Trump-AttentatTrump kehrt an Ort des Attentats zurück: «Kämpft, kämpft, kämpft!»
An einer Wahlkampf-Veranstaltung wurde Präsidentschaftskandidat Donald Trump angeschossen. Er habe mit Glück überlebt. Alles Wichtige im Ticker.
Das sagt Joe Biden in einer Pressekonferenz nach dem Attentat auf Donald Trump.
White HouseDas Wichtigste in Kürze
Bei einer Wahlkampfveranstaltung kam es am 13. Juli zu einem Attentatsversuch auf Trump.
Der am Ohr getroffene Ex-Präsident musste von der Bühne evakuiert werden.
Trumps Frau Melania hat zur Einigkeit aufgerufen und den Schützen als «Monster» bezeichnet.
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Trump will an Ort des Attentats zurückkehren: «Kämpft, kämpft, kämpft!»
Zwei Wochen nach den tödlichen Schüssen auf einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Pennsylvania kündigt der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump eine Rückkehr an den Ort des Attentats an.

Donald Trump will an den Ort des Attentats zurückkehren – und eine Kundgebung abhalten.
AFPEr werde nach Butler, Pennsylvania, zurückkehren, um dort eine «grosse und wunderbare» Kundgebung zu veranstalten, teilte der 78-Jährige über sein Online-Sprachrohr Truth Social mit. «Was für ein Tag wird das werden – kämpft, kämpft, kämpft!», schrieb der Republikaner in Grossbuchstaben. Weitere Details zum Zeitpunkt nannte er nicht.
Ort der Veranstaltung ist offen
Zuletzt hatte die «New York Times» berichtet, dass der Secret Service Trumps Wahlkampfteam nahegelegt habe, in der Zukunft keine Grossveranstaltungen mehr unter freiem Himmel abzuhalten. Es war völlig unklar, wo die von Trump angekündigte Wahlkampfveranstaltung in Butler stattfinden soll. Nach dem Attentat war der 78-Jährige in grossen Hallen aufgetreten. (DPA)
FBI bestätigt nun doch: Trump wurde von einer Kugel verletzt
Die Bundespolizei FBI hat bestätigt, dass der frühere US-Präsident Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Pennsylvania von einer Kugel am Ohr verletzt wurde. «Was den ehemaligen Präsidenten Trump am Ohr traf, war eine ganze oder in kleinere Stücke zersplitterte Kugel, die aus dem Gewehr des Verstorbenen abgefeuert wurde», teilte das FBI in einer Erklärung mit, die der Deutschen Presse-Agentur in Washington vorliegt.
Trump hatte sich zuvor in einer Reihe von Beiträgen auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social an FBI-Chef Christopher Wray abgearbeitet. Grund war eine Aussage des FBI-Chefs vor einem Kongressausschuss, in der er sich nicht darauf festlegen wollte, dass Trump von einer Kugel am Ohr verletzt wurde. (DPA)
Trump: «Wurde von Kugel verletzt – nicht von Splitter»
Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump wehrt sich gegen Andeutungen, er sei bei dem Attentat von etwas anderem als einer Kugel am Ohr verletzt worden. «Nein, es war leider eine Kugel, die mein Ohr traf, und zwar hart. Es gab weder Glas noch Splitter», schrieb der 78-Jährige auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social. Der frühere Leibarzt aus Trumps Amtszeit, Ronny Jackson, teilte in einer schriftlichen Stellungnahme mit: «Es gibt absolut keine Beweise dafür, dass es sich um etwas anderes als eine Kugel handelte.»

Stellt klar, dass eine Kugel sein Ohr verletzte: Präsidentschaftskandidat Donald Trump.
AFPZuvor hatte FBI-Chef Christopher Wray in einer Anhörung vor dem US-Kongress gesagt: «Mit Bezug auf den ehemaligen Präsidenten Trump gibt es Fragen, ob es sich um eine Kugel oder einen Splitter handelt, der sein Ohr getroffen hat.» Der republikanische Abgeordnete Jim Jordan sagte daraufhin: «Soweit ich weiss, war der erste Schuss derjenige, der den Präsidenten getroffen hat. (...) Oder ist das nicht korrekt?» Wray antwortete darauf unter anderem: «Ich weiss es nicht.»
