Mitveranstalterin nach illegalem Autotreffen in Dübendorf – «Uns als rücksichtslose Autoposer hinzustellen, ist nicht in Ordnung»

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Mitveranstalterin nach illegalem Autotreffen in Dübendorf«Uns als rücksichtslose Autoposer hinzustellen, ist nicht in Ordnung»

Die Polizei löste am Wochenende in Dübendorf ein illegales Autotreffen auf. 20 Minuten konnte mit einer Mitveranstalterin sprechen.

Laut einer Mitveranstalterin trafen sich rund 300 Personen am Samstagabend in einem Parkhaus in Dübendorf.
Nach Meldungen aus der Bevölkerung über Autolärm löste die Polizei das Treffen auf. Vier Fahrzeuge wurden stillgelegt. Rund ein Dutzend Lenker wurden wegen unerlaubten Änderungen am Fahrzeug verzeigt.
Bereits im Januar löste die Kantonspolizei Zürich in Lindau ein illegales Treffen auf.
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Laut einer Mitveranstalterin trafen sich rund 300 Personen am Samstagabend in einem Parkhaus in Dübendorf.

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Darum gehts

  • In einem Dübendorfer Parkhaus fand am Wochenende ein illegales Autotreffen statt.

  • Nach Meldungen aus der Bevölkerung über Autolärm löste die Polizei das Treffen auf.

  • Eine Mitveranstalterin schildert nun ihre Version.

Vier stillgelegte Fahrzeuge und über 150 kontrollierte Lenkende: Die Polizei teilte am Sonntag mit, dass am Wochenende in Dübendorf ein illegales Autotreffen von Autoposern aufgelöst wurde. Rund ein Dutzend Lenkende wurden wegen unerlaubten Änderungen am Fahrzeug verzeigt. Zuvor seien Meldungen aus der Bevölkerung über Autolärm aus einem Parkhaus eingegangen.

Eine Mitveranstalterin erzählt gegenüber 20 Minuten: «Es waren rund 300 Leute vor Ort. Die Stimmung war gut. Wir hatten alles unter Kontrolle.» Gemeinsam mit einer Bekannten habe sie geschaut, dass die Musik nicht zu laut ist und sich der Autolärm in Grenzen hält. «Dass wir nun als rücksichtslose Autoposer dargestellt werden, finde ich nicht in Ordnung», sagt die 21-Jährige.

Sie betont: «Wir sind nur eine Gruppe von Leuten, die ihrer Leidenschaft für Autos nachgeht und ihre Freude mit anderen teilen will.» Dafür treffe man sich regelmässig am Wochenende an abgelegenen Orten. «Wir organisieren unsere Treffen auf Parkplätzen in Industriegebieten oder in Parkhäusern. Uns ist es wichtig, dass wir niemanden dabei stören.» Für die Treffen hole man in der Regel eine Bewilligung ein. «Wenn wir uns beispielsweise in einem Parkhaus treffen, fragen wir beim Parkhausbetreibenden im Vorfeld nach, ob das in Ordnung ist.»

«Das ist blöd gelaufen»

Dieses Wochenende sei dies aber nicht der Fall gewesen, gibt die Frau zu. «Ich habe ausnahmsweise die Organisation an eine andere Person abgegeben. Das ist blöd gelaufen. Wir werden uns dieser Verantwortung nun stellen müssen.» Unter dem Hashtag #Freeautoszene kämpfen die 21-Jährige und ihre Freunde in der Zwischenzeit auf Instagram für ein besseres Image und mehr Verständnis. «Das ist unser Hobby und wir wollen uns das nicht verbieten lassen.»

Laut der Kantonspolizei Zürich wurde eine Frau, die zum Treffen aufgerufen hatte, befragt. «Derzeit wird geprüft, ob gesetzliche Bestimmungen verletzt worden sind», sagt Sprecher Alexander Renner auf Anfrage.

Illegales Treffen in Lindau aufgelöst

Im Januar hat die Kantonspolizei Zürich in Lindau ein illegales Treffen aufgelöst. Aufgrund eines Hinweises überprüften die Polizisten während mehrerer Stunden auf einem abgelegenen Parkplatz 57 Fahrzeuge und rund 150 Personen. Sechs Fahrzeuge wurden stillgelegt. Rund ein Dutzend Lenker wurden wegen unerlaubten Änderungen am Fahrzeug verzeigt. Wie ein Teilnehmer damals gegenüber 20 Minuten sagte, war es spontan zu diesem Treffen gekommen.

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