YB – LUZ 5:1 | WIN – FCB 1:4Party in Bern – YB ist zum 16. Mal Schweizer Meister
Wieder Wankdorf, wieder gegen Luzern, wieder Nsame: Die Young Boys dürfen am 31. Spieltag frühzeitig ihre Meisterparty inszenieren. Erinnerungen an 2018 werden wach.
Jetzt ist es offiziell, YB holt den 16. Titel. (Video: SRF)
18 Punkte Vorsprung auf Verfolger Lugano, noch fünf Runden zu spielen: YB steht zum Ende der 31. Runde der Super League bereits als Meister fest. Nach dem 1:4 bei GC am Dienstag präsentierte die Truppe von Trainer Raphaël Wicky ein ganz anderes, wesentlich meisterlicheres Gesicht. Nsame, Fassnacht und Co. fegten Luzern aus dem Stadion. Und die Korken der längst kaltgestellten Schampus-Flaschen durften pünktlich zum Schlusspfiff geknallt werden.
Die Szene des Spiels
Die 27. Minute: Die jungen YB-Verteidiger Amenda und Chaiwa behindern sich gegenseitig. So kommt FCL-Star Dräger alleine vor Goalie Racioppi in Ballbesitz. Anstatt abzuschliessen, sucht er das Dribbling – und verheddert sich. Eine Luzerner Führung zu jenem Zeitpunkt hätte die designierte Festgemeinschaft (31’500 Zuschauer) im Wankdorf noch einmal zittern lassen. Minuten später und nach dem 1:0 durch Nsame (33.) war der sportliche Teil des Nachmittags dann ganz gelaufen – 5:1 lautete das Resultat am Ende.
Die Schlüsselfigur
Christian Fassnacht. Der 29-Jährige war zu keinem Zeitpunkt in den Griff zu kriegen, hatte bei zwei Toren die Füsse im Spiel und wird nun auch bei den Feierlichkeiten eine Führungsrolle einnehmen. Schliesslich ist es für den Zürcher bereits die fünfte YB-Meisterfeier – Leader auf und neben dem Platz.
Die bessere Mannschaft
Bereits Sekunden nach dem Anpfiff skandierten die Fans: «Wär ned gumped, isch ken Meischter.» So viel Druck von den Rängen kann auch kontraproduktiv sein. Nicht mit YB, nicht heute: Die Berner dominierten – mit Ausnahme einzelner Unsicherheiten – über 90 Minuten.
Das Tribünengezwitscher
(Praktisch) Auf den Tag genau vor fünf Jahren, am Samstag dem 28. April 2018, sicherte sich YB den ersten Meistertitel nach 32 Jahren Unterbruch. Gegner damals: Sie haben es geahnt, der FC Luzern. Der entscheidende Torschütze beim 2:1-Sieg: Jean-Pierre Nsame, praktisch aus gleicher Position. Auch der zweite YB-Goalgetter heute, Christian Fassnacht, war damals mit dabei.
Die Tore
33.’ | 1:0 | Über Fassnacht, der sich gleich gegen zwei Luzerner durchtankt, und Elia gelang der Ball zu Ugrinic. Dessen Schuss wurde von Frydek abgeblockt, den Nachschuss platzierte Nsame wuchtig im Tor. Das Wankdorf explodierte ein erstes Mal.
38.’ | 2:0 | Wenig später explodierte die volle Hütte ein zweites Mal: Rieder schickte Fassnacht mit einem hohen Steilpass in die Tiefe, dieser liess vor Goalie Müller nichts anbrennen.
YB legt gegen Luzern nach. (Video: SRF)
41.’ | 2:1 | Inmitten der Feierlichkeiten ein kleiner Dämpfer: Nach einem Eckball lenkte YB-Verteidiger Amenda, bedrängt von Schürpf, unglücklich ins eigene Tor ab.
44.’ | 3:1 | Chaiwa flankte zur Mitte, Schürpf klärte unvorteilhaft in die Füsse von Lauper, und dieser? Dieser zog aus gut 30 Metern ab und traf flach in die linke Ecke. Was. Für. Ein. Tor.
61.’ | 4:1 | Ein Freistoss von links praktisch bei der Eckfahne. Ein Fall für eine Rieder-Flanke? Mitnichten. Der YB-Youngster zirkelt den Ball mit links direkt ins Tor. Wenns läuft, dann läufts.
Das ist das 4:1 für YB. (Video: SRF)
80.’ | 5:1 | Erst zehn Minuten war der heutige Edeljoker Cédric Itten auf dem Platz, dann traf er bereits: Kastriot Imeri schlug eine Freistossflanke in den Strafraum. Auf Höhe des ersten Pfostens nahm Itten den Ball akrobatisch in der Luft ab und traf sehenswert.
Die andere Partie
Der FC Basel machte mit zwei Toren in den ersten zwölf Minuten auf der Schützenwiese scheinbar alles klar, aber Winterthur kam durch einen verwandelten Penalty in der 20. Minute durch Ardaiz nochmals zurück. Amdouni machte mit seinem Kopftor in der 71. aber den Deckel drauf. Zeqiri machte mit dem 4:1 (83.) den Sieg noch deutlicher.
Der Ausblick
Zunächst wird ordentlich gefeiert werden, die Freinacht in Bern ist auf jeden Fall schon einmal bewilligt. Ob die Young Boys dafür beim nächsten Meisterschaftsspiel in St. Gallen alt aussehen werden, erfahren wir am Samstag ab 20.30 Uhr. Luzern empfängt am Sonntag Lugano (14.15 Uhr).
Deine Meinung zählt
Das sagt Meister-Trainer Wicky
Das sagt Fassnacht
Das wars von hier!
Vielen Dank für das Interesse und bis bald! Die Super-League-Saison ist bekanntlich längst nicht vorbei. Es warten noch ein paar interessante Entscheidungen. Weiter gehts am kommenden Wochenende.