Trump greift FBI-Direktor an
Trumps früherer Leibarzt, der mittlerweile für die Republikaner im Kongress sitzt, teilte in seinem Schreiben weiter mit: «Ich habe die Krankenakte von Präsident Trump im Butler Memorial Krankenhaus eingesehen, wo er wegen einer «Schusswunde am rechten Ohr» untersucht und behandelt wurde.» Da er mehr als 20 Jahre lang als Notfallmediziner in der US-Marine tätig gewesen sei, habe er in seiner Laufbahn viele Schusswunden behandelt. Er stimme daher mit der anfänglichen Beurteilung und Behandlung durch die Ärzte im Krankenhaus am Tag des Attentats «vollkommen überein». Die Unterlagen des Krankenhauses sind nicht veröffentlicht worden.
Trump setzte eine Reihe von Beiträgen auf Truth Social zu dem Thema ab. Zu einem Foto schrieb er: «Vielleicht wird FBI-Direktor Christopher Wray feststellen, dass kein Splitter oder Glas durch das Ohr fliegt, sondern nur eine blutverschmierte Kugel. Es ist alles so schädigend für die grossartigen Menschen, die beim FBI arbeiten.» (DPA)
Kongressausschuss soll Lehren aus Trump-Attentat ziehen
Das US-Repräsentantenhaus will das Versagen der Sicherheitsdienste beim Attentat auf den früheren Präsidenten Donald Trump untersuchen. Am Mittwoch stimmte die Kongresskammer für die Einrichtung eines parteiübergreifend besetzten Ausschusses, der mit der Aufgabe betraut werden soll. Das Abstimmungsergebnis von 416 Ja-Stimmen bei keiner einzigen Gegenstimme unterstrich das über politische Lager hinweg bestehende Entsetzen über die Möglichkeit einer solchen Tat. Der Schutz der Sicherheit des Landes kenne keine Parteigrenzen, sagte der republikanische Repräsentantenhausvorsitzende Mike Johnson.
Als ein 20-Jähriger bei einer Wahlkampfkundgebung am 13. Juli in Butler, Pennsylvania, von einem Dach aus das Feuer auf Trump eröffnete, wurde dieser am Ohr getroffen und entkam um Haaresbreite mit dem Leben. Ein Besucher der Kundgebung wurde getötet, zwei weitere erlitten schwere Verletzungen. Kongressangehörige setzten rasch Anhörungen an und forderten, dass Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden. Secret-Service-Chefin Kimberly Cheatle trat schliesslich zurück.
Der Ausschuss soll 13 Mitglieder haben. Erwartet wird, dass es sich dabei um sieben Republikaner und sechs Demokraten handeln wird. Sie sollen ermitteln, was am 13. Juli falsch lief und Empfehlungen ausarbeiten, wie ein ähnliches Sicherheitsversagen in der Zukunft verhindert werden kann. Ein Abschlussbericht soll vor dem 13. Dezember veröffentlicht werden. Der Ausschuss hat das Recht, Vorladungen zu verschicken. (DPA)
Trump-Attentäter informierte sich über Kennedy-Mord
FBI-Direktor Christopher Wray hat im US-Kongress Details zum Hergang des Attentatsversuchs auf Ex-Präsident Donald Trump genannt. Der Schütze habe das Areal Stunden vor dem Angriff mit einer Drohne ausgekundschaftet, die er bis auf fast 180 Meter an die Bühne in Butler im Staat Pennsylvania herangeflogen habe, auf der Trump später stehen sollte, bestätigte Wray am Mittwoch in einer Anhörung vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses. Die Drohne und die Fernbedienung habe die US-Bundespolizei aus dem Wagen des Verdächtigen Thomas Matthew Crook geholt, der am Tag des versuchten Attentats von Agenten am 13. Juli erschossen wurde.
Crooks suchte auf seinem Laptop ausserdem nach Details über das Attentat auf John F. Kennedy, wie CNN berichtet. Am 22. November 1963 wurde der damalige US-Präsident John F. Kennedy in Dallas, Texas, während einer Fahrt in einer offenen Limousine erschossen. Der mutmassliche Attentäter, Lee Harvey Oswald, wurde verhaftet, jedoch zwei Tage später von Jack Ruby erschossen, bevor er vor Gericht gestellt werden konnte. Das Attentat führte zu zahlreichen Verschwörungstheorien und hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die amerikanische Geschichte und Politik.
Trump selbst wurde durch eine Kugel am Ohr verletzt. Ein Zuschauer kam ums Leben, zwei weitere wurden verletzt.
