Leichenfund in Steinen-Hüsingen: Polizei sucht Hinweise

Aktualisiert

Steinen-Hüsingen DEDie Mutter des toten Säuglings ist eine Jugendliche

Am 20. Februar fand eine Spaziergängerin nahe Steinen-Hüsingen (D) den Leichnam eines neugeborenen Mädchens. Eine Jugendliche hat sich nun bei der Polizei gemeldet.

Am Donnerstag, 20. Februar wurde auf offenem Feld ein toter Säugling entdeckt.
Der Leichnam soll in der Nähe des Hochbehälters in Hüsingen (D) gefunden worden sein. Am Samstag meldete sich nun eine Jugendliche bei der Polizei.
Sie sei die Mutter des Säuglings. Gegen die Jugendliche wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines Tötungsdelikts eingeleitet.
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Am Donnerstag, 20. Februar wurde auf offenem Feld ein toter Säugling entdeckt.

Jonas Günther/dpa

Darum gehts

  • Am Donnerstag, 20. Februar 2025 fand eine Spaziergängerin den Leichnam eines Babys in der Nähe von Steinen-Hüsingen (D).

  • Eine Jugendliche ist am Samstag gemeinsam mit ihren Eltern bei der Polizei erschienen und habe sich als die Mutter des Säuglings ausgegeben.

  • Gegen die Jugendliche wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines Tötungsdelikts eingeleitet.

Vier Wochen ist es her, seit auf einem Feld bei Steinen-Hüsingen (D), wenige Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt, der Leichnam eines Neugeborenen gefunden wurde. Am Dienstag vermeldet das Polizeipräsidium Freiburg nun: Die Mutter des Mädchens hat sich bei der Polizei gemeldet. Es handelt sich um eine Jugendliche.

Sie sei am Samstag, dem 15. März 2025, mit ihren Eltern bei der Polizei erschienen und habe sich als die Mutter des am 20. Februar 2025 auf einer Wiese bei Steinen-Hüsingen aufgefundenen Säuglings ausgegeben.

Durch eine DNA-Untersuchung des Landeskriminalamts sei die Mutterschaft der Jugendlichen inzwischen bestätigt worden, heisst es in der Mitteilung. Gegen die Jugendliche wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines Tötungsdelikts eingeleitet. Die Ermittlungen zur Todesursache dauern weiter an. Es gilt die Unschuldsvermutung. Zum Alter der Jugendlichen kann Thomas Batzel vom Polizeipräsidium Freiburg auf Anfrage von 20 Minuten keine Auskunft geben.

Polizei suchte nach «schwangeren Frau in schwieriger Lebenssituation»

Bereits Ende Februar hat die Polizei einen Aufruf gestartet. Man sei bei derartigen Ermittlungen auf jede Information angewiesen – «egal, wie unbedeutend oder alltäglich die Beobachtung für jemanden erscheinen mag». In der Medienmitteilung hiess es Ende Febraur weiter: «Vielleicht ist jemandem in seinem Umfeld zuvor eine schwangere Frau
aufgefallen, welche sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden könnte.»

Die Polizei möchte sich an dieser Stelle bei allen Institutionen, Firmen,
Geschäften und Verkehrsbetrieben bedanken, welche den Öffentlichkeitsaufruf tatkräftig und unkompliziert unterstützt haben. Um eine Entfernung der Plakate wird gebeten. Es waren zeitweise bis zu 30 Leute für diesen Fall im Einsatz, sagt Batzel.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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