Wechselbad der Gefühle: Brändlis fieberten mit

Publiziert

Wechselbad der Gefühle: Brändlis fieberten mit

Riesige Enttäuschung gestern in Horgen: Radrennfahrerin Nicole Brändli (24) konnte die Hoffnung auf eine Schweizer Medaille an der Olympiade nicht erfüllen.

Während die 24-Jährige in Athen verbissen um eine Medaille kämpfte, fieberte ihre Familie zu Hause in Horgen vor dem Fernseher mit. «Nicole holt sicher Gold», war Onkel Kurt vor dem Start noch überzeugt. Mutter Anneliese war besonders nervös und hatte «ein Kribbeln in der Magengegend».

«Ein Rennen auf einem Rundkurs ist wie ein Lotteriespiel», sagte Bruder Reto. «Da kann so schnell etwas passieren.» Und tatsächlich: In der zweitletzten Runde wurde die Zürcherin in einen Sturz verwickelt und musste ihre Medaillenhoffnungen begraben. Lange Zeit hatte vieles für die zweifache Giro-Siegerin gesprochen, da sie stets in der Spitzengruppe mitmischte.

Eine bittere Pille für die ganze Familie: «Das ist so ungerecht», beklagt sich der Onkel. Doch Vater Peter bleibt zuversichtlich: «Dafür holt sie dann an der WM in Italien Gold.»

Romina Lenzlinger

Deine Meinung zählt