Dass Crooks nur Stunden vor Trumps Auftritt eine Drohne einsetzen konnte, um offenbar das Areal auszukundschaften, wirft weitere Fragen über Sicherheitspannen am Tag der Kundgebung des republikanischen Ex-Präsidenten auf, der erneut ins Weisse Haus einziehen will. Als Konsequenz aus dem Attentatsversuch erklärte Kimberly Cheatle am Dienstag ihren Rücktritt als Direktorin des Secret Service, der massiv in die Kritik geraten ist. (DPA)

FBI-Direktor Christopher Wray.
Getty Images via AFPTrump: Rücktritt von Secret-Service-Chefin war «unausweichlich»
Der frühere US-Präsident Donald Trump hat den Rücktritt der Direktorin des Secret Service, Kimberly Cheatle, als zu spät kritisiert. Die Behördendirektorin habe nach dem versuchten Attentat auf ihn keine andere Wahl gehabt, als ihren Posten zu räumen, sagte der republikanische Präsidentschaftskandidat. Cheatle war am Montag bei einer Anhörung im Kongress von Abgeordneten scharf dafür kritisiert worden, dass der Secret Service es versäumte, das Attentat auf Trump zu verhindern.
«Ich würde sagen, es hätte innerhalb einer Stunde passieren sollen, nicht neun oder zehn Tagen», sagte Trump dem Medium Newsmax am Dienstag mit Blick auf Cheatles Rücktritt. «Das scheint unvermeidlich zu sein.» Trump sagte, er glaube, dass seine Schutztruppe «Menschen auf diesem Dach hätte haben sollen», von dem die Schüsse abgegeben wurden – «und sie hätten mir sagen sollen, dass es ein Problem gab». (DPA)
Bericht: Secret Service rät Trump von Events im Freien ab
Der Secret Service empfiehlt dem Wahlkampfteam von Donald Trump nach dem Attentat auf den republikanischen Präsidentschaftskandidaten einem Medienbericht zufolge, keine grossen Kundgebungen im Freien mehr abzuhalten. Nach dem Schusswaffenangriff, bei dem ein Zuschauer getötet, zwei weitere verwundet und Trump am Ohr verletzt wurde, habe der Secret Service dem Team des Republikaners Bedenken hinsichtlich grosser Veranstaltungen unter freiem Himmel mitgeteilt, berichtete die «Washington Post» unter Berufung auf nicht namentlich genannte Personen, die mit der Angelegenheit vertraut seien.
Für die kommenden Veranstaltungen suche Trumps Team nach Veranstaltungsorten in Innenräumen wie Sportarenen, in die Tausende von Menschen passten, hiess es weiter. Nach Angaben der Zeitung wollten weder der Secret Service noch Trumps Wahlkampfteam eine Stellungnahme abgegeben. Der Secret Service ist in den USA für den Schutz ranghoher Politiker zuständig, darunter amtierende und frühere Präsidenten. (DPA)
Cheatle wird wohl nicht zurücktreten
In ihrer ersten Anhörung vor dem Kongress zum Attentat auf Donald Trump vom 13. Juli räumte Secret-Service-Direktorin Kimberly Cheatle ein, dass der Behörde vor dem Attentat auf Donald Trump «zwischen zwei und fünf Mal» von einer verdächtigen Person berichtet worden sei. Dennoch liess Cheatle am Montag nicht durchblicken, dass sie zurücktreten wolle, obwohl sie sagte, sie übernehme «die volle Verantwortung» für etwaige Sicherheitslücken bei der Kundgebung in Pennsylvania.
Cheatle schwor, sie werde «Himmel und Hölle in Bewegung setzen», um sicherzustellen, dass so etwas nie wieder passiere. Die Abgeordneten bombardierten Cheatle mit Fragen dazu, wie der Schütze dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten so nahe kommen konnte, obwohl dieser eigentlich sorgfältig bewacht werden sollte, und warum Trump die Bühne betreten durfte, nachdem die örtlichen Behörden Thomas Matthew Crooks als verdächtig eingestuft hatten. (job)
Cheatle: «Wir haben versagt»
Die Direktorin des US-Geheimdienstes sagte am Montag vor dem US-Kongress, der Mordversuch gegen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump sei der «grösste operative Fehler des Geheimdienstes seit Jahrzehnten» gewesen und sie übernahm die volle Verantwortung für die Sicherheitslücken an diesem Tag.

