Sex-SkandalWegen Affäre mit Bridge-Spielerin – Jeffrey Epstein erpresste Bill Gates
Jeffrey Epstein hatte offenbar noch weitere Leichen im Keller: Weil Microsoft-Gründer Bill Gates sich nicht an einem Wohltätigkeitsfonds beteiligen wollte, erpresste Epstein ihn.
Darum gehts
Der ehemalige Investmentbanker Jeffrey Epstein soll Microsoft-Gründer Bill Gates erpresst haben.
Offenbar wollte Gates sich nicht an einem «Wohltätigkeitsfonds» beteiligen, den Epstein ins Leben rufen wollte.
Epstein versuchte daraufhin, Gates mit seiner Affäre zur Bridge-Spielerin Mila Antonova zu erpressen.
Auch nach seinem Tod sorgte der verurteilte Sexualstraftäter und mutmassliche Menschenhändler Jeffrey Epstein immer wieder für Schlagzeilen: Der ehemalige Investmentbanker soll laut Berichten des «Wall Street Journals» versucht haben, Microsoft-Gründer und Milliardär Bill Gates zu erpressen. Zuvor hatte Epstein versucht, Gates für eine Beteiligung an seinem «Wohltätigkeitsfonds» bei der Bank JPMorgan Chase zu gewinnen, blieb aber erfolglos. Daraufhin schickte Epstein ihm eine Mail mit Andeutungen, die darauf schliessen liessen, dass er über Gates Affäre mit der Bridge-Spielerin Mila Antonova Bescheid wusste.
Epstein selbst lernte Antonova erst nach ihrer Affäre mit Bill Gates kennen und bezahlte ihr eine auf Bridge ausgerichtete Programmierschulung. Dann leitete er die Rechnung an Gates weiter, was sich als «Ich weiss, was du getan hast» lesen lässt. Antonova soll dagegen von nichts gewusst haben: Epstein habe ihr gegenüber nur gesagt, dass er auf Grund seiner privilegierten Situation anderen Menschen helfe wolle, wann immer er könne und ihr daher den Kurs bezahlt. Die Erpressung wurde indirekt von einem Vertreter Gates’ bestätigt: Gegenüber der Huffington Post sagte dieser, dass Epstein in der Tat «erfolglos versucht habe, eine frühere Beziehung auszunutzen, um Herrn Gates zu bedrohen». Gates selbst soll Antonova im Jahr 2010 kennen gelernt haben und dann eine Affäre mit ihr begonnen haben.
Gates und Epstein bandelten 2011 an
Gates und Epstein trafen sich mehrmals im Jahr 2011, als Epstein bereits als Sexualstraftäter verurteilt worden war. Gates behauptete damals, dass sich beide trafen, um gemeinsame Charity-Massnahmen zu planen. Offenbar hatte sich der Milliardär es dann doch anders überlegt, sonst hätte Epstein keinen Grund gesehen, ihn zu erpressen. Gates hat sich in den Folgejahren immer wieder dafür rechtfertigen müssen, sich mit Epstein überhaupt getroffen zu haben. «Ich werde zum über 100. Mal sagen: Ja, ich hätte nicht mit ihm zu Abend essen sollen», sagte er gegenüber der australischen ABC-Show. Seine Frau Melinda hatte sich zuvor gegen ein Treffen ausgesprochen.
Der einschlägig vorbestrafte amerikanische Geschäftsmann Epstein soll Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. 2008 war er in dieser Sache einem Bundesverfahren entgangen, indem er eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft einging. Epstein bekannte sich damals teilweise schuldig und bekam eine milde Haftstrafe. 2019 wurde er in New York erneut angeklagt und nahm sich kurz danach in einer Gefängniszelle das Leben.
Bist du oder ist jemand, den du kennst, von Zwangsprostitution und/oder Menschenhandel betroffen?
Hier findest du Hilfe:
Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration, Tel. 044 436 90 00
ACT 212, Nationale Meldestelle gegen Menschenhandel, Tel. 0840 212 212
Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz
Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
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