Wo ist das Geld?Wenn sich Asi-TV-Stars managen lassen
Darsteller der nachmittäglichen Reality-Soaps avancieren immer mehr zu kleinen Promis. So auch der Arbeitsverweigerer Arno Dübel. Doch mit dem Fame kam Geld, ein Manager – und nun eine Klage.
Sie flimmern vorzugsweise nachmittags über den Sender der deutschen Privatfernsehanstalten und können sich meist über mangelndes Zuschauerinteresse nicht beklagen: Die Reality-Soaps. Von Gerichtssendungen, öffentlichen Therapiesitzungen bis zu Familienportraits wird dem geneigten TV-Zuschauer alles geboten, was unterhält und vor allem belustigt.
Gewisse Exponate jener Fernsehformate genossen sogar einen solchen Erfolg, dass sie für weitere Folgen verpflichtet wurden oder gar einen Vertrag für eine eigene Reality-Show bekamen. Die Wollnys seien hier als Beispiel genannt.
Von Talkshow zu Talkshow - bis in die Plattenläden
Langzeitarbeitloser Arno Dübel bekam zwar keine eigene Show - dafür wäre sein seit 30 Jahren analoger Tagesablauf mit Zigarettendrehen, Fernsehen und Bier trinken auch schlicht zu langweilig gewesen. Trotzdem wuchs der 55-Jährige durch seine strikte Arbeitsverweigerungung und Sprüchen wie «Arbeit ist scheisse» zur Kultfigur heran. 2001 hatte er seinen ersten TV-Auftritt bei Arabella Kiesbauer, neun Jahre später erschien seine erste Single «Der Klügere kippt nach».
Doch der erhoffte Erfolg blieb aus. Bei seinem ersten Live-Auftritt wurde der Reality-TV-Darsteller mit Bier bespritzt und ausgebuht. Seither ging es weiter bergab für Dübel: Obwohl er im Jahre 2011 eine weitere Single veröffentlichte, versteigerte sein ehemaliger Manager alle Domains und die damit verbundenen Rechte von Arno Dübel auf eBay.
Video: Arnos zweite Single «Ich bin doch lieb».
(Quelle: Youtube)
Ist der neue Manager ein Betrüger?
Doch damit war der Tiefpunkt noch nicht erreicht. Es kommt noch dicker für den Hartz IV-Empfänger: Dübels neuer Manager Marcus W. soll ein Betrüger sein. Gemäss bild.de soll der 26-Jährige einen Behinderten bei einem Hauskauf um umgerechnet über 220 000 Schweizer Franken geprellt haben. Wegen sexueller Bedrängung einer Frau, wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt. Und nun verlangt der Ex-Manager, der die Marke Arno Dübel auf eBay verhökerte hatte, auch noch umgerechnet 30 000 Franken von Marcus W.
Arno Dübel selbst wurde das alles zu viel. Gemäss dem deutschen Boulevardblatt ist der 55-Jährige derzeit untergetaucht. Doch wir sind uns sicher: Lieber Arno, auf baldiges Wiedersehen, im Trash-TV!