«Die Mission des Geheimdienstes ist es, die Führer unserer Nation zu schützen. Am 13. Juli haben wir versagt», sagte die Direktorin des US-Geheimdienstes, Kim Cheatle, vor dem Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses aus.
«Als Direktorin des US-Geheimdienstes übernehme ich die volle Verantwortung für jede Sicherheitslücke. Wir kooperieren voll und ganz mit laufenden Ermittlungen. Wir müssen herausfinden, was passiert ist.»
Bei ihrer ersten Anhörung vor dem Kongress sagte Cheatle dem Ausschuss auch, sie werde «Himmel und Hölle» in Bewegung setzen, um sicherzustellen, dass das, was am 13. Juli passiert ist, nie wieder passiert.
«Unsere Mission ist nicht politisch. Es ist buchstäblich eine Frage von Leben und Tod, wie uns die tragischen Ereignisse vom 13. Juli daran erinnern», sagte sie. «Ich habe volles Vertrauen in die Männer und Frauen des Secret Service. Sie verdienen unsere Unterstützung bei der Durchführung unserer Schutzmission.» (kle)
Chefin des Secret Service wird angehört
Die Direktorin des Secret Service, Kimberly Cheatle, muss sich wegen des Attentats auf Donald Trump vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses verantworten.
Cheatle trat am Montagmorgen (Ortszeit) im Capitol Hill ein, um sich scharfen Fragen und Rücktrittsforderungen zu stellen, nachdem die Behörde das Attentat auf den ehemaligen Präsidenten Donald Trump nicht verhindern konnte.
Ein Zuschauer bei der Trump-Kundgebung wurde getötet, und Trump sowie zwei Teilnehmer wurden am 13. Juli in Butler, Pennsylvania, verletzt. In den zwei Wochen seitdem untersuchen Kongressausschüsse die Fehler der Strafverfolgungsbehörden vor, während und nach dem Angriff. Präsident Biden hat eine unabhängige Überprüfung gefordert.
Arzt gibt Gesundheits-Update
Die Schusswunde am Ohr des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump verheilt nach Angaben von dessen Arzt gut. Bei dem Attentat habe die Kugel den Kopf des Ex-Präsidenten um weniger als einen Zentimeter verfehlt, teilte der frühere Leibarzt aus Trumps Amtszeit, Ronny Jackson, in einer schriftlichen Stellungnahme mit. Der Schuss habe den oberen Teil von Trumps rechtem Ohr getroffen und eine etwa zwei Zentimeter breite Wunde verursacht. «Zunächst kam es zu erheblichen Blutungen, gefolgt von einer deutlichen Schwellung des gesamten oberen Ohrs.» Die Schwellung sei inzwischen abgeklungen und die Wunde beginne richtig zu heilen.

Beim ersten Wahlkampf-Auftritt nach dem Attentat zeigte sich Donald Trump nur noch mit Pflaster am Ohr.
AFPTrumps Arzt erklärte weiter, die Wunde habe nicht genäht werden müssen. Nach dem Attentat sei Trump auf weitere mögliche Verletzungen untersucht worden, unter anderem mit einer Computertomografie am Kopf. Je nach Bedarf würden weitere Tests gemacht, einschliesslich eines Hörtests. Insgesamt gehe es Trump gut, und er erhole sich wie erwartet von der Attacke. «Es ist ein absolutes Wunder, dass er nicht getötet wurde», betonte Jackson. (DPA)
US-Schriftsteller T. C. Boyle sieht Mitverantwortung Trumps
Der US-Schriftsteller T. C. Boyle sieht eine Mitverantwortung Donald Trumps und seiner republikanischen Partei an den Schüssen auf Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung. «Er hat sich die Schüsse in Pennsylvania selbst zuzuschreiben», sagte der 73-jährige Bestsellerautor der «wochentaz» (Samstagsausgabe). Die Republikaner seien «die Partei der Waffennarren». «Sie wollen überhaupt keine Kontrollen. Auch die Gesetze, die heute automatische Waffen noch beschränken, wollen sie abschaffen.»
