SVP legt erstmals Wahlkampf-Budget offen

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Noch 100 TageSVP legt erstmals Wahlkampf-Budget offen

100 Tage vor den Parlamentswahlen bläst die SVP auf dem Gotthardpass zum Angriff. Für den Wahlkampf wird die Partei tief in die Kriegskasse greifen und schafft etwas Transparenz. 

Auf dem Gotthardpass gaben SVP-Präsident Marco Chiesa und Wahlkampfleiter Marcel Dettling einen Ausblick auf die bevorstehenden Wahlen.
Auch dabei beim Wahlkampfauftakt am 26. August: Alt-Bundesrat Adolf Ogi.
Beim SVP-Wahlkampfauftakt tritt Musiker Florian Ast in der Swiss-Life-Arena auf.
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Auf dem Gotthardpass gaben SVP-Präsident Marco Chiesa und Wahlkampfleiter Marcel Dettling einen Ausblick auf die bevorstehenden Wahlen.

SVP

Darum gehts

  • Die SVP lud Medienschaffende zum Ausblick auf die diesjährigen Wahlen ein – und legt ihr Wahlkampfbudget offen. 

  • Durch Listenverbindungen mit der FDP sollen die 2019 verlorenen Sitze zurückgewonnen werden.

  • Am 26. August findet der grosse Wahlauftakt der SVP in der Swiss-Life-Arena statt. Mit dabei sind unter anderem Musiker Florian Ast und Alt-Bundesrat Adolf Ogi.

Am Donnerstag lud die SVP Medienschaffende auf den Gotthardpass ein. Präsident Marco Chiesa und Wahlkampfleiter Marcel Dettling blickten auf die bevorstehenden Wahlen vom 22. Oktober voraus, welche in 100 Tagen stattfinden.

Ärger bereitet der Partei in diesen Tagen indes ein Zoff im Kanton Aargau. Kantonalpräsident Andreas Glarner hatte laut darüber nachgedacht, eine Listenverbindung mit den Massnahmen-Gegnern von «Massvoll» einzugehen.

Streit wegen Listenverbindung mit «Massvoll» 

Die FDP drohte in der Folge, die Verbindung mit der SVP zu trennen. Mittlerweile hat die Geschäftsleitung der kantonalen SVP aber die Notbremse gezogen. Die Partei bekenne sich «klar zur Listenverbindung mit der FDP und der EDU» und es seien keine weiteren vorgesehen, teilt sie mit.

Die Diskussion dürfte in weiteren Kantonen stattfinden. Denn die SVP befürchtet, dass sie Stimmen an die Bewegungen der Massnahmen-Gegnern verliert.

SVP setzt mindestens 4,5 Millionen Franken für Wahlkampf ein

Das Ziel der nationalen Partei ist indes klar: Mit Hilfe von Listenverbindungen mit der FDP wollen sie ihre 2019 verlorenen Parlamentssitze zurückgewinnen. Dafür greift die SVP tief in die Kriegskasse. 4,5 Millionen Franken werde die SVP Schweiz in den Wahlkampf stecken. Die Partei hoffe, dass die Summe noch weiter ansteigt.

Ihr Ziel ist klar: Mithilfe von Listenverbindungen mit der FDP wollen sie ihre 2019 verlorenen Parlamentssitze zurückgewinnen. Für den offiziellen Wahlauftakt der SVP vom 26. August ist die Swiss-Life-Arena in Zürich reserviert. Dabei wird die Partei von den Stadion-Erbauern Walter Frey, Peter Spuhler und Rolf Dörig unterstützt.

Auftreten werden Musik-Acts wie Florian Ast, Le Choeur des Armaillis de la Gruyère und La Compagnia Rossini. Ebenfalls vor Ort ist Moderator Roman Kilchsperger. Neben diversen Parlamentariern werden auch die aktiven SVP-Bundesräte sowie diverse Alt-Bundesräte anwesend sein.

«Freude herrscht» beim SVP-Wahlkampfauftakt

Unter anderem mit dabei: Adolf Ogi, der bekannte Alt-Bundesrat, um den es nach seinem Rücktritt im Jahr 2000 eher ruhig geworden war. Ogi galt seinerzeit als grosser Berner Gegenspieler Christoph Blochers vom Zürcher Flügel.

Bekannt war er auch für den zum Bonmot gewordenen Ausruf «Freude herrscht», mit dem er vor rund 30 Jahren den ersten Schweizer im All bei einem öffentlichen Gespräch begrüsste. 

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