich, da wir verschiedene Gewürze sinnvoll einsetzen. Gewürze und Kräuter schenken dem Essen nicht nur einen verführerischen Geschmack, sondern unterstützen auch eine gesunde Verdauung.»

Wer ayurvedisch kocht, muss nicht verzichten. Diese Pizza ist der beste Beweis dafür. Hier findest du das Rezept der Pizza Ayurvedica.

Wer ayurvedisch kocht, muss nicht verzichten. Diese Pizza ist der beste Beweis dafür. Hier findest du das Rezept der Pizza Ayurvedica.

Yogisi.ch

2. Sie schmeckt

«Ayurveda stammt zwar aus Indien, ayurvedisch kochen bedeutet jedoch nicht, dass man per se indisch kocht und auch nicht, dass man generell scharf würzt. Vielmehr achten wir auf die Komposition und vereinen alle sechs Geschmacksrichtungen auf dem Teller. Das kann man mit der hiesigen Küche genauso umsetzen wie mit der asiatischen.»

Kurkuma Tonic ist perfekt, wenn es mal ein leichtes Frühstück sein soll oder du dringend einen Late-Night-Snack brauchst. Das Rezept findest du hier.

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Stefanie Meier

3. Sie macht und ist unbeschwert

«Wer nach ayurvedischer Zubereitung kocht, muss weder Kalorien zählen, noch gedanklich in der Ernährungspyramide rumturnen. Sobald wir alle Geschmacksrichtungen auf einem Teller vereinen, nehmen wir alles auf, was unser Körper braucht. Das macht Freude beim Kochen und ist unbeschwertes Geniessen mit seinen Liebsten fern jeglicher Trenddiäten und Superfood-Hypes.»

Mit ayurvedischer Ernährung bleibt Zeit für Wichtiges – Entspannen zum Beispiel.

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Unsplash/Simon Migaj

4. Sie war schon saisonal, bevor es diesen Trend überhaupt gab

«Ayurveda in der Küche gelebt ist grundsätzlich eine Einladung, nach bestimmten Grundlagen zu kochen. Beispielsweise achten wir auf die Jahreszeit und verwenden nach Möglichkeit frische, lokale und saisonale Produkte. Zudem essen wir mittags die grösste Mahlzeit, dann haben wir die grösste Verdauungspower.»

Anfang Mai beginnt in der Schweiz die Erdbeeren-Zeit. Sich saisonal zu ernähren ist in der ayurvedischen Ernährungslehre schon immer fest verankert.

Anfang Mai beginnt in der Schweiz die Erdbeeren-Zeit. Sich saisonal zu ernähren ist in der ayurvedischen Ernährungslehre schon immer fest verankert.

Pexels/Jenna Hamra

5. Ayurveda kennt die richtigen Kombinationen

«Essentiell ist die Kombination von Nahrungsmitteln, insbesondere das Vermeiden von falschen Food-Pairings. So essen wir beispielsweise Früchte nicht kombiniert mit Milchprodukten. Der Grund ist, dass wir Früchte viel schneller als Milch verdauen – das kann zu Blähungen führen.»

Nicht alles was dir schmeckt, freut deinen Magen. Früchte und Milchprodukte liegen laut Ayurveda-Lehre zum Beispiel schwer auf.

Nicht alles was dir schmeckt, freut deinen Magen. Früchte und Milchprodukte liegen laut Ayurveda-Lehre zum Beispiel schwer auf.

Pexels/Pixabay

6. Diese Küche geht auf dich ein

«Wir ticken alle etwas anders. So auch unsere individuelle Verdauung. Dies berücksichtigen wir, indem wir typengerecht kochen oder eben das Wissen vermitteln, welcher bioenergetische Typ am Familientisch, beispielsweise beim Getreideanteil auf dem Teller, mehr zugreifen darf und wer lieber etwas weniger bittere Blattgemüse isst.»

Äusserlich und innerlich sind wir Menschen alle verschieden – diesem Umstand will die ayurvedische Küche Rechnung tragen.

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Unsplash/Joel Muniz

7. Sie tut gut

«Ein nach ayurvedischen Grundlagen gekochtes Menü ist bekömmlich. Dadurch, dass wir die Anteile an Getreide, Hülsenfrüchten und Bohnen entsprechend auf einem Teller balancieren, können wir uns auch vollwertig vegetarisch ernähren. Nach dem Essen fühlt man sich leicht und genährt. Das gibt Energie, die Verdauung ist in Balance und das Gemüt ist positiv.»

Körperliches Wohlbefinden manifestiert sich auch in einem glücklichen Geist.

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Unsplash/Jared Rice

Kochen lernen mit Isabelle

Isabelle Stüssi vom Yoga-Studio Yogisi gibt ihr Wissen gerne weiter.

Isabelle Stüssi vom Yoga-Studio Yogisi gibt ihr Wissen gerne weiter.

zvg

Unsere Expertin Isabelle Stüssi ist Ayurveda Ernährungsberaterin und Yogalehrerin mit ihrem eigenen Yoga-Studio Yogisi in Zürich.

Gewürze – die Grundlage der ayurvedischen Küche.

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Stefanie Meier

Du möchtest mehr über die ayurvedische Küche erfahren und lernen, wie mit du mit einfachen Gewürzen und Kräutern ein vollwertiges, ayurvedisches Alltags-Menü kochen kannst? Am 24. April bietet Isabelle Corona-konform den Online-Kochkurs The Ayurveda Spice Kitchen an, in dem du ausserdem spannende Grundlagen der ayurvedischen Küche kennenlernst. Alle Infos zum Kochkurs findest du hier.

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