Wien: Ebadullah A. erstach drei Sex-Arbeiterinnen

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WienDreifachmord an Prostituierten: Täter gesteht, Motiv weiter unklar

Nach dem brutalen Mord an drei Sex-Arbeiterinnen in einem Wiener Bordell hat ein 27-jähriger Afghane die Taten nun gestanden. Warum er die Frauen tötete, ist aber noch völlig unklar.

Am Freitag musste die Wiener Polizei in den Bezirk Brigittenau ausrücken (Symbolbild). 
Der Grund: Ein Dreifachmord im Bordell Studio 126a. 
Der 27-jährige Täter ist geständig: Zum Motiv für den Mord an den Sex-Arbeiterinnen schweigt er aber. (Symbolbild). 
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Am Freitag musste die Wiener Polizei in den Bezirk Brigittenau ausrücken (Symbolbild). 

IMAGO/CHROMORANGE

Darum gehts

  • Am Freitag tötete der 27-jährige Ebadullah A. drei Frauen in einem Wiener Bordell.

  • Er gestand die Tat, zum Motiv sagt er aber nichts.

  • Der Mann war 2022 als Asylsuchender nach Österreich gekommen und war eigentlich dazu verpflichtet, im Bundesland Kärnten zu bleiben.

Ebadullah A. (27) ist der Dreifachmörder von Wien. Er tötete in der Nacht auf Samstag drei Sex-Arbeiterinnen im Etablissement Studio 126a, einem Bordell, in dem vorrangig chinesische Frauen arbeiteten. Das berichtet «Oe24». Laut Angaben der Polizei zeige sich der 27-jährige Asylbewerber «grundsätzlich geständig», schweigt aber weiterhin zum Motiv für seine fürchterlichen Taten. Polizeisprecher Philipp Hasslinger sagte gegenüber dem österreichischen Newsportal, dass der Mann weiter einvernommen werde. 

Laut «Kurier» schliesst die Polizei ein religiöses Motiv für die Tat aus. Ein weiteres Motiv, das diskutiert wird: verletztes Ehrgefühl. Möglich ist, dass es für A. nicht der erste Besuch im Studio 126a war, er aber zuvor abgewiesen wurde. 

Ebadullah A. kam 2022 nach Österreich

Die Identifikation der Opfer gestaltet sich indes als schwieriger, da A. diese auf das Übelste zugerichtet hat, Ermittler sprechen von furchtbaren Bildern. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handele es sich aber um chinesische Staatsbürgerinnen, unter ihnen soll auch die Chefin des Bordells gewesen sein. Eine weitere Sex-Arbeiterin konnte sich noch in einem der Zimmer verbarrikadieren, musste aber den Todeskampf ihrer Kolleginnen mit anhören. Die Frau wird psychologisch betreut. Eine Beziehung zwischen den Sex-Arbeiterinnen und dem 27-jährigen Afghanen soll laut aktuellem Ermittlungsstand nicht bestanden haben. 

Sollten Sex-Arbeiterinnen besser geschützt werden?

Ebadullah A. kam erst im Jahr 2022 nach Österreich und stellte einen Asylantrag im Bundesland Kärnten – dieses hätte er auch eigentlich nicht verlassen dürfen. An besagtem Tag soll er der letzte Kunde im Bordell gewesen sein – und sei laut Polizei äusserst brutal vorgegangen. In mehreren Zimmern stach er auf die drei Frauen ein, anschliessend flüchtete er in einen nahegelegenen Park. Als ein Passant das Blut unter der Tür des Etablissements hinausfliessen sah, rief er die Polizei. Das Messer soll sich A. im Vorhinein eigens für die Tat besorgt haben.

Der 27-Jährige konnte in der Grünanlage von der Polizei gestellt werden, verhielt sich dort aber weiterhin äusserst aggressiv und konnte erst durch den Einsatz eines Tasers gestoppt werden. 

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