Steuern sparen: Die besten Tipps vom Experten

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SteuererklärungSteuern sparen – letzte Tipps vor dem Abgabetermin

Der 31. März ist in vielen Kantonen der Abgabetermin der Steuererklärung. Wer richtig vorgeht, kann die Steuerlast optimieren. Das sind die Tipps des Steuerberaters.

Steuererklärung noch nicht abgeben? Dann können diese Tipps helfen.
Nutze alle möglichen Abzüge.
Unter bestimmten Voraussetzungen sind auch Abzüge für Homeoffice-Kosten erlaubt.
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Steuererklärung noch nicht abgeben? Dann können diese Tipps helfen.

20min/Michael Scherrer

Steuererklärung abgeben: Darum gehts

  • Der 31. März ist in vielen Kantonen der Abgabetermin für die Steuererklärung.

  • Nutze alle möglichen Abzüge wie Berufsauslagen und Spenden, um Steuern zu sparen.

  • Frühzeitige Steuerzahlungen können Zinsen einbringen, während verspätete Zahlungen Verzugszinsen verursachen.

Der 31. März ist Deadline Day beim Finanzamt. Dann ist in vielen Kantonen Abgabetermin der Steuererklärung. Wer richtig vorgeht, kann viel Geld sparen. Finanzexperte Peter Siber vom Finanzdienstleister SMZH sagt, was du beachten solltest.

Abzüge nutzen: Berufsauslagen, die über den Pauschalabzug (je nach Kanton bis zu 4000 Franken) hinausgehen, lassen sich abziehen, falls Belege vorhanden sind – zum Beispiel Homeoffice-Kosten unter bestimmten Voraussetzungen. Auch Weiterbildungen nach der Erstausbildung sind abziehbar, etwa Kursgebühren oder Reisekosten. Und: Spenden ab 100 Franken an anerkannte Organisationen sind fast überall steuerlich abziehbar – «ein gutes Gefühl und gut fürs Portemonnaie», sagt Siber.

Das sind laut Steuerexperte Peter Siber die häufigsten Fehler:

  • Zu spätes Einreichen: kann zu Mahngebühren oder Bussen führen.

  • Vergessene Abzüge: zum Beispiel für Berufskosten, Weiterbildungen oder Säule 3a.

  • Fehlende Belege: Ohne Nachweise werden Abzüge oft nicht anerkannt.

  • Falsche oder unvollständige Angaben: besonders bei Einkommen, Vermögen oder Schulden.

  • Nicht deklarierte Wertschriften und Zinserträge: Auch kleine Zinserträge müssen angegeben werden.

Fristverlängerung: Wenn es nicht mehr reicht für die Steuererklärung, gibt es die Möglichkeit zur Fristverlängerung. In vielen Kantonen ist der 31. März nicht nur der Abgabetermin der Steuererklärung, sondern auch der letzte Tag für den Antrag der Fristverlängerung. Die Abgabe lässt sich online oder per Formular hinauszögern.

Steuern frühzeitig zahlen: «Wer seine Steuern früh überweist, bekommt in einigen Kantonen sogar Zinsen gutgeschrieben. Wer zu spät zahlt, muss hingegen mit Verzugszinsen rechnen. Früh handeln lohnt sich also gleich doppelt», sagt Peter Siber.

In 3. Säule einzahlen: Für die Steuererklärung im nächsten Jahr zu beachten: «2025 lassen sich mit Pensionskasse bis zu 7258 Franken in die Säule 3a einzahlen und 36'288 Franken ohne Pensionskasse. Das senkt die Steuerlast und stärkt die Altersvorsorge», sagt Siber. Das Einzahlen in die 3. Säule lohnt sich bereits mit kleineren Beträgen. Je früher man damit beginnt, desto grösser ist der Vorteil durch den langen Anlagehorizont, so der Experte.

2. Säule optimal einsetzen: Wenn danach noch genügend Geld vorhanden ist, das sich langfristig entbehren lässt, empfiehlt Siber eine Einzahlung in die 2. Säule, also in die Pensionskasse. Diese sogenannten Einkäufe sind jedoch nur möglich, wenn eine Beitragslücke besteht. Dadurch lassen sich nicht nur Steuern sparen, sondern auch das Altersguthaben für die Pensionierung gezielt erhöhen.

Das ist der Experte

Peter Siber, stellvertretender CEO und Mitglied der Geschäftsleitung von SMZH.

Peter Siber, stellvertretender CEO und Mitglied der Geschäftsleitung von SMZH.

Privat

Peter Siber ist stellvertretender CEO und Partner des Finanzdienstleisters SMZH. Das Schweizer Unternehmen berät Kundinnen und Kunden etwa bei Fragen zur Steuererklärung oder zur Vorsorge und verfügt über 13 Standorte in der Schweiz.

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