Dem amtierenden Präsidenten Joe Biden legte Boyle in dem Interview den Rücktritt als Kandidat der Demokraten vor der Präsidentschaftswahl im November nahe. «Es gibt so viele, grossartige jüngere, energiegeladene Leute, die Trump schlagen könnten», sagte er. Unter anderen nannte Boyle Michigans Gouverneurin Gretchen Whitmer und Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom. Beide Politiker werden neben Vizepräsidentin Kamala Harris und Pennsylvanias Gouverneur Josh Shapiro als mögliche Alternativen im Fall von Bidens Rücktritt von der Präsidentschaftskandidatur gehandelt.
Mit Blick auf einen möglichen Wahlsieg Trumps im November warnte Boyle vor einer «faschistischen Zukunft für Amerika». Zudem hätte eine zweite Amtszeit Trumps laut Boyle auch globale Auswirkungen. «Er würde seinem Vorbild Putin erlauben, das Land komplett zu zerstören und es in einen Sklavenstaat zu verwandeln», sagte er in dem Interview mit Blick auf Trumps erklärte Bewunderung für den russischen Präsidenten Wladimir Putin. «Nichts könnte beängstigender sein als das, was jetzt gerade passiert.» (AFP)

Mit Blick auf einen möglichen Wahlsieg Trumps im November warnte Boyle vor einer «faschistischen Zukunft für Amerika».
FUNKE Foto ServicesSchütze erkundete Veranstaltungsort mit Drohne
Der Trump-Attentäter hat laut einem Bericht des «Wall Street Journal» kurz vor der Tat den Veranstaltungsort mit einer Drohne erkunden können. Er sei in der Lage gewesen, am 13. Juli, nur wenige Stunden vor dem Attentat, Luftaufnahmen des Messegeländes in Butler im US-Bundesstaat Pennsylvania zu machen, berichtete die Zeitung am Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf Beamte der Strafverfolgungsbehörden, die mit der Angelegenheit vertraut waren. Die Erkenntnisse dürften weitere Fragen dazu aufwerfen, ob der Veranstaltungsort ausreichend gesichert war. (DPA)
Hunderte Menschen gedenken des getöteten Feuerwehrmannes
Hunderte Menschen haben in Pennsylvania Abschied von dem beim fehlgeschlagenen Attentat auf US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump getöteten Feuerwehrmann genommen. Nach dem Trauergottesdienst für den 50-jährigen Corey Comperatore am Freitag verstummte die Menge, die vor der methodistischen Kirche in Cabot wartete. Feuerwehrleute luden den mit einer Flagge bedeckten Sarg auf ein mit schwarzen Wimpeln geschmücktes Feuerwehrauto. Drei Feuerwehrmänner hielten auf der Ladefläche Wache, hinter dem sich eine Parade von Fahrzeugen aufreihte.
Comperatore nahm an der Wahlkampfkundgebung Trumps am Samstag vergangener Woche in Butler teil, als ein Schütze das Feuer eröffnete. Trump wurde leicht am Ohr verletzt, während Comperatore tödlich getroffen wurde, als er sich offiziellen Angaben zufolge schützend vor seine Frau und seine Tochter stellte. Der Secret Service erschoss den Attentäter.
Comperatore arbeitete als Projekt- und Werkzeugingenieur, war Reservist der Armee und diente viele Jahre als freiwilliger Feuerwehrmann, wie es in seinem Nachruf heisst. Er sollte in Freeport beigesetzt werden, wo er aufgewachsen ist. (DPA)
Fotos von Prinzessin Kate bei Trump-Attentäter entdeckt
Wie unter anderem «Daily Mail» am Freitag berichtet hat, stellte der Trump-Attentäter vor dem versuchten Mordanschlag auf den Präsidentschaftskandidaten Recherchen zu Prinzessin Kate an.
Thomas Matthew Crooks hatte demnach Fotos von ihr heruntergeladen, wie eine FBI-Analyse seiner beiden Telefone und seines Laptops zeigen soll.
Der US-Sender NPR berichtete ebenfalls darüber. Weitere Personen, über die Crooks recherchiert hatte, waren der FBI-Direktor Christopher Wray und der US-Justizminister Merrick Garland.
Die Polizei in den USA entdeckte Crooks' offensichtliche Fixierung auf das britische Königshaus, nachdem sie sein Haus durchsucht und seine elektronischen Geräte nach dem Angriff in Pennsylvania beschlagnahmt hatte. Es gibt laut NPR keine Hinweise darauf, dass Crooks eine Reise nach Grossbritannien geplant hatte. (jar)
Animation zeigt, wie viel Glück Trump hatte
Eine minimale Kopfbewegung rettete dem ehemaligen US-Präsident Donald Trump wohl das Leben.
