Gerüchte in Russland – Wo ist Verteidigungsminister Schoigu? «Er hat momentan viel zu tun»

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Gerüchte in RusslandWo ist Verteidigungsminister Schoigu? «Er hat momentan viel zu tun»

Da er seit 13 Tagen nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen wurde, gab es zuletzt viele Spekulationen um den russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Von der russischen Regierung heisst es nun, Schoigu habe derzeit viel zu tun. 

Die russische Regierung dementiert Gerüchte, nach denen Verteidigungsminister Schoigu von der Bildfläche verschwunden sei..
Zusammen mit Viktor Solotow (rechts), dem Chef der Nationalgarde, gehört Schoigu zum innersten Zirkel Putins.
Doch die militärischen Misserfolge bei der Invasion der Ukraine dürften nun ihm und Stabschef Waleri Gerassimow angelastet werden.
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Die russische Regierung dementiert Gerüchte, nach denen Verteidigungsminister Schoigu von der Bildfläche verschwunden sei..

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Darum gehts

Die russische Regierung hat Spekulationen über die lange Abwesenheit von Verteidigungsminister Sergej Schoigu in der Öffentlichkeit zurückgewiesen. «Der Verteidigungsminister hat im Moment viel zu tun», sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag vor Journalisten. Später teilte Peskow russischen Nachrichtenagenturen mit, Schoigu habe während einer Sitzung des Sicherheitsrats Präsident Wladimir Putin über den Verlauf des Militäreinsatzes in der Ukraine informiert. 

Am Abend hiess es dann in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums, Schoigu habe mit seinem armenischen Kollegen Suren Papikjan telefoniert. Sie hätten über die «aktuelle Lage in der Region und den Gebieten gesprochen, in denen die russischen Friedenstruppen in Berg Karabach ihre Pflicht erfüllen».

Der 66-jährige Verteidigungsminister ist normalerweise regelmässig in den Sendungen des Staatsfernsehens zu sehen. Doch seit dem 11. März hat er Medienberichten zufolge keine öffentlichen Termine mehr wahrgenommen.

«Nicht die Zeit für Medienauftritte»

Die Abwesenheit russischer Regierungsvertreter führt häufig zu Gerüchten über Erkrankungen, da die Behörden solche Informationen nur ungern preisgeben. Spekulationen einiger Medien über Schoigus Gesundheit wies Kreml-Sprecher Peskow nun mit dem kurzen Hinweis zurück, dass inmitten des Konflikts in der Ukraine «nicht die Zeit für Medienauftritte» sei. 

(AFP/bho)

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