Leider ohne Feier
Carlos und Marianne: «Es ist sehr schön, dass YB nun Meister ist. Am Anfang haben wir schon ein bisschen gezweifelt und waren etwas besorgt, dann war es aber klar, dass YB gewinnt! Schade ist der Match an einem Sonntag-Abend gewesen, jetzt gehen wir nach Hause ohne zu feiern und morgen arbeiten wir wieder.»

Die Meistermannschaft von YB
So jubeln die Spieler nach dem Spiel
Das sagt Traumtor-Schütze Lauper zum Meistertitel
«Die letzte Saison verlief nicht so, wie wir uns das vorstellten. Es ist einfach unglaublich schön, den Titel wieder mit den Fans zu feiern, ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Trainer Raphael Wicky ist sehr detailversessen, er musste noch an gewissen Schrauben drehen und hat dies perfekt gemacht.» (SRF Sport)
Das sagt Fabian Rieder zum Titelgewinn
«Ich kann meine Gefühle gar nicht beschreiben. Es ist überwältigend, vor allem mit diesen Fans. Meinen ersten Titelgewinn musste ich leider ohne Zuschauer erleben. Ich bin unglaublich stolz. Darauf haben wir alle hingearbeitet. Wir als ganzes Team sind wie eine Familie.» (SRF Sport)
Die YB-Stars sind im Feiermodus

Glückwünsche für YB aus Darmstadt
Die YB-Fans mit einer weiteren Botschaft

Die Meisterparty kann steigen
Ende in Winterthur
WIN – FCB 90+4’: Schlusspfiff in Winterthur, Basel gewinnt 4:1.
«Geyoungboyst!»

YB IST SCHWEIZER MEISTER!
YB – LUZ 90+2': Schlusspfiff im Wankdorf!
Die BSC Young Boys sind zum 16. Mal Schweizer Meister. Zum fünften Mal in den vergangenen sechs Jahren. Herzlichen Glückwunsch!
Wicky macht sich bereit
YB – LUZ 90+1': Wenige Sekunden vor Schluss macht sich der Chef höchstpersönlich bereit. Raphael Wicky streift sich das Meistershirt über. In Kürze wird er seinen allerersten Titel als Cheftrainer feiern.
Meistershirts sind übergestreift
YB – LUZ 89': Die Spieler an der Seitenlinie um Nsame und Fassnacht haben sich kleidungstechnisch schon vorbereitet.
Wie viel Nachspielzeit?
YB – LUZ 88': Die einzig offene Frage ist eigentlich jene nach der Länge der Nachspielzeit. Allzu viel Minuten dürfte Cibelli angesichts des Spielstands nicht mehr nachspielen lassen.
Lustenberger umgerempelt
YB – LUZ 86': Das grenzt schon beinahe an «Majestätsbeleidigung». Luzerns eingewechselter Stürmer Kimpioka rempelt YB-Captain Lusternberger um. Cibelli lässt weiterspielen. Der Aufschrei im Stadion und an der Seitenlinie ist gross.
TOOOR für Basel
WIN – FCB 84’: Stürmer Zeqiri legt noch eins drauf.
Fast das 6:1!
YB – LUZ 83': Es ist mittlerweile wahrlich eine Fussballgala im Wankdorf. Joel Monteiro legt im Strafraum auf den anderen Eingewechselten, Donat Rrudhani, ab. Der Schuss des Kosovaren streift hauchdünn am Pfosten vorbei.
TOR FÜR YB! ITTEN!
YB – LUZ 80': Itten kommt, sieht und trifft!
Kastriot Imeri schlägt eine Freistossflanke in den Strafraum. Auf Höhe des ersten Pfostens nimmt Cedric Itten den Ball akrobatisch in der Luft und trifft sehenswert. Was für ein (meisterlicher) Auftritt des Heimteams.
Der Edeljoker mit dem schönen Tor (Video: SRF)
Dreifachwechsel, Lustenberger kommt
YB – LUZ 79': Dieser Tausch hat sich angekündigt. Captain Fabian Lustenberger kommt aufs Feld und übernimmt gleich die Captainbinde. Zudem kömmen Rrudhani und Monteiro. Rieder, Ugrinic und Elia verlassen das Feld.
YB-Viertelstunde
YB – LUZ 75': Die Berner Fans halten nochmals ihre Schals in die Höhe und singen. Die altehrwürdige YB-Viertelstunde ist eingeläutet.