Einer der abgegebenen Schüsse streifte das Ohr das 78-Jährigen. Wie knapp die Kugel den Kopf von Trump verfehlte, zeigt eine Animation, die vom populären X-Account «The Spectator Index» gepostet wurde.
Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach schrieb unter das Video: «Immer noch unglaublich, Weltgeschichte in Millisekunden.»
Thomas Matthew Crooks, der Schütze, schrieb auf der beliebten Gaming-Plattform Steam: «Der 13. Juli wird mein Debüt sein, schaut zu, wie es sich entfaltet», darüber berichtet CNN. Das Motiv Crooks' liegt weiterhin im Dunkeln. (job)
Zentimeter haben über Leben und Tod des ehemaligen US-Präsidenten entschieden.
XNeue Informationen zum Trump-Schützen lassen noch immer Fragen offen
In mehreren Video-Calls teilten FBI-Beamte am Mittwoch die neusten Informationen aus den Untersuchungen zum Trump-Schützen.
Thomas Matthew Crooks' Haus wurde durchsucht, wie auch zwei Handys und mindestens ein Laptop. In seinem Suchverlauf habe er demnach nach Bildern von Trump und Biden gesucht.
Er habe auch die Termine von Trumps Auftritten und der Democratic National Convention nachgeschlagen. Zudem informierte er sich über Themen rund um psychische Gesundheit.
Bisher gebe es keine Anzeichen dafür, dass Crooks, der als republikanischer Wähler registriert war, starke parteipolitische Ansichten hatte, wie die Beamten mitteilten. Sie haben zudem auch keine Beweise für Mitverschwörer oder Verbindungen zu ausländischen Akteuren gefunden.
Trotzdem bleiben viele Fragen weiter unbeantwortet: Das Fehlen «jeglicher politischer oder ideologischer Informationen» in dem Haus, das Crooks mit seiner Mutter und seinem Vater teilte, sei «bemerkenswert».
Auch weitere Details zum Attentat wurden bekanntgegeben: Polizeibeamte hatten den Schützen etwa eine Stunde vor der Schiesserei als verdächtig identifiziert, dann aber seine Spur verloren. «Er hatte einen Entfernungsmesser und einen Rucksack. Der Secret Service hat ihn aus den Augen verloren. Niemand hat die Verantwortung übernommen», sagte Senator John Barrasso, Republikaner aus Wyoming.
US-Band Tenacious D sagt nach Kommentar zu Trump-Attentat Tour ab
Die US-Band Tenacious D hat nach einem umstrittenen Kommentar von Bandmitglied Kyle Gass zum Attentat auf Ex-Präsident Donald Trump bei einem Konzert in Sydney ihre restliche Tour abgesagt. Er sei von Gass' Äusserungen «überrumpelt» worden, erklärte Sänger und Hollywood-Schauspieler Jack Black am Dienstag im Onlinedienst Instagram. «Ich würde niemals Hassreden dulden oder politische Gewalt jeglicher Art unterstützen», betonte Black.
Black hatte Gass bei dem Konzert am Sonntag eine Geburtstagstorte überreicht und ihn gefragt, was er sich denn wünsche. «Schiesst beim nächsten Mal nicht daneben», antwortete Gass mit Verweis auf das Attentat auf Trump am Samstag.
Der Witz, den die Tour von Tenacious D beendete.
TiktokTrump hatte das Attentat bei einer Wahlkampfkundgebung am Samstag in Butler im Bundesstaat Pennsylvania nur knapp überlebt. Der Ex-Präsident wurde von einer Kugel leicht am Ohr verletzt. Neben dem mutmasslichen Schützen wurde auch ein Zuschauer – ein 50-jähriger Feuerwehrmann und Familienvater – getötet, zwei weitere Männer im Publikum wurden schwer verletzt.
Black erklärte, er sei nach «langer Überlegung» zu dem Schluss gekommen, dass es nicht «angemessen» sei, die Tour von Tenacious D fortzusetzen. Zudem seien «alle künftigen kreativen Pläne auf Eis gelegt».
Gass entschuldigte sich ebenfalls auf Instagram. «Der Spruch, den ich am Sonntagabend in Sydney improvisiert habe, war im höchsten Masse unangemessen, gefährlich und ein fürchterlicher Fehler», schrieb der Gitarrist. Er bedauerte sein «mangelndes Urteilsvermögen». (AFP)

Jack Black (r.) sagt nach einem Kommentar von Kyle Gass (l.) die Tour von Tenacious D ab.
