Nach FusionSunrise UPC bereitet Stellenabbau vor
Nach der Fusion zwischen UPC und Sunrise passt der neu entstandene Konzern seine Arbeitsbedingungen an. Auch ein Stellenabbau steht im Raum.
Der Zusammenschluss von UPC und Sunrise hat Konsequenzen für die Mitarbeiter der beiden Unternehmen.
Der neu entstandene Konzern plant einen Stellenabbau. «Deutlich weniger als 30 Prozent» der Mitarbeiter werden entlassen, so UPC Cablecom.
Für die Entlassenen existiert ein Sozialplan.
Nach der Fusion zwischen den zwei Telekommunikations-Anbietern UPC und Sunrise kündigt der neu entstandene Konzern eine «Anpassung der Arbeitsbedingungen» an. Konkret geht es auch um den Abbau von Stellen.
Das schreibt Sunrise UPC in einer Mitteilung. Wie viele Stellen abgebaut werden, legt sich der Konzern noch nicht fest, schreibt aber: «Sunrise UPC geht davon aus, dass die Anzahl der betroffenen Mitarbeitenden deutlich kleiner sein wird als 30% der heutigen Anzahl Mitarbeitender. Wichtig ist, dass Sunrise UPC für den Grossteil der Mitarbeitenden bis spätestens Ende Juni ebenfalls eine klare Perspektive hinsichtlich ihrer Funktion im kombinierten Unternehmen aufzeigen kann.» Der ganze Vorgang werde aber – wie bei derart grossen Fusionen üblich – mehrere Jahre in Anspruch nehmen, so UPC Cablecom in der Mitteilung weiter.
Es gibt einen Sozialplan
Zusammen mit der Gewerkschaft Syndicom hat UPC Cablecom ein Konsultationsverfahren eingeleitet und einen Sozialplan verhandelt und ausgearbeitet. Der Sozialplan beinhaltet folgende Punkte:
Der Sozialplan gilt für alle Mitarbeiter von Sunrise und UPC. Davon ausgenommen ist die Geschäftsleitung.
Betroffene Mitarbeiter werden mittels eines speziell ins Leben gerufenen Programms unterstützt und begleitet.
Sunrise UPC stellt einen Fonds von 2,5 Millionen Schweizer Franken für individuelle Überbrückungsmassnahmen, wie zum Beispiel für individuelle Härtefälle oder Qualifizierungsmassnahmen bereit.
«Ich bin froh, dass wir - nicht zuletzt dank der guten und konstruktiven Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Syndicom und den Mitarbeitervertretungen - einen äusserst soliden Sozialplan erarbeiten konnten. Damit ist sichergestellt, dass die betroffenen Mitarbeitenden nicht nur finanziell unterstützt werden», sagt André Krause, CEO von Sunrise UPC.
Circa 3000 Mitarbeiter
Auch die Gewerkschaft Syndicom nimmt Stellung: « Der Sozialplan bietet den jüngeren Mitarbeitenden die Möglichkeit, möglichst schnell wieder in den Arbeitsmarkt integriert zu werden. Gleichzeitig ermöglicht er den älteren Mitarbeitenden, gesichert in die frühzeitige Pensionierung zu gehen», sagt Giorgio Pardini, Geschäftsführer Syndicom.
UPC und Sunrise haben zusammen circa 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 30 Prozent davon entsprächen knapp 1000 Angestellten.