Er überlebte das Feuer-InfernoSo kam es zum Horror-Crash von Formel-1-Star Romain Grosjean
Romain Grosjean entkam im November beim Grand Prix von Bahrain der Feuer-Hölle. Nun klärte ein Bericht, warum der Wagen lichterloh brannte.
Hier ist er nochmals zu sehen, der Horror-Crash von Grosjean.
Video: SRFDarum gehts
Romain Grosjean überlebte einen Horror-Crash.
Nun ist bekannt, wie es zum Crash kam und weshalb er überlebte.
Gegenüber dem SRF gab er Mitte Februar zu: «Ich war bereit zu sterben.»
Die Bilder gingen um die Welt. Nur Sekunden nach dem Start kam Grosjean von der Strecke ab, krachte mit seinem Haas-Boliden in die Leitplanke. Plötzlich breitete sich ein Feuerball aus. Nach bangen Sekunden des Wartens stieg Grosjean jedoch aus dem Boliden – und konnte sich aus dem Feuer-Inferno retten.
Doch wie kam es zu diesem Horror-Crash? Eine Untersuchung der Sicherheitsabteilung der FIA klärte nun genau diese Frage. So war Auslöser des schweren Crashs Daniil Kwjat im Alpha Tauri. Bei 241 km/h touchierten sich die Boliden der beiden Fahrer. Grosjeans Haas schlug dann mit 192 km/h und in einem Winkel von 29 Grad in die Leitplanke ein. Dem Aufprall mit 67 G konnte die mittlere Leitplanke nicht standhalten. Der Bolide wurde in zwei Teile gerissen.
Beim Aufprall hatte sich das Heck vom restlichen Boliden getrennt. Deshalb löste sich auch die Inspektions-Luke des Tanks, ausserdem rissen die Benzinleitungen von der Sicherheitsblase des Tanks ab. Benzin trat aus, entzündete sich. Warum sich der Tank nach dem Lösen der Benzinleitungen nicht selbst versiegelte, ist unklar. Weiter ergab die Untersuchung auch: Diverse technische Sachen im Boliden retteten Grosjean das Leben, federten die Wucht beim Aufprall ab. Und so kam es, dass der 34-Jährige überlebte. Trotz dessen, dass er 27 Sekunden im Feuer sass.
Grosjean gab Mitte Februar zu, dass er sterben wollte. Er sei bereit dazu gewesen.
Video: SRF«Ich war bereit zu sterben»
Es ist also alles gut gekommen. Zum Glück. Denn eine Selbstverständlichkeit ist das nicht, denn: Einen Moment gab es, in dem der Formel-1-Pilot mit seinem Leben bereits abschloss. Das gab er Mitte Februar gegenüber dem SRF zu.
«Ich war in Frieden mit mir selbst und wirklich bereit zu sterben. Ich fragte mich sogar, wo ich zuerst brennen würde. An meinen Händen oder den Beinen, wie wird es ablaufen? Und dann dachte ich an meine drei Kinder und sagte mir: Nein, sie sollen nicht ohne ihren Vater leben», so Grosjean damals. Und: «Ich merkte: Okay, ich brenne! Also versuchte ich erneut, mich zu befreien. Mein Gehirn hat irgendwie die Hitze verdrängt, denn es war nicht heiss.» Als Grosjean nach weiteren Versuchen gemerkt habe, dass er sich nicht befreien könne, sei er ganz ruhig geworden und habe an seine Kinder gedacht. Daraus habe er neue Energie geschöpft und konnte sich schliesslich befreien und aus dem Auto steigen.