IMAGO/MediaPunchAR-15 wird auf Parteitag der Republikaner verlost
Am Rande des republikanischen Parteitages in Milwaukee sorgt eine Verlosung für Aufsehen: Gewonnen werden kann eine AR-15, genau die Art von Waffe, mit der Matthew Crooks (20) am Samstag auf den Präsidentschaftskandidaten Donald Trump schoss. Publik gemacht hat dies das auf Musik spezialisierte Magazin «Rolling Stone».
In erster Linie geht es beim Parteitag um die offizielle Nominierung von Trump als Präsidentschaftskandidat, aber neben allen Reden gibt es auch ein Rahmenprogramm ausserhalb der Veranstaltungshalle.
Angeboten wird die kuriose Verlosung von der Concealed Carry Association, einem Waffenverband aus dem Bundesstaats Wisconsin, der fast eine Million Mitglieder hat. Wer gewinnen will, muss lediglich einen QR-Code scannen und dann seine E-Mail-Adresse und Telefonnummer angeben.
Die AR-15 ist in den USA eine weitverberietete Waffe und wurde bereits bei mehreren Schiessereien eingesetzt, etwa beim Amoklauf an der Schule in Uvalde.
Der Waffenverband nahm gegenüber dem «Rolling Stone» Stellung: Er sieht diese Art von Waffe «als das wichtigste und effizienteste Instrument, um uns zu verteidigen.» Der Schütze habe sich beim Trump-Attentat dazu entschieden, «das Werkzeug für etwas Schreckliches zu verwenden.»
Haley: «Trump hat meine volle Unterstützung»
Die einstige parteiinterne Konkurrentin Nikki Haley stellt sich auf dem Parteitag der Republikaner in Milwaukee klar hinter Präsidentschaftskandidat Donald Trump. «Zunächst möchte ich eines ganz klarstellen: Donald Trump hat meine volle Unterstützung. Punkt», sagte die 52-Jährige. Haley wurde mit einer Mischung aus Jubel und Buh-Rufen empfangen. Als sie sich aber direkt zu Beginn ihrer Rede hinter den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Trump stellte, applaudierte das Publikum.

«Es gibt einige Amerikaner, die nicht zu hundert Prozent mit Donald Trump übereinstimmen»: Nikki Haley am Parteitag der Republikaner in Milwaukee. (16. Juli 2024)
Getty Images via AFP/Leon NealHaley richtete sich in ihrer Rede an Trump-Skeptiker. «Wir sollten anerkennen, dass es einige Amerikaner gibt, die nicht zu hundert Prozent mit Donald Trump übereinstimmen. Ich kenne zufällig einige von ihnen, und ich möchte heute Abend zu ihnen sprechen», sagte sie. Sie sei eine von ihnen, sagte die einstige Gouverneurin des US-Bundesstaats South Carolina. «Ich bin heute Abend hier, weil wir ein Land zu retten haben, und eine geeinte Republikanische Partei ist unerlässlich, um es zu retten.»
Haley im Namen der Einheit eingeladen
Trump lauschte der Rede auf dem Parteitag persönlich – er kam eher als ursprünglich angekündigt in die Veranstaltungshalle. Haley hatte Trump bereits zuvor öffentlich den Rücken gestärkt. Zunächst sah es aber so aus, als würde sie nicht beim Parteitag sprechen. «Es war eine freundliche Einladung, und ich habe sie gerne angenommen.» Trump habe sie gebeten, auch im Namen der Einheit zu sprechen.
Die frühere US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen hatte sich bei den internen Vorwahlen der Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur ein wochenlanges Duell mit Trump geliefert, war jedoch chancenlos und gab sich schliesslich geschlagen. Unmittelbar nach ihrem Ausstieg hatte Haley demonstrativ darauf verzichtet, Trump ihre Unterstützung auszusprechen.
