Wasserstrassen und Hängebrücken im Klybeck

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BaselWasserstrassen und Hängebrücken im Klybeck

Der Verein Zukunft Klybeck beteiligt sich an der Entwicklung des neusten Stadtquartiers. Die Ideengeber überraschen mit ihrer Kreativität.

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Im Basler Quartier "Klybeck" werden Pläne für die Umgestaltung der Industriezone präsentiert. (Video: stv)

Die Industriezone von Novartis und BASF zwischen Dreirosenbrücke, Wiese und Horburgpark soll in ein Stadtquartier umgestaltet werden. Am langwierigen Planungs-Prozess soll sich die Bevölkerung beteiligen können.

Nach dem Unterzeichnen der Planungsvereinbarung sind nun konkrete Konzepte gefragt. Bei einem Brunch wurde am Sonntag bei ausgelassener Stimmung zwischen selbst gebastelten Modellen über die Zukunft des Quartiers diskutiert. Hinter dem Event steht der Verein Zukunft Klybeck, der im Oktober 2016 zu diesem Zweck gegründet wurde.

Die Veranstaltung, die vom 7. bis 9. April durchgeführt wurde, nennt sich «Hack. Klybeck». Interessierte hatten die Möglichkeit, ihre Ideen zu präsentieren und festzuhalten. Mithilfe von Modellen, Stadtplänen und Flipcharts wurden die teils ausgefallenen Projekte am Sonntag vorgestellt. «Nebst Grünflächen besteht auch der Wunsch nach Wasserstrassen, die den Rhein mit der Wiese verbinden», weiss Christian Mueller, Mitbegründer des Vereins. Ebenfalls gefragt sind Dachgärten, die weit mehr als begrünte Flächen sein sollen: «Wir sprechen von landwirtschaftlich genutzten Dächern mit Tieren darauf. Die einzelnen Gebäude sollen mit Hängebrücken verbunden werden», beschreibt Mueller eine der zahlreichen Visionen.

«Jeder kann mitbestimmen»

Der Workshop zeigt: Das entstehende Stadtquartier soll vielfältig genutzt werden. «Bei uns darf jeder mitgestalten und etwas zur Entwicklung beitragen. Die vorgestellten Ideen kommen von Anwohnern des Klybeck-Quartiers bis zu Personen die aus dem Ausland kommen und heute zufälligerweise hier sind und mitreden wollen», so Mueller.

Studenten der FHNW haben zudem eine App programmiert, mit der Ansichten und Anliegen zum Thema Stadtentwicklung digital festgehalten werden können. Diese helfe dabei, einen Überblick zu den Bedürfnissen der Bevölkerung zu erhalten.

Einige Jahre bis zur Verwirklichung

Bis zur nächsten Beteiligungsveranstaltung sammelt der Verein weiterhin Ideen, um diese auszubauen. Am 17. Juni werden die fertigen Projekte dann den drei Planungspartnern Kanton, BASF und Novartis präsentiert. «Bis zu einem endgültigen Richtplan, wird es jedoch noch einige Jahre dauern» sagt Christoph Moerikofer, ebenfalls Mitbegründer des Vereins. «Dran bleiben», lautet deshalb auch ihre Devise. Der Schlussbericht wird am 21. November der Öffentlichkeit vorgestellt.

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