Markanter PreisanstiegWer ein Haus will, muss über sieben Jahreseinkommen hinblättern
Die Hauspreise steigen unaufhaltsam weiter. Wer sich sein Traumhaus leisten will, muss sich auf jahrelanges Sparen einstellen, wie eine aktuelle Analyse der UBS zeigt.
Darum gehts:
Immobilien werden in der Schweiz teurer.
Käuferinnen und Käufer müssen sich stärker verschulden, um sich ein Haus zu leisten.
Die Experten warnen vor einer Immobilienblase.
Häuser werden teurer und teurer. Und immer weniger können sie sich leisten. So legten die Häuserpreise im zweiten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent zu. Das ist der grösste Preissprung seit acht Jahren, wie aus einer aktuellen Studie der UBS hervorgeht.
Wer sich also sein Traumhaus kaufen will, muss einen langen Atem beim Sparen haben. Laut der Grossbank muss man 7,1 Jahreseinkommen für ein durchschnittliches Eigenheim hinblättern. Vor der Coronakrise kam man noch etwas günstiger weg. Damals waren knapp 6,5 Jahreseinkommen nötig. Das heisst: Es wird immer schwieriger, sich ein Traumhaus zu leisten.
Die UBS geht bei der Berechnung von einem jährlichen Haushaltseinkommen von 120’000 Franken im Schnitt aus. Studienautor Matthias Holzhey rechnet vor, dass ein Durchschnittsverdiener mindestens zehn Jahre sparen muss – dies jedoch ohne Gelder aus der Pensionskasse anzuzapfen.
Geld liegt lockerer
Die Nachfrage nach Wohneigentum bleibt derweil hoch. Auf viele Käuferinnen und Käufer wirke ein eigenes Haus wie eine sichere Investition gegenüber einer Mietwohnung, so die Studie. Auch das Arbeiten aus dem Homeoffice hat zusätzlich dazu geführt, dass der Run auf Eigentumswohnungen anhält – vor allem in der Agglomeration.
Befeuert wird die Nachfrage auch durch die gestiegenen Vermögen. Viele Privatanleger haben laut UBS etwa an den Aktienmärkten grosse Gewinne erzielt. Das Geld liegt bei jenen Haus-Interessenten daher lockerer in der Hand als früher.
Die Preise steigen weiter
Die UBS geht davon aus, dass die Preise fürs Eigenheim weiter ansteigen werden. «Eine Preiskorrektur zeichnet sich momentan nicht ab, da unter anderem die Hypothekarzinsen im tiefen Bereich verharren dürften», heisst es in der Studie weiter. Für das Gesamtjahr 2021 rechnet die UBS mit um fünf Prozent höheren Preisen für Eigenheime. Ab 2022 dürfte sich die Entwicklung der Preise verlangsamen.
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