Swissmedic meldet 597 Fälle mit Nebenwirkungen nach Covid-Impfung

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CoronavirusSwissmedic meldet 597 Fälle mit Nebenwirkungen nach Covid-Impfung

Die Arzneimittelbehörde Swissmedic untersucht allfällige Nebenwirkungen, die nach einer Impfung gegen das Coronavirus auftreten. Bis jetzt wurden 597 Fälle gemeldet, davon stuft Swissmedic 177 als schwerwiegend ein.

Die Zulassungsstelle für Heilmittel Swissmedic veröffentlicht Zahlen zu Nebenwirkungen bei Corona-Impfungen.
In 0,04 Prozent der verabreichten Impfdosen kam es zu Komplikationen. Oder anders ausgedrückt…
…Insgesamt 597 Fälle von solchen Nebenwirkungen wurden Swissmedic bis zum 8. März gemeldet.
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Die Zulassungsstelle für Heilmittel Swissmedic veröffentlicht Zahlen zu Nebenwirkungen bei Corona-Impfungen.

20min/Matthias Spicher

Darum gehts

  • Bei knapp einer von 2000 verabreichten Impfdosen wurden in der Schweiz Nebenwirkungen gemeldet.

  • Swissmedic stuft 177 Fälle davon als schwerwiegend ein.

  • 21 Menschen sind nach einer Impfung gestorben. «Es gibt in keinem Fall konkrete Hinweise, dass die Impfung die Ursache für den Todesfall war», so Swissmedic.

Nach Corona-Impfungen wurden in der Schweiz in 597 Fällen Nebenwirkungen gemeldet. Das schreibt die schweizerische Zulassungsstelle für Arzneimittel Swissmedic in einer Mitteilung. Sie hat die Aufgabe, gemeldete Nebenwirkungen zu untersuchen. Insgesamt wurden in der Schweiz Stand 7. März 2021 bereits 1’307’400 Dosen Impfstoff gespritzt.

Anders ausgedrückt: In 0,04 Prozent aller verabreichten Impfdosen kam es anschliessend zu einer dokumentierten Nebenwirkung. Das heisst: In knapp einem von 2000 Fällen traten im Anschluss an die Impfung Nebenwirkungen auf.

Fieber und Atemnot

In 177 Fällen stufte Swissmedic die Nebenwirkung als schwerwiegend ein. In diesen Fällen wurden die betroffenen Personen unter anderem in Spitälern behandelt. Swissmedic schreibt dazu: «In den meisten Fällen waren die Betroffenen aber nicht gefährdet.» Bei den schwerwiegenden Nebenwirkungen vermeldet Swissmedic in absteigender Reihenfolge:

  • Fieber (24 Fälle)

  • Atemnot (18 Fälle)

  • Corona-Infektion (14 Fälle)

  • Erbrechen (11 Fälle)

  • Kopfweh/Migräne (11 Fälle)

  • Überempfindlichkeit (11 Fälle)

  • Herpes Zoster (10 Fälle)

  • Anaphylaktische Reaktionen (8 Fälle)

In 21 der als schwerwiegend eingestuften Fälle starben die betroffenen Personen «in unterschiedlichem Zeitabstand» zur Impfung, schreibt Swissmedic. Die Verstorbenen waren im Schnitt 85 Jahre alt und starben nicht an der Impfung, betont Swissmedic: «Nach jetzigem Kenntnisstand führten unabhängig von den Impfungen auftretende Erkrankungen zum Tod. Trotz einer zeitlichen Assoziation gibt es in keinem Fall konkrete Hinweise, dass die Impfung die Ursache für den Todesfall war.» In den entsprechenden Fällen starben die Menschen also beispielsweise an Infektionen, Herzkreislauf-Erkrankungen oder Lungen- und Atemwegkrankheiten.

Swissmedic meldet die Nebenwirkungs-Zahlen in regelmässigen Abständen, zuletzt Ende Februar. Damals vermeldete Swissmedic noch 364 Fälle mit Nebenwirkungen, davon 95 schwerwiegende. Weitere spannende Zahlen zu den Nebenwirkungen findest du in der Bildstrecke.

Die meisten Personen, bei denen Nebenwirkungen auftraten, waren über 75 Jahre alt.
In 68,7 Prozent der Meldungen waren Frauen von den Nebenwirkungen betroffen.
343 Nebenwirkungs-Fälle betrafen den Impfstoff von Pfizer/Biontech.
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Die meisten Personen, bei denen Nebenwirkungen auftraten, waren über 75 Jahre alt.

20min/sac

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