Point de Presse: So werden die Ukraine-Flüchtenden in die Kantone verteilt

Livetickeraktualisiert am Donnerstag, 28. April, 2022

Point de PresseSo werden die Ukraine-Flüchtenden in die Kantone verteilt

Schon über 40’000 Flüchtende aus der Ukraine haben sich in der Schweiz registriert. Von rund 9000 Betten ist etwas mehr als die Hälfte belegt, wie das SEM an der Pressekonferenz mitteilte.

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Donnerstag, 28.04.2022

Die Pressekonferenz ist beendet

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Rund 80 Nationen unter Antragsstellenden

Wie viele Menschen sind nicht ukrainische Staatsangehörige, möchte ein Journalist wissen. «Rund 96 Prozent aller Menschen die einen Asylantrag stellen, haben die ukrainische Staatsbürgerschaft.» Insgesamt sind mit der Flüchtlingswelle wegen des Krieges in der Ukraine Asylanträge aus über 80 Nationen eingegangen.

Aktuell keine Verteilung bei Gastfamilien

Die Stadt Winterthur muss laut Galladé weiter Unterkünfte für die Geflüchteten suchen. Eine Herausforderung könne ebenfalls sein, dass Flüchtlinge bei Gastfamilien sind. Falls dies nicht funktioniere, müsse die Stadt schnell eine Lösung finden.

«Aus diesem Grund platziert die Stadt Winterthur aktuell keine Flüchtende bei Gastfamilien, sondern in Zentrumsunterkünften.»

Herausforderung ist gross

Nun wendet Nicolas Galladé, Vertreter des Schweizerischen Städteverbandes und Leiter des Departementes Soziales, Stadt Winterthur das Wort an die Medienschaffenden: «Die Herausforderung ist gross. Die Zahl der Geflüchteten bisher ist grösser als die Gesamtzahl an Schutzsuchenden aus dem ganzen Jahr 2015.»

Geflüchtete suchen Arbeit

Jetzt spricht Philipp Berger, Abteilungschef Zulassung Arbeitsmarkt, Staatssekretariat für Migration SEM: «Die beruflichen Qualifikationen der geflüchteten Menschen sind grundsätzlich gut.»

Arbeit zwischen Behörden funktioniert gut

Im Sicherheitsbereich ist die Lage ruhig, die Prozesse und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Bundesstellen und den kantonalen Behörden haben sich eingespielt und funktionieren gut.

Kantonswechsel nur in Ausnahmesituationen

Auch Kantonswechsel sind bei bereits zugewiesenen Personen nur in Ausnahmefällen möglich – etwa dann, wenn Geflüchtete dadurch bei ihrer erweiterten Kernfamilie wohnen können, wenn die Betreuungssituation von vulnerablen Personen verbessert werden kann oder wenn die Betroffenen eine Arbeitsstelle nicht antreten könnten, weil der Arbeitsweg zu lang ist.

Verteilschlüssel wird wieder eingehalten

Seit Montag werden die geflüchteten Personen aus der Ukraine wieder nach dem zwischen den Kantonen vereinbarten, bevölkerungsproportionalen Verteilschlüssel an die Kantone zugewiesen.

Von diesem Grundsatz ausgenommen sind Geflüchtete, die bei ihrer Kernfamilie oder in ihrer Nähe wohnen möchten sowie verletzliche Personen, die eine besondere Betreuung brauchen. Zudem wird darauf geachtet, dass aus der Ukraine eingereiste Kernfamilien zusammenbleiben können.

Hälfte der 9500 Betten belegt

David Keller, Leiter Krisenstab Asyl, Staatssekretariat für Migration SEM eröffnet die Pressekonferenz. «Die Zahl der Geflüchteten, die sich in einem Bundesasylzentrum registrieren lassen, liegt aktuell zwischen 500 und 1000 Personen pro Tag. Das SEM verfügt über gut 9000 Unterbringungsplätze, von denen rund 5000 belegt sind.»

Teilnehmerliste

  • David Keller, Leiter Krisenstab Asyl, Staatssekretariat für Migration SEM

  • Philipp Berger, Abteilungschef Zulassung Arbeitsmarkt, Staatssekretariat für Migration SEM

  • Nicolas Galladé, Vertreter des Schweizerischen Städteverbandes und Leiter des Departementes Soziales, Stadt Winterthur

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