US-Behörden verweigern Berner Rapper die Einreise

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AusgeträumtUS-Behörden verweigern Berner Rapper die Einreise

Der Berner Thierry Gnahoré wollte im Februar für ein halbes Jahr nach New York, um an seiner Rap-Karriere zu arbeiten. Nun muss er zu Hause bleiben.

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Der Berner Rapper Native (Mitte) sorgte bereits im April 2015 für Schlagzeilen, als er Präsident Hollande (rechts) beim Selfie-Schiessen den Mittelfinger zeigte.

Der Berner Rapper Native (Mitte) sorgte bereits im April 2015 für Schlagzeilen, als er Präsident Hollande (rechts) beim Selfie-Schiessen den Mittelfinger zeigte.

Keystone

2017 hätte Thierry Gnahorés Jahr werden können: Der Berner, der als Rapper Native bekannt ist, hatte sich das Stadtberner New-York-Stipendium für Künstler ergattert und sollte so heuer für sechs Monate in einem Atelier im Big Apple an seiner Karriere feilen. Doch nun kommt alles anders: Die US-Behörden verweigern dem Berner die Einreise in die Staaten. Der Aufenthalt ist gecancelt. Rapper Native muss zudem die gesponserten 15'000 Franken der Stadt zurückzahlen, wie die Zeitung «der Bund» berichtet. «Wie wütend und traurig ich bin, kann man sich etwa vorstellen», postete Native nun auf Facebook.

Doch ganz unschuldig an der Einreisesperre dürfte der junge Künstler nicht sein. Denn als Grund für das Einreiseverbot nennt Nativ «frühere, kleinere Gesetzesübertretungen», die die US-Behörden als gravierend empfunden hätten.

Präsident Hollande Stinkefinger gezeigt

Es ist nicht das erste Mal, dass der Rapper in der Bundesstadt für Schlagzeilen sorgt. Als Frankreichs Präsident Hollande im April 2015 der Stadt Bern einen Besuch abstattete, bat ihn Native um ein Selfie.

Doch während das französische Oberhaupt nett in die Kamera lächelte, zeigte Thierry Gnahoré frech lächelnd den Stinkefinger. Diese unüberlegte Geste sorgte auf dem diplomatischen Parkett für Ärger. Gnahoré, der auf der Berner Stadtverwaltung arbeitete, musste sich beim Präsidenten schliesslich schriftlich entschuldigen.

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