Kreativ und schrägWas, das sollen Bushaltestellen sein?
Bushaltestellen sind langweilig, denken Sie? Dann schauen Sie mal, was sich Leute rund um die Welt dafür alles haben einfallen lassen.
Haltestellenhäuschen bieten Schutz vor Sonne und Regen, manchmal auch eine Sitzgelegenheit, sind aber ansonsten eine ziemlich langweilige Angelegenheit. Einigen Fahrgästen ist das wohl zu trist. Weltweit haben sich Wartende und ihre Gemeinden allerhand einfallen lassen, um die Wartehäuschen einfallsreicher zu gestalten.
Mit gutem Lesestoff versehen verpasst man gern den einen oder anderen Bus. Nahezu unzählbar sind Bushaltestellen mit der naheliegendsten Lösung, auf die Wartende gekommen sind. Bücherregale an Bushaltestellen gibt es von Norwegen bis Israel. Bemalte Bushaltestellen – noch eine naheliegende Lösung – gibt es ebenfalls vom Nordkap bis Kapstadt.
Dann gibt es aber auch andere: Erdbeeren, Melonen oder Tomaten? Die Stadt Isahaya in der Präfektur Nagasaki, Japan, hat dazu mehrere Bushaltestellen als süsse Früchtchen gestaltet. Und das Dorf Krumbach in Österreich lud gleich mehrere Architekten dazu ein, die Bushaltestellen stilvoll aufzupeppen. In London konnten gestresste Wartende eine Zeit lang schaukelnd entspannen. Der Industriedesigner Bruno Taylor brachte dort 2011 im Rahmen seiner Masterarbeit Schaukeln an Bushaltestellen an.
Warme Finger und kalte Getränke
In Montreal, Kanada, gibt es ein Wartehaus mit eingebauter Deckenheizung, eine Werbeaktion des Unternehmens Duracell. Warm wird es aber nur, wenn sich die Wartenden an den Händen fassen. Dann ist der Stromkreis, der an einer Seite des Wartehäuschens beginnt und an der anderen Seite endet, geschlossen, und die Heizung springt an.
Werbung an der Bushaltestelle, fanden auch andere Firmen, ist durchaus interessant. Allen voran natürlich Ikea, das mehrere Bushaltestellen in Frankreich möblierte. Oder Anheuser-Busch, die Firma, die das Getränk «Guaraná Antarctica» vertreibt und in São Paulo (Brasilien) anlässlich der Fussball-WM Bushaltestellen durch Fussballtore ergänzte. Es gibt Haltestellen, an denen man Sun-Blocker bekommt, und Haltestellen, an denen man das Handy laden kann.
Vom Müll bis zum Upcycling ist alles dabei
Im neuseeländischen Auckland kam eine Agentur auf die Idee, den Müll, der an einer Haltestelle liegen geblieben war, einfach in die Seitenwand zu kippen. Nicht angenehm, aber erhellend. Da ist es schon besser, den Warteplatz gleich aus gebrauchten Bussen zu designen, wie es der Bildhauer Christopher Fennell in Athens, Georgia, getan hat.
Eine Bushaltestelle haben wir uns allerdings aufgespart: Über die Haltestelle auf den schottischen Shetlandinseln, die Queen unter den Bushaltestellen, erfahren Sie nächste Woche mehr.