Im Mai sagte sie schliesslich, dass sie bei der Wahl im November Trump wählen werde. Haley und Trump waren sich im Vorwahlkampf heftig angegangen und hatten kein gutes Haar aneinander gelassen. Für einige Republikaner war die als etwas moderater geltende Haley eine weniger rhetorisch aggressive und jüngere Alternative zu dem 78 Jahre alten Trump. (DPA)
Trump verzeichnet nach Attentat keinen Aufschwung in Umfrage
In der ersten Umfrage nach dem gescheiterten Attentat auf den früheren US-Präsidenten Donald Trump kann er keinen Aufschwung verzeichnen. Die Befragung, die Morning Consult am Montag durchgeführt und «Newsweek» publiziert hat, zeigt, dass der republikanische Präsidentschaftskandidat mit 46 Prozent nur einen Prozentpunkt vor Joe Biden liegt. Biden hat somit 45 Prozent.
Das Ergebnis zeigt auch, dass sich Trumps Vorsprung seit der letzten Umfrage zwischen dem 12. und 14. Juli leicht verringert hat. Damals lag er mit 44 Prozent zwei Prozentpunkte vor Biden.
Viele Analysten dürften überrascht sein, haben sie doch Trump nach dem Attentat einen Aufschwung in den Umfragen vorausgesagt. (chk)
Biden fordert nach Trump-Attentat Verbot von Sturmgewehren
US-Präsident Joe Biden hat ein Verbot des Typs halbautomatischer Gewehre gefordert, der bei dem Attentat auf seinen Amtsvorgänger Donald Trump verwendet wurde. «Helfen Sie mir dabei, diese Kriegswaffen von den Strassen von Amerika zu verbannen», sagte Biden am Dienstag bei einer Veranstaltung der Bürgerrechtsorganisation NAACP in Las Vegas. «Bei den Schüssen auf Donald Trump wurde eine AR-15 verwendet (…). Es ist an der Zeit, sie zu verbieten.»
Trump hatte das Attentat bei einer Wahlkampfkundgebung am Samstag in Butler im Bundesstaat Pennsylvania nur knapp überlebt. Der Ex-Präsident wurde von einer Kugel leicht am Ohr verletzt. Neben dem mutmasslichen Schützen wurde auch ein Zuschauer – ein 50-jähriger Feuerwehrmann und Familienvater – getötet, zwei weitere Männer im Publikum wurden schwer verletzt.
Das Waffenrecht ist in den USA ein höchst umstrittenes Thema. Das Recht auf Waffenbesitz in der Verfassung verankert. Versuche einer Verschärfung der Waffengesetze scheitern immer wieder am Widerstand der konservativen Republikaner und der mächtige Waffenlobby. (AFP)
Secret Service erhöhte Trumps Überwachung
Der Secret Service hat laut übereinstimmenden Medienberichten in den vergangenen Wochen die Sicherheitsmassnahmen für den ehemaligen republikanischen Präsidenten Donald Trump verstärkt. Dies sei aufgrund von Drohungen aus dem Iran geschehen, berichteten unter anderem die US-Sender CNN und MSNBC. Die Sender beriefen sich dabei auf anonyme Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.
Die amerikanischen Sicherheitsbehörden hätten demnach Informationen über einen Komplott erhalten und daraufhin den Schutz erhöht, hiess es. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass das Attentat am Samstag, bei dem Trump durch einen Schuss am Ohr verletzt wurde, damit in Verbindung stand. (DPA)
Biden räumt Fehler ein
US-Präsident Joe Biden hat einen Kommentar von ihm über seinen Rivalen Donald Trump als Fehler bezeichnet. Es sei ein Fehler gewesen, dazu aufzufordern, Trump ins Visier zu nehmen, sagte Biden am Montag (Ortszeit) in einem Interview mit dem Sender NBC auf die Frage, ob er mit seiner Rhetorik gegen den Republikaner, der am Samstag bei einem Wahlkampfauftritt nur knapp einen Anschlag überlebt hatte, zu weit gegangen sei.
In einem Telefonat mit Spendern der Demokratischen Partei hatte Biden Anfang vergangener Woche wörtlich gesagt: «It’s time to put Trump in the bullseye» – zu Deutsch etwa, es sei an der Zeit, Trump ins Visier zu nehmen.
«Ich meinte, wir sollten uns auf ihn fokussieren, darauf, was er tut», sagte Biden nun im Interview mit NBC. «Fokussieren auf seine Politik, fokussieren auf die Anzahl der Lügen, die er in der Debatte erzählt hat.»
Der Anschlag auf Trump löste in den USA einen Schock aus. Mehrere prominente Republikaner warfen Biden seit dem Vorfall vor, wegen seiner Äusserungen gegen Trump eine Verantwortung für den Anschlag zu tragen. (AFP)