
Pollenallergie oder Covid-19So unterscheidest du Heuschnupfen von Corona
Das schöne Wetter begünstigt aktuell den Pollenflug. Manche Symptome einer Pollenallergie ähneln denen einer Corona-Infektion – wir zeigen dir die Unterschiede.
Viel Sonne, kein Regen und warme, frühlingshafte Temperaturen sorgen derzeit im Schweizer Mittelland für eine starke Pollenbelastung. Bereits Anfang Februar hat die Pollensaison begonnen, am Wochenende wurden hohe Belastungswerte von Hasel und Erle erzielt und im Tessin beginnen diese Woche schon die Pappeln zu blühen.
Für Allergikerinnen und Allergiker beginnt nun das alte Spiel: Fenster tagsüber zu, vor dem Schlafengehen die Pollen abduschen und Sonnenbrille auf. Bei einem Besuch in der Apotheke decken sich viele ausserdem mit einem Antiallergikum der Wahl sowie Nasenspray und Augentropfen ein.
Covid-19 oder Pollenallergie?
Nur ist dieses Jahr eines anders: Seit der Corona-Pandemie kann ein Kratzen im Hals oder ein trockener Husten plötzlich ganz schön verunsichern. Und könnte die Niessattacke eben ein Symptom für Covid-19 sein? Auch wenn Corona-Symptome sehr divers sind: «Niesattacken, juckende, tränende und gerötete Augen sowie auch Juckreiz in Gaumen, Nasen und Ohren sind typisch für eine Allergie», sagt Sereina de Zordo, Leiterin Fachdienstleistungen von aha! Allergiezentrum Schweiz.
In der nachfolgenden Tabelle haben wir einige Pollenallergie-Symptome jenen einer Corona-Infektion gegenübergestellt.

Symptome einer Pollenallergie (links) und einer Corona-Infektion (rechts) im Vergleich.
Philippe Grüebler/20minSowohl bei Corona als auch bei Heuschnupfen können sich die Symptome von Person zu Person unterscheiden. Wer seit Jahren an einer Pollenallergie leidet, kennt seine oder ihre typischen Symptome allerdings meistens sehr gut. Bessern sie sich oder verschwinden sogar nach der Einnahme eines Antiallergikums, ist eine Covid-19-Infektion sehr unwahrscheinlich. Wer jedoch unsicher ist, soll laut Allergiezentrum Schweiz besser telefonisch einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren und sich testen lassen.
Auch Allergiesymptome abklären
Wer Verdacht auf Heuschnupfen hat, aber bisher nie auf Pollen allergisch reagiert hat, sollte sich ebenfalls frühzeitig in eine fachärztliche Abklärung begeben. Denn wird eine Pollenallergie nicht behandelt, kann daraus ein allergisches Asthma entstehen. Ausserdem kann es hilfreich sein, zu wissen, welche Pollen- und Gräserarten die Symptome auslösen. Die aktuelle schweizweite Pollenbelastung kannst du dann jeweils online abfragen und dich dementsprechend wappnen.
«Meistens reichen Antihistaminika in Form von Tropfen, Tabletten oder Sprays aus und auch Kortisonpräparate mindern die Beschwerden», sagt de Zordo. Mit einer sogenannten Desensibilisierung gehst du dem Heuschnupfen langfristig an den Kragen. Dabei wird dein Körper langsam an die Allergene gewöhnt und die Symptome können sich um bis zu 80 Prozent reduzieren.
Leidest du auch an Pollenallergie und hast einen Geheimtipp? Was verschafft dir Linderung? Teile es uns in den Kommentaren mit.