Geld mit KohleUkraine-Krieg beschert Schweizer Glencore-Aktionär Rekordsumme
Der Gewinn des Rohstoffunternehmens Glencore hat sich wegen des Ukraine-Kriegs verdreifacht. Ein Rüschliker Aktienträger verdiente dadurch rund 500 Millionen Franken.
Darum gehts
Der Gewinn des Rohstoffhändlers Glencore hat sich wegen des Ukraine-Kriegs verdreifacht.
Der Grund: Viele Kunden setzen wieder auf Kohle als Energieträger.
Ein Rüschliker verdiente dank seiner Glencore-Aktien rund 500 Millionen Franken Dividende.
Der Grossaktionär Ivan Glasenberg trägt Schätzungen zufolge 170 Millionen Franken für die Staatskasse bei – allein 49 Millionen Franken dürften dabei an Rüschlikon gehen.
Unglaubliche 16 Milliarden Franken – so hoch soll laut der «Zürichsee-Zeitung» der Reingewinn des Baarer Kohle-Rohstoffhändlers Glencore sein. Damit habe sich der Gewinn gegenüber dem Vorjahr verdreifacht. Grund dafür sei der Krieg in der Ukraine – respektive dessen Auswirkungen: Weil weniger Länder Energieträger wie Gas und Öl aus Russland importierten, stiegen diverse Kunden wieder auf Kohle um.
In den Kassen der Glencore-Aktienträger klingelte es dadurch ebenfalls gewaltig. So auch bei Ivan Glasenberg: Der Glencore-Grossaktionär dürfte dadurch 500 Millionen Franken an Dividenden erhalten haben, schreibt die Zeitung weiter.
Trotzdem keine Steuerfusssenkung
Wie Markus Stoll, Leiter der Steuerabteilung des VZ Vermögenszentrums, berechnet, würden von Glasenbergs Gewinn rund 170 Millionen Franken Steuergelder in die Staatskasse fliessen. Das bedeute auch einen netten Batzen für seine Wohnsitz-Gemeinde Rüschlikon, welche rund 49 Millionen Franken erhalten dürfte.
Wie Gemeindepräsident Fabian Müller (FDP) gegenüber der «Zürichsee-Zeitung» erklärt, sollte man sich aber nicht zu früh freuen: Der grösste Teil des Steuergelds des Grossaktionärs fliesse nämlich in den kantonalen Finanzausgleich. «Es gibt für Rüschlikon denn auch keinen Anlass, eine Steuersenkung ins Auge zu fassen.» Mit einem Steuerfuss von 75 Prozent gehört Rüschlikon auch 2023 zu den Zürcher Gemeinden mit dem zweitniedrigsten Steuerfuss. Nur Kilchberg ist mit 72 Prozent pro Einheit noch tiefer.
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