US-Wahlen: Kamala Harris und Donald Trump in Milwaukee

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Wahlen in den USAHarris empört über Trumps Gewehrlauf-Aussage gegen Cheney

Kamala Harris und Donald Trump mobilisieren in Milwaukee ihre Anhänger im Schlussspurt. Im umkämpften Swing-State ist das Rennen offen.

Kamala Harris rief ihre Anhänger in Milwaukee zur Wahlteilnahme auf.
Donald Trump trat nur acht Kilometer entfernt auf.
Rapperin Cardi B erklärt auf der Bühne ihre Unterstützung für Harris.
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Kamala Harris rief ihre Anhänger in Milwaukee zur Wahlteilnahme auf.

AFP

Darum gehts

  • Kamala Harris und Donald Trump traten in Milwaukee in der letzten Wahlkampfphase auf.

  • Harris appellierte an ihre Anhänger, die Wahlbeteiligung in der Stadt zu steigern.

  • Trump griff politische Gegner scharf an und sorgte für Kontroversen mit Bemerkungen zu Liz Cheney.

Am Freitagabend traten Vizepräsidentin Kamala Harris (60) und Ex-Präsident Donald Trump (78) in Milwaukee, Wisconsin, nur acht Kilometer voneinander entfernt auf. Beide Kandidaten liegen in dem hart umkämpften Swing-State nahezu gleichauf.

Harris appellierte in Milwaukee eindringlich an ihre Unterstützer, die bislang niedrige Wahlbeteiligung in der Stadt zu steigern: «Bitte, wählt, sobald ihr könnt», sagte sie vor rund 12'000 Zuhörern bei einem Konzertabend, zu dem auch bekannte Künstlerinnen wie die Rapperinnen Flo Milli und Cardi B beitrugen.

Trump greift Liz Cheney frontal an

Trumps Kundgebung zog ein kleineres Publikum an als an der Parteiveranstaltung im Juli, wie die «New York Times» berichtet. Mit teils harscher Rhetorik griff er seine politischen Gegner an und stellte die Loyalität des griechisch-nigerianischen Basketballspielers der Milwaukee Bucks, Giannis Antetokounmpo, infrage. Trump fragte das Publikum: «Wer hat mehr Grieche in sich? Der Grieche oder ich?» Als technische Probleme auftraten, zeigte sich Trump genervt und fragte die Menge: «Wollt ihr sehen, wie ich die Leute hier hinten zur Ordnung rufe?»

Bereits am Vortag hatte Trump in Arizona die Republikanerin Liz Cheney (58) scharf attackiert und gesagt, sie sollte mit «neun Gewehrläufen» konfrontiert werden. Liz Cheney ist die älteste Tochter des früheren US-Vizepräsidenten Dick Cheney und dessen Frau Lynne gelten als eine der prominentesten Kritikerinnen Trumps in den Reihen der Republikaner.

Donald Trump sagte am Vortag, Liz Cheney sollte mit «neun Gewehrläufen» konfrontiert werden.

Donald Trump sagte am Vortag, Liz Cheney sollte mit «neun Gewehrläufen» konfrontiert werden.

AFP

«So zerstören Diktatoren freie Nationen.»

Vizepräsidentin Harris verurteilte diese Bemerkung bei ihrer Rede am Freitag als «absolut inakzeptabel». Cheney, eine Kritikerin Trumps, erklärte dazu: «So zerstören Diktatoren freie Nationen.» Trumps Kampagnenteam versuchte, die Aussagen zu entschärfen, doch er wiederholte ähnliche Vorwürfe gegen Cheney und nannte sie eine «Kriegsfalkin».

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Am Freitag reiste Trump auch nach Michigan und sprach gezielt arabischstämmige Wähler an. Er kritisierte die Harris-Regierung scharf für ihre Israel-Politik und forderte ein Ende des Konflikts im Nahen Osten, ohne jedoch konkrete Vorschläge zu präsentieren. Auch die wirtschaftliche Lage nutzte er, um Stimmung gegen Harris zu machen: «Unsere Wirtschaft ist ein Desaster», sagte er und betonte, dass er eine Wende bringen wolle.

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